TIME Stories Revolution – Experience

| 26. September 2020 | 0 Comments

Die TIME-Agents erledigen nicht nur spannende Aufträge und aufregende Missionen, die Zeit bleibt dazwischen nicht stehen und es gibt, ähnlich wie im ersten weißen Zyklus, einen großen Handlungsbogen. Das Spiel ist nun deutlich intensiver und erlebbarer. Mit Experience kann man das TIME Stories Revolution Erlebnis erweitern, um die Spiele des blauen Zyklus noch intensiver zu erleben.

TIME Stories Revolution – Experience, Rechte bei Asmodee

TIME Stories Revolution – Experience bietet nicht nur eine fortlaufende Story, welche sich nach jeder Mission weiterentwickelt, sondern es bietet auch die Möglichkeit seine Agenten zu verbessern. Gelungen finde ich, dass man kein Basis-Spiel mehr benötigt. Jede Mission ist, ähnlich wie bei einem Exit Game, ein eigenständiges Spiel.

Zusätzlich kann man optional, durch die TIME Stories Revolution – Experience eine große Geschichte erleben, wobei diese Erweiterung nicht alleine nutzbar ist, sondern zwischen bzw. vor und nach jeder Mission, jedem TIME Stories Revolution Spiel spielbar. Die Erweiterung selbst bietet keine eigenständige Mission. Interessant wird die Erweiterung vor allem, wenn man viele Missionen spielen möchte.

Die Verbesserungen sind so limitiert, dass sie eine kleine Ergänzung für zukünftige Missionen darstellen, aber wir hatten nicht das Gefühl, dass die Gefahr besteht, dass man ohne sie scheitern wird, oder dass die nächsten Missionen dadurch ein einfacher Durchgang werden. Da hat man durchaus ein gutes Gleichgewicht geschaffen.

Ein bisschen schade ist, dass man sich vor der ersten Mission seinen Agenten aussucht, aber er noch über keinerlei wirkliche Fähigkeiten verfügt, welche man auch bei der ersten Mission einsetzen kann. Spannend wird es nach der Mission, wenn man die Bedrohungskarten abhandelt und seine Agenten verbessert.

TIME Stories Revolution – Experience, Rechte bei Asmodee

Ich bin zwar kein großer Fan von QR Codes bei Brettspielen, denn man kann sie nur so lange nutzen wie sie auch unterstützt werden, andererseits denke ich, dass man diese Missionen spielt, so lange sie aktuell erhältlich sind. Dafür hat man auch mehrere mögliche Pfade und Verzweigungen, wie man die große Geschichte selbst erleben kann.

TIME Stories Revolution – Experience ist eine Erweiterung für ein recht innovatives Spiel über mysteriöse Abenteuer in der Vergangenheit und Zukunft für 1 bis 4 Spieler. Dabei kann man seine Agenten verbessern, aber sie können auch Trauma erleiden. Es ist aber meist so, dass nicht jeder Agent sich verbessern kann, da man das Azrak dafür aufteilen muss, aber nicht behalten darf.

Die Spielregeln werden vereinfacht dargestellt

Man verwendet die Erweiterung immer vor und nach einer Mission. Jeder wählt einen Agenten, welchen er spielt, wobei in der Mission dieser ja einen Wirt besetzt.

Missions-Vorbereitung

  1. man wählt seinen Agenten aus den vorhandenen vier Agenten
  2. man nimmt etwaige Traumakarten, welche eine gewisse Einschränkung während der Mission darstellen
  3. man wählt aus seinen Fertigkeiten die aus, welche man mit in die Mission nehmen möchte.
    Fertigkeiten sind während einer Mission einmal einsetzbare Boni.

Missionsrückkehr

  1. Rekrutierung; während der Mission trifft man möglicherweise auf neue Rekruten, die man für die Agency gewinnen und ihre Fähigkeiten bei Bedrohungen zukünftig auch nutzen kann.
  2. Bedrohung; das Leben in der Agency ist kein Ponyhof, zwischen den Missionen kommt es zu Bedrohungen. Diese werden, gemäß dem Bedrohungsgrad vom jeweiligen Kartenstapel aufgedeckt und abgehandelt. Dazu benötigt man gewisse Kompetenzen und muss den Risikostapel verwenden. Man kann auch Azrak verwenden, welches man aber auch für die persönliche Entwicklung benötigt. Im besten Fall verhindern man ein Trauma. Die Bedrohungskarte wird anschließend entfernt, man wird dieser Bedrohung nie wieder begegnen.
  3. Persönliche Entwicklung; mit dem in der Mission gesammelten Azrak kann man nun Trauma behandeln und/oder Fertigkeiten erlernen. Jeder Agent hat eigene Fertigkeitsbäume, wobei die jeweiligen Fertigkeiten gut im Regelheft erklärt werden. Einige davon sind uns nützlicher erschienen als andere.
  4. Chronologie; die Geschichte entwickelt sich weiter. Völlig unabhängig davon welche Mission man gespielt hat, handelt man die Missionskarte der Reihe nach ab. Jede Missionskarte hat einen QR Code. Auf der Website handelt man dann die nächsten Schritte ab, teilweise auch abhängig davon wie gut man die Mission bewältigt hat.

TIME Stories Revolution – Experience stammt von Kevin Delp, Melissa Delp und Manuel Rozoy, die Spielidee zu Time Stories hatte Manuel Rozoy. Dieser hat neben Assassin’s Creed: Brotherhood of Venice vor allem ein Dutzend Erweiterungen zu T.I.M.E Stories entwickelt. Kevin und Melissa Delp haben durch eine Fan-Expansion zu TIME Stories auf sich aufmerksam gemacht.

Asmodee hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

TIME Stories Revolution – Experience, ursprünglich von Space Cowboys, ist im Juni 2020 bei Asmodee in deutscher Übersetzung erschienen. Wir haben bei unserem Test mit 4 Spielern ungefähr jeweils rund 10 bis 15 Minuten benötigt, exkl. Aufbau und Erklärung der Spielregeln.
80 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
ein interessantes Konzept als Erweiterung
die Traumata und Fertigkeiten sind gut ausbalanciert
die Geschichte klingt durchaus spannend
es ist eine rein optionale Erweiterung
Negatives
vor der ersten Mission noch keine Auswirkungen
keine Missionen enthalten, ist eine reine Ergänzung
nur interessant wenn man auch viele Missionen spielen will

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Category: Brettspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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