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Die Wikinger Saga

Die Wikinger Saga von Christian Fiore & Knut Happel ist ein gelungenes Abenteuerspiel, für 2 bis 4 Spieler mit Deckbuilding-Elementen, bei dem die Spieler auf dem Wikingerpfad wandeln, um Abenteuer in verschiedenen Welten zu erleben. Durch einen variablen Abenteuerverlauf und dass bei jeder Partie nur drei von neun Welten im Spiel sind, gibt es einen hohen Wiederspielwert.

Die Wikinger Saga lässt die Spieler als Jarls, Fürsten eines Wikinger Clans gegeneinander antreten, für Ruhm und Ehre und vor allem für Siegpunkte, weil nur einer von ihnen wird Eingang in die Hallen von Asgard finden. Die Abwechslung ist dabei sehr hoch, nicht nur, dass jede Partie durch die Wahl der Abenteuer unterschiedlich ist, sondern auch dadurch, da sich die Zusammenstellung der Kartendecks stetig ändert.

Sehr gelungen ist auch das Inlay. Das ist eine Kleinigkeit, mag man meinen, aber es erleichtert einem sehr viel bei der Vorbereitung und vor allem ist es viel besser, als dass alles in der Schachtel durcheinander kullert. Weniger gelungen sind die Spielregeln. Die Kurzerklärung ist durchaus praktisch, aber der Text selbst ist sehr schlecht untergliedert, mehr Beispiele wären praktisch gewesen.

Es gibt auch eine eigene Solo-Variante, aber wie bei vielen Spielen verliert es dabei einiges an Atmosphäre. Am besten spielt es sich zu dritt oder viert. Generell kann man sagen, dass es ein etwas anspruchsvolleres Familienspiel ist. Die Regeln sind nicht so kompliziert, wenn auch nicht immer gut erklärt, sodass auch Spieler mit weniger Spielerfahrung ihren Spaß daran finden können.

Der Spielablauf wird vereinfacht dargestellt

Zu Beginn stellt man die Welten zusammen, mit denen man spielen wird. Dadurch verändern sich die Herausforderungen, aber auch der Schwierigkeitsgrad des Spiels. Es gewinnt der Spieler, welcher am Ende des Spiels die meisten Siegpunkte gesammelt hat.

1. Phase: Anwerben neuer Wikinger
Abgesehen vom letzten Abenteurer darf jeder Spieler reihum einen der Wikinger und Wikingerinnen, die offen ausliegen, anwerben, um seine eigene Mannschaft zu verstärken.

2. Phase: Handkarten ziehen
Abhängig von der Position auf der Siegpunkteleiste zieht jeder Spieler neue Handkarten, zwischen 3 und 6 Karten, je weiter vorne, desto weniger Karten zieht man dabei.

3. Phase Die Wikinger ziehen ins Abenteuer
Diese Phase ist das Kernelement des Brettspiels. Es wird nun die Wegkarte aufgedeckt und jeder Spieler spielt eine Wikingerkarte aus. Diese Karten legen fest, um wie viele Felder sich die einzelnen Spieler weiterbewegen. Stärkere Wikingerkarten haben zusätzlich noch spezielle Fähigkeiten, die das Abenteuer beeinflussen.

Durch das aufgelegte Abenteuer erhält man Belohnungen, oder wenn man übers Ziel hinausschießt gibt es Strafen. Das herausfordernde an dieser Phase ist die Entscheidung ab wann man seinen Spielzug beenden sollte, um eine möglichst hohe bzw. passende Belohnung zu erhalten.

4. Phase: Wikinger nach Walhalla schicken
Jeder Spieler wählt nun einen seiner in der dritten Phase ausgespielten Wikinger und legt ihn unter sein Walhallaschild. Diese ausgewählten Wikinger verleihen dem Spieler am Ende des Spiels noch Boni für seine Siegpunkteleiste.

5. Phase: Aufbruch zum nächsten Abenteuer
In der letzten Phase wird das Spielbrett aufgeräumt und für das nächste Abenteuer vorbereitet.

Die Wikinger Saga wurde von Christian Fiore & Knut Happel erfunden. Christian Fiore ist Graphik-Designer und hat zahlreiche Gesellschaftsspiele grafisch gestaltet – sowohl eigene als auch solche anderer Spieleautoren. Knut Happel ist Staatsanwalt in Darmstadt und ist als Jurist den Umgang mit Spielregeln gewohnt. Gemeinsam haben sie familienfreundliche aber durchaus sehr unterschiedliche Spiele, wie auch Pecunia non olet oder Atlantica erfunden.

Schmidt Spiele hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Die Wikinger Saga ist im Dezember 2019 bei Schmidt Spiele als Original erschienen. Wir haben bei unserem Test mit 4 Spielern ungefähr 50 bis 70 Minuten pro Partie benötigt, exkl. Aufbau und Erklärung der Spielregeln.

80
%
Die Wikinger Saga lässt die Spieler als Jarls, Fürsten eines Wikinger Clans gegeneinander antreten, für Ruhm und Ehre und vor allem für Siegpunkte, weil nur einer von ihnen wird Eingang in die Hallen von Asgard finden. Die Abwechslung ist dabei sehr hoch, nicht nur, dass jede Partie durch die Wahl der Abenteuer unterschiedlich ist, sondern auch dadurch, da sich die Zusammenstellung der Kartendecks stetig ändert.
Pros
  • ein anspruchsvolles Spiel für die Familie
  • hoher Wiederspielwert durch viele mögliche Welten
  • Deckbuilding-Elemente, die nicht zu kompliziert sind
  • ein praktisches Inlay zum Einsortieren der Spielelemente
Cons
  • die Spielregeln sind nicht so gut geschrieben
  • die einzelnen Runden sind etwas redundant

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