Venezianische Affären – Band 1

| 22. Juli 2019 | 0 Comments

Venezianische Affären – Band 1 wurde von den beiden Comickünstlern Guy Raives und Éric Warnauts geschrieben und gezeichnet. Im Mittelpunkt steht eine mysteriöse Mordserie in Venedig, zur Zeit des 18. Jahrhundert, sowie Alessandro, der Bastard eines der mächtigen Männer dieser Stadt. Eine spannende Jagd und eine Intrige sondergleichen nimmt ihren Anfang.

Venezianische Affären – Band 1, Rechte bei Panini Comics

Venezianische Affären – Band 1 ist eine Geschichte voller Spannungen und teilweise sind die Motive der einzelnen Figuren nicht ganz verständlich, wobei die Auflösung selbst einige dieser Motive erklärt. Doch bei diesem Band handelt es sich ja nicht um das Ende, das Ganze ist der Auftakt einer großen Intrige.

Wenngleich nicht alle Fragen geklärt wurden bleibt die Story auf jeden Fall äußerst Spannend. Man fragt sich, ob das alles die ganze Wahrheit ist, ob der Leser sich auch sicher sein kann, dass die Lösung, die ihm präsentiert wurde auch der Wahrheit entspricht und man überlegt, ob die Leser genauso hereingelegt wurden, wie so manche Figuren in diesem Comic.

Es ist aber auch eine äußerst komplexe Gesellschaft, voller strenger Rituale und gesellschaftlicher Schranken. Die Geschichte innerhalb dieser Gesellschaft, welche die beiden Comickünstler erzählen, ist dabei vielschichtig und spannend. Auch wenn einige mystische Aspekte übertrieben wurden, wird die Stadt und ihre Bewohner historisch durchaus akkurat beschrieben.

Venezianische Affären – Band 1 handelt davon, dass im Venedig des 18. Jahrhunderts Alessandro versucht ein abscheuliches Verbrechen aufzuklären. Ritualmorde und Magie gehen hierbei eine enge Bindung ein und die Beschwörung von Tshano, seinem schwarzen Begleiter, ruft die Inquisition auf den Plan. Der Comicband wurde von Guy Raives und Éric Warnauts geschrieben und gezeichnet.

Venezianische Affären – Band 1 wird von den farbenfrohen, leicht an den Impressionismus erinnernden Bilder geprägt. Die Zeichnungen bilden oft einen sanften Kontrast zur recht traurigen Geschichte. Die Figuren wirken nicht ganz so perspektivisch und die Gesichter sind teilweise so weich gezeichnet, dass man leicht die Übersicht über die Personen verliert, wobei das auch an den recht ruppigen Sprüngen zwischen den einzelnen Handlungsfäden liegt.

Zeitenwende – Band 3: Nach dem Krieg #1 wurde von Éric Warnauts geschrieben und von Guy Raives gezeichnet. Seit der in Köln geborene Éric Warnauts und der Belgier Guy Raives sich vor über 25 Jahren in Paris getroffen haben, arbeiteten sie an mehreren Dutzend Serien zusammen und haben gemeinsam bereits mehr als 30 Alben erschaffen.

Das spannende oder ungewöhnliche an ihrer Zusammenarbeit ist, dass sie die Zeichnungen gemeinsam, also sozusagen vierhändig erstellen. Sie haben gemeinsam schon an einigen Serien gearbeitet. Eine der bekanntesten Arbeiten ist sicher die Comicserie Zeitenwende und auch die vorliegende Comic-Serie zählt zu ihren besten Werken.

Venezianische Affären – Band 1 ist die deutschsprachige Ausgabe der Serie Les suites Vénitiennes von Lombard Editions und wird von Panini Comics in deutscher Übersetzung als Comic Album am 26. April 2019 herausgebracht.
85 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
das Comic besitzt eine schöne Bildsprache
die Figuren haben Charakter und Tiefe
das Abenteuer ist voller Intrigen und Lügen
die Intrigen sind ziemlich spannend
Negatives
manche Motive bleiben sehr vage
man ist sich bei vielen Sachen nicht sicher
es gibt ein paar klischeehafte Wendungen

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Category: Comics

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Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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