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ZONA – Das Geheimnis von Tschernobyl

1986 geschah in Tschernobyl das bekannte Unglück mit dem Kernkraftwerk, das ein riesiges Gebiet unbewohnbar gemacht hat. Zona – eine tote Zone ist entstanden. 30 Jahre später machen Bandit*innen, Schmuggler*innen und Forscher*innen die Gegend unsicher, doch im Sarkophag, dem Epizentrum, soll sich der größte Schatz befinden, ein wertvolles Artefakt. Und ihr begebt euch auf diese gefährliche Bergungsaktion.

Zona - Das Geheimnis von Tschernobyl - Cover, Rechte bei Corax Games

1986 gab es eine Kettenreaktion im Kernkraftwerk von Tschernobyl, auf dem Gebiet der damaligen Sowjetisch-Sozialistischen Ukraine. Eine Sicherheitszone mit einem Radius von 30km um den Ort des Vorfalls wurde errichtet. Jede*r, der oder die dort lebte, wurde in aller Eile evakuiert. Wer zurückblieb, fiel tragischerweise der Strahlung zum Opfer. Der radioaktive Bereich um den Sarkophag, in den das gesamte Gebäude gehüllt wurde, wird heute als ZONA bezeichnet.

Und ZONA ist auch ein durchaus bedrückendes Brettspiel. Es ist ein Abenteuer- und Überlebensspiel, bei dem sich die Spieler*innen jede Runde durch die verstrahlte Landschaft bewegen und Bedrohungen wie mutierten Bären oder seltsamen Anomalien, die Zeit und Raum verzerren, begegnen. In Bunkern könnt ihr euch ausrüsten, ausruhen, eure Gegenstände reparieren und vor regelmäßigen Strahlungswellen Schutz suchen. Am Ende jeder Runde zieht jede*r eine Begegnungskarte, die jeweils ein spannendes Abenteuer bereithält, komplett mit Entscheidungsmöglichkeiten, großen Risiken und manchmal auch beeindruckenden Artefakten.

Im Spiel sind 10 unterschiedliche Charaktere enthalten. Jede*r von ihnen bringt seine eigenen Fähigkeiten und seine eigene Ausrüstung mit sich. Manche sind die geborenen Kämpfer*innen, andere gehen Gefahren lieber aus dem Weg oder haben mächtige Ausrüstung mitgebracht. Und einige haben durch Kontakt mit der Strahlung sogar unerklärliche Fähigkeiten entwickelt. Stell dich der lebensfeindlichen ZONA und lüfte das Geheimnis von Tschernobyl.

Das Ziel

Ziel des Spiels ist es den Sarkophag des Atomkraftwerks von Tschernobyl zu erreichen, doch zuvor müssen die Spieler*innen in geheime Orte der Regierung eindringen, um dort Geheimnisse aufzudecken und Informationen zu erhalten.  Ein Spieler oder eine Spielerin gewinnt, wenn er oder sie zum Ende der Ereignisphase die Beschreibung des Endes am Sarkopharg erreicht. Das Spiel endet mit einer Niederlage, wenn der Gerüchtestapel leer ist.

Der Spielablauf

Das Spiel ist dabei in Runden unterteilt, wobei jede Runde aus mehreren Phasen besteht. Zunächst gibt es die Aktionsphase, in der 2 Aktionen ausgeführt werden können, wie bewegen, die Ortsaktion ausführen, eine Gefahr beseitigen oder einen Ort betreten. Dann gibt es die Ereignisphase, in der die Spieler*innen Ereigniskarten ziehen und abhandeln, wenn sie die Möglichkeit dazu haben. Dann gibt es noch die Gerüchtephase in der Zonas Stimme eine Gerüchtekarte vorliest. In dieser Phase kann es auch zu Strahlung kommen, die zum Tod führen kann, wenn man keinen Unterschlupf gefunden hat.

Zona - Das Geheimnis von Tschernobyl - Spielaufbau, Rechte bei Corax Games
Zona – Das Geheimnis von Tschernobyl – Spielaufbau, Rechte bei Corax Games

Das Material und die Grafik des Spiels sind wirklich gelungen und sehr atmosphärisch. Es ist aber auch sehr durchdacht. So sind die Tableaus derart gestaltet, dass man immer weiß was wohin gehört. Auch die Spielmechanik ist thematisch sehr gelungen, atmosphärisch und ziemlich gut gestaltet, selbst die Flufftext sind liebevoll eingebettet, alles passt gut zusammen. Dazu gehört auch, dass das Spiel durchaus depressiv ist und zufällige, teilweise fiese Ereignisse eintreten.

Der abenteuerliche Wettstreit verlangt aber auch gute Planung und etwas Glück. Die Kämpfe sind gut ausbalanciert und eigentlich nicht sonderlich aufwendig, wenn man das System einmal verstanden hat. Das Spiel weiß einen in Bann zu ziehen und ist spannend, auch wenn man doch einige Stunden für eine Partie braucht, laut Spielschachtel zwischen 2 bis 3 Stunden. Die eigentlich wenigen Vorgänge pro Runde bleiben interessant und bewirken, dass man nicht zu lange warten muss, bis man wieder an der Reihe ist. Durch die unterschiedlichen Karten ist auch für weitere Partien genug Abwechslung vorhanden.

Die Autoren

Autoren des Spieles sind Maciej Drewing und Krzysztof Glosnicki. Das Spiel ist für 1-4 Spieler ab 18 Jahren geeignet, wobei vor allem die Thematik und die Dauer des Spiels für die hohe Alterseinstufung verantwortlich sind.

Corax Games hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

ZONA – Das Geheimnis von Tschernobyl erschien im November 2020 beim Spieleverlag Corax Games. Wir haben bei unserem Test mit 2 Spielern ungefähr 2,5 Stunden für eine Partie benötigt.

90
%
Der abenteuerliche Wettstreit verlangt aber auch gute Planung und etwas Glück. Die Kämpfe sind gut ausbalanciert und eigentlich nicht sonderlich aufwendig, wenn man das System einmal verstanden hat. Das Spiel weiß einen in Bann zu ziehen und ist spannend, auch wenn man doch einige Stunden für eine Partie braucht.
Pros
  • tolles Spielmaterial
  • sehr stimmungsvoll
  • durchdachte Spielmechanik
  • hoher Wiederspielwert
Cons
  • ziemlich lange Spielzeit
  • eher depressives Spiel
  • teilweise durchs Würfeln recht zufallsbasier

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