The Suicide of Rachel Foster

| 26. September 2020 | 0 Comments

Ich laufe durch das Hotel und glaube nicht nur, dass ich verfolgt werde, sondern ich weiß es. Außerdem kann ich Irving nicht erreichen. Bin ich jetzt völlig alleine? Nein, eben nicht, jemand ist im Hotel. Aber wer? Ich glaube nicht an Geister, aber etwas ist da und es lässt mich nicht los. Ich glaube es ist schon lange da und hat nur auf mich gewartet.

The Suicide of Rachel Foster, Rechte bei Daedalic Entertainment

The Suicide of Rachel Foster ist eine äußerst spannende Geschichte, die in einem entsetzlich abgelegenen Hotel spielt. Das Game hat alle Bestandteile für eine Horror Story, nämlich einen abgelegenen Ort, in unserem Fall ein Hotel, einen Schneesturm der Hilfe oder Flucht verhindert, ein altes Geheimnis, in unserem Fall ein totes Mädchen und eine tapfere Protagonistin, Nicole, welche im Mittelpunkt der Geschichte steht.

Die Atmosphäre ist sehr gelungen. Es ist beklemmend so ganz alleine in diesem Hotel zu sein, oder vielmehr nicht zu wissen, ob man alleine in diesem großen Gebäude ist. Das Finale ist nicht ganz so überzeugend. Es ist schön, dass man das Hotel zu fast zur Gänze erkunden kann, aber es gibt dann doch recht wenig Interaktionsmöglichkeiten. Es gibt auch einige Objekte zu finden, aber sie wirken leider ein bisschen aufgesetzt. Das Game hätte mehr Potential gehabt.

Man spielt rund 4 bis 5 Stunden an der Story, die recht kompakt erzählt wird. Es wäre aber gut gewesen, wenn man sich mehr auf die Ziele oder das Fortkommen in der Story konzentriert hätte. Das Game ist ein spannender Thriller und vor allem die Dialoge zwischen Irving und Nicole sind durchaus gelungen und haben Herz.

The Suicide of Rachel Foster spielt im Jahr 1993 in Montana, USA. Vor zehn Jahren ließen Nicole und ihre Mutter ihr Familienhotel zurück, als sie herausfanden, dass Nicoles Vater Leonard eine Affäre mit einer Teenagerin hatte, die kurz darauf schwanger wurde und sich dann das Leben nahm. Nach dem Tod ihrer beiden Eltern hofft Nicole den letzten Wunsch ihrer Mutter zu erfüllen und das Hotel zu verkaufen. Sie kehrt zum Hotel zurück, um den Erlös Rachels Familie zukommen zu lassen.

Zusammen mit dem Familienanwalt will sie das verfallende Haus schätzen lassen. Als das Wetter unerwartet umschlägt und Nicole im großen Haus in den Bergen festsitzt, ist ihre einzige Hilfe Irving, ein junger FEMA Beamter, mit dem sie über eines der ersten Mobiltelefone der Welt verbunden ist. Zusammen mit ihm beginnt Nicole ein Geheimnis aufzudecken, das weit mysteriöser ist, als die Leute im Tal dachten. Es ist eine Geschichte von Liebe und Tod, in der Melancholie und Nostalgie zu einer aufregenden Geistergeschichte verschmelzen.

The Suicide of Rachel Foster ist grafisch recht ordentlich, manchmal spielt sich aber eine gewisse Unschärfe ein. Die Stimmen sind gut vertont, aber leider gibt es keine deutsche Synchronisation. Man hat aber versucht die Zeit aus der das Hotel stammt, in der es seinen Höhepunkt erlebt hat, recht detailreich dazustellen und kann dadurch die Einsamkeit regelrecht fühlen, aber auch die Vergangenheit, als das Hotel noch vor Leben gebrummt hat. Besonders gelungen ist der Sound, durch den sich das Game sehr lebendig anfühlt.

The Suicide of Rachel Foster ist ein Adventure, welches von One-O-One Games entwickelt und von Daedalic Entertainment veröffentlicht wurde. Das italienische Studio One-O-One Games wurde im Jahr 2007 gegründet und hat nach zwei Arcade Games ihr großes Adventure The Suicide of Rachel Foster herausgebracht. Der deutsche Publisher Daedalic Entertainment wurde 2007 von Carsten Fichtelmann in Hamburg gegründet und zeichnet sich vor allem durch seine teils skurrilen, teils berührenden Adventures aus.

Daedalic Entertainment hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

The Suicide of Rachel Foster von Daedalic Entertainment haben wir auf der Xbox One mit einer Home Cinema Anlage LG Electronics BH9530TW getestet und das Game ist am 09. September 2020 für die PlayStation 4 und Xbox One erschienen.
78 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
die Story ist durchaus gelungen
vor allem der Sound ist atmosphärisch
das Hotel ist düster und mysteriös
die Dialoge zwischen Nicole und Irving sind voller Herz
Negatives
das Finale ist recht klischeehaft
grafisch gibt es einige Unschärfen
es gibt recht wenig Interaktionsmöglichkeiten
die Objekte haben kaum eine Bedeutung

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Category: Games, Xbox One

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About the Author ()

Ich habe früher auf einem C64, dem Amiga und dem PC gezockt. Jetzt zocke ich mittlerweile auf der XBox 360, Xbox One, WiiU, 3DS und PlayStation 4. Zusätzlich war ich längere Zeit als Redakteur bei einem der größten österreichischen Online Konsolen Magazine tätig. Aber im Grund meines Herzens bin ich einfach ein Gamer, der Spaß an spannenden, frischen, interessanten, unterhaltsamen Games hat und teste diese nun für Weltenraum auf Herz und Niere.

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