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Tagebuch einer Lady auf dem Lande

Mit dem Tagebuch einer Lady auf dem Lande hatte die britische Autorin E. M. Delafield ihren großen Durchbruch. Auch heute, rund 80 Jahre nach dem Erscheinen hat der Roman, mit der Betrachtungsweise der Autorin über die Skurrilitäten des Landlebens nichts von seinem Humor verloren.

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Tagebuch einer Lady auf dem Lande (Diary of a Provincial Lady) ist ein Roman, der so britisch ist wie ein 5 Uhr Tee, eine witzige Selbstbetrachtung und Reflexion über das britische Landleben der 20er Jahre. Die sehr persönliche Art der Autorin, gleichsam Protagonistin, machen den Roman sehr erfrischend zu lesen. Angenehm ist, dass der Roman ohne jede Effekthascherei auskommt, sondern die Skurrilitäten einer Lady auf dem Lande erzählen.

Auch aus der Sicht unserer Zeit heraus betrachtet und sie zwischen Haushaltspflichten, Tee-Partys, Dorfklatsch, Dinnergesellschaften und Wohltätigkeitskomitees ihr Tagebuch führt. Glücklicherweise finden sich im Anhang alle Übersetzungen zu den französischen Sätzen des Kindermädchens.

Erheiternd sind ihr täglicher Kampf mit der Gartenarbeit, dem Wetter, der Bank, ihrer Konkurrentin Lady B. und – wie fast bei jeder Frau – mit ihrem Kleiderschrank. Und gewöhnlich reagiert sie auf Widrigkeiten mit der Erkenntnis, dass ihr Leben ganz und gar unerträglich ist, und sich einen neuen Hut kauft.

Edmée Elizabeth Monica Dashwood hatte schon ein Dutzend Werke zu Papier gebracht als sie mit dem Roman Tagebuch einer Lady auf dem Lande ihren großen Durchbruch schaffte. Aufgewachsen im britischen Kolonialreich als Tochter es französischen Grafen und einer britischen Schriftstellerin, begann sie ihre Karriere mit ihren Arbeiten für eine feministische Frauenzeitschrift.

Ihrem Tagebuch vertraut die Lady auf dem Lande ihre Sorgen, Nöte und Hoffnungen an, sei es die ewige Sorge ums Geld und der Briefverkehr mit ihren Schuldnern, oder sei es die Angst, dass ihr das Personal wegläuft und dass sie keinen Ersatz finden könnte. Die regelmäßigen Besuche im Pfandhaus und dass der geerbte Diamantring dort häufiger in Obhut ist, als er an ihrem Finger glitzert, ist ebenfalls Teil des Buches.

Ihr Gatte Robert hüllt sich gerne in Schweigen, das Nesthäckchen Vicky wird vom empfindlichen französischen Kindermädchen umsorgt, welches sich beharrlich weigert auch nur einen einzigen englischen Satz zu sprechen und ihr Sohn Robin besucht bereits das Internat, wobei sie zwischen Mutterliebe und der Angst ihn zu bemuttern hin- und hergerissen ist.

Tagebuch einer Lady auf dem Lande erscheint am 19. November 2012 im Manhattan Verlag.

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Tagebuch einer Lady auf dem Lande (Diary of a Provincial Lady) ist ein Roman, der so britisch ist wie ein 5 Uhr Tee, eine witzige Selbstbetrachtung und Reflexion über das britische Landleben der 20er Jahre. Die sehr persönliche Art der Autorin, gleichsam Protagonistin, machen den Roman sehr erfrischend zu lesen. Angenehm ist, dass der Roman ohne jede Effekthascherei auskommt, sondern die Skurrilitäten einer Lady auf dem Lande erzählen.
Pros
  • skurrile Erzählungen
  • witzige Episoden
  • es steckt viel Persönliches darin
Cons
  • Französischkenntnisse von Vorteil
  • Erzählung nicht unbedingt zeitgemäß

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