T.I.M.E Stories – Hinter der Maske

| 7. September 2019 | 0 Comments

Es ist mal wieder Zeit für die T.I.M.E-Agents einen Auftrag zu erledigen. Dieser Auftrag führt die Agenten ins alte Ägypten, tausende Jahre in die Vergangenheit. Sie müssen dafür Sorge tragen, dass Howard Carter, der Archäologe, das Grab des Tutanchamun unberührt entdecken wird können. Es klingt nicht schwer ein paar Grabräuber zu überführen, aber es ist keine leichte Aufgabe für die Zeitagenten.

Spielschachtel

T.I.M.E Stories – Hinter der Maske, Rechte Asmodee

T.I.M.E Stories – Hinter der Maske ist die vierte Mission und bietet wieder eine knifflige Herausforderung für die Spieler. Stärker als bei anderen Missionen muss man sich überlegen in welcher Reihenfolge man welche Orte besucht und es gibt wieder mehrere Wege die Mission erfolgreich abzuschließen. Die Schwierigkeit liegt darin, dass die einzelnen Wege sehr lange dauern und man braucht bei den einzelnen Örtlichkeiten oft Gegenstände, die man an anderen Orten erhält. So liegt der Fokus eindeutig auf taktischen Entscheidungen und weniger auf Kämpfen oder dergleichen.

Die Gefahr des Medjai kann man dabei durch eine kluge Auswahl der Charaktere umgehen. Sehr spannend ist auch die Möglichkeit fast fliegend die Wirte der Zeitagenten zu wechseln, und das wird man immer wieder machen. Auch hier gilt, das sgute Planung sehr wichtig ist, um dann zügig die Mission zu lösen, wobei man auch dabei sicher mehrere Durchgänge brauchen wird. Das Wechseln der Charaktere macht durchaus Spaß, vor allem kann man dadurch gute Kombinationen wählen.

T.I.M.E Stories ist ein „Decksploration“-Spiel, das von Manuel Rozoy und Peggy Chassenet erfunden wurde. Es ist ein recht innovatives Brettspiel über mysteriöse Abenteuer in der Vergangenheit für 2 bis 4 Spieler. Dabei begibt man sich auf Zeitreisen, bei denen man gemeinsam mysteriöse Vorfälle untersucht, um eine Störung in der Zeitlinie zu beheben.

Das Spielprinzip wird durch die Erweiterung nicht wesentlich verändert, sondern die Erweiterung beinhaltet ein neues Abenteuer. Es werden Karten, die eine Szene darstellen, auf den Feldern aufgelegt und die Spieler können sich für einzelne Karten entscheiden, um den Text auf der Rückseite, der den Bildaspekt beschreibt, zu lesen. Die Erweiterung selbst ist nicht besonders kampfbetont, dennoch sind Krieger durchaus wichtig bei der Mission.

Wir haben auch über das Grundspiel T.I.M.E Stories berichtet.

Die Entscheidungen und Rätsel sind durchaus spannend gestaltet und wir haben uns gefreut, als wir das Ziel unserer Mission erreicht haben. Interessant in diesem Abenteuer ist, dass es auch Karten gibt, die verschwinden, sollte sich keiner der Agents gleich zu Beginn dorthin begeben. Interessant an dieser Erweiterung ist außerdem, dass man recht einfach und sehr oft seine Charaktere wechseln kann. Die Gefahr durch die Medjai wurde bei uns niemals schlagend.

Bei unserem Test haben wir im dritten Anlauf unsere Mission erfolgreich erfüllt, aber der Weg bis dahin war recht dornig. Das Spiel war nicht schlecht, sondern spannend und voller Hindernisse. Das Szenario für T.I.M.E Stories – Hinter der Maske stammt von Guillaume Montiage und Manuel Rozoy, die Spielidee zu Time Stories hatte Manuel Rozoy.

T.I.M.E Stories – Hinter der Maske, ursprünglich von Space Cowboys, ist im Mai 2018 bei Asmodee in deutscher Übersetzung als Neuauflage herausgekommen. Wir haben bei unserem Test mit 3 Spielern ungefähr 4 Stunden benötigt, exkl. Aufbau und Erklärung der Spielregeln.
80 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
eine sehr taktische Mission
Entscheidungen sind wichtiger als Kämpfe
die raschen Charakterwechsel sind echt fein
sehr schönes und stimmungsvolles Design
Negatives
man kann sich fast zu leicht verirren
die Medjai Spielmechanik ist nicht gelungen
fast ein wenig zu unspektakulär

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Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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