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Terminator Genisys: Aufstieg des Widerstands

Es kommt auf die nächsten Stunden an, denn alles, wofür wir bisher gekämpft haben, steht auf dem Spiel und die Opfer sollen nicht vergebens gewesen sein. Wird der Widerstand leben und Skynet sterben? Stellt euch gemeinsam den Maschinen entgegen und erlebt in einer kleinen Kampagne aus mehreren Missionen den Aufstieg des Widerstandes. Wir spielen Terminator: Genisys.

Terminator Genisys - Aufstieg des Widerstands - Cover, Rechte bei Grimspire

In kaum mehr als zwei Jahrhunderten gebar die Menschheit das, was ihren eigenen Untergang einleiten sollte. Etwas, das niemals schläft, niemals atmet und niemals innehält: Skynet. Nun herrscht es beinahe unangefochten und terrorisiert die Menschheit. Wirst du dich dem Widerstand anschließen und dich den Maschinen entgegenstellen?

Terminator: Genisys ist ein kooperatives taktisches Kennerspiel für 1 bis 4 Spieler*innen ab 14 Jahren vom Autorentrio Josh Derksen, Thomas M. Gofton und Aron Murch, mit Grafiken des bekannten MTG-Designers Steve Argyle. Es liegt in euren Händen die verbliebenen Menschen aus den stählernen Klauen der Maschinen zu befreien, und zwar in einer sieben Missionen umfassenden, erzählerischen Kampagne. Darin gibt es einige Herausforderungen. Wie die Rettung Gefangener, die Auseinandersetzung mit Infiltratoren, die Beschaffung von Waffen und Vorräten, oder taktische Angriffe.

Es gibt zwei Arten das Spiel zu spielen, als Kampagne oder als Gefecht. Bei der Kampagne spielt man die im Missionsheft gegebenen Szenarien der Reihe nach durch und erlebt eine spannende Story. Aber man kann sich auch einzelne Missionen als Gefechte herausgreifen und diese ohne die zusammenhängende Geschichte zu spielen. Es gibt auch die Möglichkeit das Spiel in einer Solo-Variante zu spielen. Wobei hier ein*e Spieler*in die Kontrolle über mindestens zwei Charaktere übernimmt und die Regeln für die Anzahl an Charaktere übernimmt. Sonst werden keine weiteren Anpassungen vorgenommen.

Das Ziel

Ziel des Spieles ist, wenig überraschend, das Gefecht oder die Mission zu gewinnen. Dies geschieht, wenn alle Missionsziele erfüllt sind, wobei dabei teilweise auch die Reihenfolge wichtig ist. Die Spieler’innen verlieren, wenn eine Bedingung der Mission eingetreten ist, die den Verlust bedeutet oder wenn alle Charaktere außer Gefecht sind.

Der Spielablauf

Zunächst wird die Mission gewählt und jede*r wählt eine Farbe. Dann wird der Spielplan aufgebaut, die Marker und Angriffswürden werden verteilt, Ausrüstung und Waffen werden bereitgelegt. Anschließend werden die Charaktere gewählt, der Gegnervorrat gebildet und die Startpositionen eingenommen.

In jeder Runde hat jede*r Mitspieler*in einen Zug, wobei die Reihenfolge der Spieler*innen frei gewählt werden kann. Zunächst gibt es die Entscheidungsphase, in der entschieden wird, wer einen Zug ausführen darf. Diese*r Spieler*in wirft die 4 Aktionswürfel und weist sie den Aktionsfeldern am Tableau zu, um Aktionen auszuführen. Viele Aktionen haben Boni, basierend auf der Augenzahl des zugewiesenen Würfels. Man kann sich damit bewegen, angreifen, interagieren, sich ausruhen oder eine Spezialfähigkeit anwenden, die vom gewählten Charakter abhängig ist.

Anschließend folgt die Gegnerphase, in der für die gegnerische Verstärkung gewürfelt wird. Dann bewegen sich Gegner und greifen an. Nun folgt noch das Ende der Runde, bei dem spezielle Effekte von Karten oder Missionen auftreten können. Anschließend beginnt eine neue Runde mit der Entscheidungsphase.

Das Spielende

Die Mission endet sofort, sobald alle Missionsziele erfüllt wurden. Man folgt den Anweisungen der Belohnungen im Missionsheft, bekommt zusätzliches Spielmaterial und kann Klassenkarten erhalten. Es ist also wichtig, sich diese Informationen für jeden Charakter zu vermerken, wenn man die Mission an einem anderen Tag fortführen will. Bei den Gefechten ist dieser Schritt nicht notwendig, allerdings entwickeln sich dann die Charaktere auch nicht weiter.

Sehr nett ist, dass es recht einfache Regeln gibt, um den Schwierigkeitsgrad anzupassen. Sowohl für ein einfacherers Spiel, als auch für ein schwierigeres Spiel. Wir fanden die Standard-Schwierigkeit aber ganz gut und haben diese beibehalten.

Terminator Genisys - Aufstieg des Widerstands - Spielaufbau, Rechte bei Grimspire
Terminator Genisys – Aufstieg des Widerstands – Spielaufbau, Rechte bei Grimspire

Die Handlung der Missionen folgt grob der ersten Sequenz des lizenzgebenden Kinofilms. John Connor zieht mit einigen Gefährten los, um Skynet zu zerstören, eine Zeitmaschine, die danach trachtet seine Geburt zu verhindern. Im Brettspiel wurden ein paar erzählerische Schlenker eingebaut und man hält sich nicht akribisch an den Film. So sind der T-800 und der T-1000 gleich verfügbar, auch wenn sie im Film erst später auftreten. Aber prinzipiell wurde die Stimmung des Filmes ganz gut eingefangen, im Gegensatz zu eineigen anderen Versuchen das Thema in einerm Brettspiel einzufangen.

Die Grafik des Spielmaterials ist recht gut gelungen und das Material durchaus qualitativ, wenngleich ein paar Miniaturen etwas fragil erscheinen. Außerdem ist die Größe der unterschiedlichen Miniaturen ungefähr gleich, man darf sich hier keine maßstabsgeträuen Figuren erwarten. Die Regeln sind recht hilfreich, wenngleich ein paar zusätzliche Beispiele oder erklärende Sätze, bzw. ein FAQ oder dergleichen nicht schaden würden.

Unsere Spiele

Das Spiel selbst spielt sich schnell und gut. Man wartet nicht so lange, bis man an die Reihe kommt und kann taktisch vorgehen, indem man die Spieler*innenreihenfolge jede Runde neu festlegen kann. Die Kämpfe sind recht einfach gestaltet, man muss nur aufpassen, nicht zu sehr ins Kreuzfeuer zu geraten, sonst wird man außer Gefecht gesetzt. Auch die Kampfregeln sind relativ einfach. Die Gegner rotierten immer etwas durch. Ein bisschen schade ist nur, dass man sich auf drei Gegnerarten beschränkt hat, die kampfstarken T-800er, die schnellen HK-8-Flugdrohnen und die T-72-Plattformen, die hohe Reichweite haben und zwei Mal schießen können, wenn sie sich nicht bewegen. Man kommt recht schnell ins Spiel hinein und hat nicht unnötig viele Regeln, trotzdem ist es spannend und strategisch.

Terminator-Fans werden sicher ein paar Kritikpunkte am Spiel, bzw. der Story haben, allerdings finden wir, dass die Stimmung gut rüberkommt und ein halbwegs gutes, taktisches Brettspiel vorliegt.

Grimspire hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Terminator Genisys: Aufstieg des Widerstands, ursprünglich bei River Horse Games erschienen, ist im September 2020 bei Grimspire in deutscher Übersetzung erschienen. Wir haben bei unserem Test mit 3 Spielern ungefähr 90 Minuten pro Partie benötigt, exkl. Aufbau und Erklärung der Spielregeln.

82
%
Es liegt in euren Händen die verbliebenen Menschen aus den stählernen Klauen der Maschinen zu befreien und zwar in einer sieben Missionen umfassenden, erzählerischen Kampagne. Darin gibt es einige Herausforderungen, wie die Rettung Gefangener, die Auseinandersetzung mit Infiltratoren, die Beschaffung von Waffen und Vorräten, oder taktische Angriffe.
Pros
  • nette Geschichte, gut in Missionen verpackt
  • gute Mischung aus Strategie und ein bisschen Glück
  • bringt die Terminator-Atmospähre gut rüber
  • relativ einfache Regeln
  • auch solo ganz gut spielbar
Cons
  • Wiederspielwert nach Durchspielen der Story etwas geringer
  • teilweise könnten die Regeln besser mit Beispielen versehen sein
  • ein paar Miniaturen wirken etwas fragil

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