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Talberg 1935

Talberg 1935 von Max Korn ist ein deutscher Krimi und der erste Teil der Talberg-Reihe. Der Mord an dem Lehrer Steiner, dem Sohn des reichsten Bauern von Talberg, löst eine Reihe von tragischen Ereignissen aus und alle im Dorf fragen sich wer der Mörder ist und ob er unter ihnen lebt.

Talberg 1935 von Max Korn

Talberg 1935 ist ein spannender Roman, der sich nur sehr langsam aufbaut. Es dauert recht lange, bis der ungeliebte Bruder, welcher aus dem Krieg überraschend heimkehrt, auf den Seiten auftaucht. Dem Autor gelingt es nicht unbedingt einen zu fesseln, zu ausufernd sind seine Erzählungen, zu sehr verliert er sich in Nichtigkeiten.

Aber er beschreibt die verschorene Dorfgemeinschaft sehr authentisch, das Eigenbrötlerische, das Armselige und Althergebrachte. So fragwürdig das ist, wird jeder dieser Aspekte verbissen verteidigt. Es gibt keine Schönheit in Talberg, weder im Äußerlichen, noch in den Seelen dieser Menschen. Ein Lichtblick ist dabei Elisabeth, welche aber fast zu gut, zu schön, zu lieb ist, für dieses Dorf.

Auch erscheint Wilhelm, der so abweisend zu seiner Frau ist, überraschend besorgt um sie zu sein, auch wenn vieles von seiner Motivation im Dunkeln bleibt, da er der tote Lehrer ist und wir nur von seinen Handlungen im Nachinhein lesen, oder von den anderen Dorfbewohnern über ihn etwas erfahren. Gelungen ist das Ende. Alles wird, wenngleich nicht immer völlig schlüssig, erklärt.

Talberg 1935 handelt von Steiner, dem Dorflehrer, welcher einen Turm bauen lassen hat, angeblich für Vermessungszwecke. Doch im Wirtshaus erzählen sich die Dorfbewohner, er beabsichtige seine Frau dort hinunterzuwerfen. Aber dann liegt er selbst unten, mit zerschmettertem Schädel und leeren Augen.

Wer hat seinen perfiden Plan für sich missbraucht? Und wer erbt jetzt den Hof, den der Lehrer nie haben wollte? Seine Frau, oder der ungeliebte Bruder, dessen Name voreilig ins Kriegerdenkmal gemeißelt worden war? Doch er kehrte zurück und statt seines Lebens hat er nur einen Arm im Krieg gelassen und jegliche Menschlichkeit.

Max Korn ist das Pseudonym von Oliver Kern, 1968 in Esslingen am Neckar geboren, der im Bayerischen Wald aufgewachsen ist. Seine Romane stehen regelmäßig in den Top 20 der SPIEGEL-Bestsellerliste. Einen Teil seiner Jugend verbrachte Korn in dem kleinen Ort Thalberg im Bayerischen Wald, dessen Geschichte und Legenden ihn zu seiner großen neuen Spannungstrilogie inspirierten.

Der Heyne Verlag zählt zu den größten deutschen Verlagshäusern und wurde 1934 in Dresenden von Wilhelm Heyne gegründet. Der Verlag mit Sitz in München, gehört seit 2003 zur Verlagsgruppe Random House und vertreibt Literatur abseits der ausgetretenen Mainstream-Pfade, auf denen sich alle tummeln. Der Roman erschien als Original im Heyne Verlag.

Heyne hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Fotos: Sofia Eckerblad; Heyne und Verlagsgruppe Random House
Talberg 1935 von Max Korn ist seit August 2021 bei Heyne als eBook und auch als Paperback und Hörbuch verfügbar.
79 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
am Ende wird alles durchaus gut aufgeklärt
dem Autor gelingt eine interessante Erzählung
das Dorf und seine Bewohner werden authentisch beschrieben
die Umbrüche der Zeit und Gesellschaft sind gelungen
es bleibt bis zur letzten Seite ziemlich spannend
Negatives
der Autor verliert sich in Ausschweifungen
nicht alle Motive erscheinen einem schlüssig
Elisabeth ist ohne jeglichen Fehl und Tadel
79
%
Talberg 1935 von Max Korn ist ein deutscher Krimi und der erste Teil der Talberg-Reihe. Der Mord an dem Lehrer Steiner, dem Sohn des reichsten Bauern von Talberg, löst eine Reihe von tragischen Ereignissen aus und alle im Dorf fragen sich wer der Mörder ist und ob er unter ihnen lebt.
Pros
  • am Ende wird alles durchaus gut aufgeklärt
  • dem Autor gelingt eine interessante Erzählung
  • das Dorf und seine Bewohner werden authentisch beschrieben
  • die Umbrüche der Zeit und Gesellschaft sind gelungen
  • es bleibt bis zur letzten Seite ziemlich spannend
Cons
  • der Autor verliert sich in Ausschweifungen
  • nicht alle Motive erscheinen einem schlüssig
  • Elisabeth ist ohne jeglichen Fehl und Tadel

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