The Others – Zorn Erweiterung

| 15. Februar 2020 | 0 Comments

The Others – Zorn ist eine Erweiterung für das taktisches Brettspiel von Eric M. Lang, bei der ein Spieler die Rolle von einer der sieben Todsünden übernimmt, in dieser Erweiterung Zorn. Die anderen Spieler, die Helden, kämpfen um den, durch den Hellfire Club ausgelösten Untergang der Welt zu verhindern. Dabei müssen die Helden darauf achten selbst nicht der Verderbtheit zu unterliegen.

The Others – Zorn Erweiterung, Rechte bei Asmodee

The Others ist ein fesselndes, taktisches Brettspiel mit Slasher Elementen, welche an einen Thriller erinnern. Die Erweiterung Zorn bringt eine neue Todsünde mit ihren Figuren und Fähigkeiten ins Spiel. Im Kampf um das Schicksal der Welt kann es leicht passieren, dass man wütend wird. Die neue Sünde spielt mit der Wut der Helden und nutzt diese aus. Je mehr die Helden töten, desto mehr taktische Vorteile erhält der Sünden-Spieler. Zorn ist voller Angst, Wut und Hass, die perfekte Kombination für eine Nacht mit The Others und seinen Liebsten.

The Others konfrontiert die Spieler mit den Manifestationen der Todsünden selbst. Ein Spieler übernimmt dabei die Rolle einer Todsünde. Diese versucht die Stadt Haven ins Verderben zu stürzen. Als Mitglieder des gut ausgebildeten und schwer bewaffneten Heldenteams F.A.I.T.H. ziehen die übrigen Spieler in den Kampf gegen die Verderbtheit und Zerstörung der Metropole, doch müssen sie sich auch selbst vor dem alles verschlingenden Einfluss der Sünde schützen, sonst schreiten sie auf ihrem persönlichen Weg ins Verderben voran und können zu einer Gefahr für sich und das Team werden.

Durch die Erweiterung Zorn für The Others wird die Spielmechanik nicht verändert, nur eben erweitert. Es gibt neue Sündenkarten, die Boni beim Töten der Monster, oder für das Opfern der Monster durch den Spieler der Sünde, verleihen. Die Miniaturen sind schön gestaltet, auch wenn der Avatar fast ein wenig schmächtig für die Sünde des Zorns wirkt. Schade ist, dass es keine neuen Akolythen, aber vor allem keine neuen Fähigkeiten bzw. Verstärkungen für die Helden gibt.

Es gibt aber praktischerweise neue Sündenwürfel, die einfach die Anzahl aus dem Grundset erhöhen, weil man doch öfters mehr Würfel würfeln muss als einem zur Verfügung stehen. Auch wird die Abwechslung durch die Erweiterung größer. Man braucht schon eine neue Strategie und der Sündenspieler hat neue Möglichkeiten zur Verfügung bekommen. Das Powerniveau wird dadurch nicht spürbar stärker, die Spieler der Helden haben die gleiche Chance wie gegen die Sünden aus dem Grundspiel.

The Others wurde vom US-amerikanischen Spieleerfinder Eric M. Lang entwickelt, welcher bisher mehr als zwei Dutzend Spiele für die großen Spieleverlage in den USA entwickelt hat. Darunter bekannte Spiele wie XCOM: Das Brettspiel oder Chaos in der alten Welt.

The Others, ursprünglich von CMON, früher als CoolMiniOrNot bekannt, ist im Juni 2018 bei Asmodee in deutscher Übersetzung herausgekommen. Wir haben bei unserem Test mit 3 Spielern je Mission ungefähr 2 bis 3 Stunden benötigt, exkl. Aufbau.
70 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
bietet neue Taktiken und Optionen für den Sündenspieler
die zusätzlichen Würfel sind sehr praktisch
die Miniaturen sind sehr schön gefertigt
man muss keine neuen Regeln lernen
Negatives
eine nette Ergänzung, aber nicht notwendig
es gibt keine Erweiterung der Spielmechaniken
der Avatar wirkt fast etwas schmächtig

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Category: Brettspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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