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Supernova

Supernova von Cixin Liu ist ein interessanter Science-Fiction-Roman, welcher das alte Lied von Herbert Grönemeyer, Kinder an die Macht konsequent umsetzt, als eine Art globale Version von Herr der Fliegen. Es ist eine Postapokalypse, in der nur Kinder überlebt haben.

Supernova

Supernova ist eine postapokalyptische Dystopie und fast schon, wenngleich unfreiwillig, eine Persiflage auf die Zeit nach der Apokalypse. Es ist eines der frühen Werke des chinesischen Autors und zeigt dem Leser, welchen großen, weiten Weg er als Schriftsteller zurückgelegt hat.

Die Dialoge sind recht hölzern, die Figuren wirken noch sehr schablonenhaft. Auch die Entwicklung der Geschichte ist einerseits nicht immer logisch, andererseits wirkt es wie aus dem Lehrbuch einer kommunistischen Utopie, mit einem dekadenten und verrückten Westen.

Die Ansätze der Grundprämisse, dass alle Menschen, bis auf die Kinder sterben, ist durchaus tragisch, aber auch spannend. Das Gedankenspiel, wie würde unsere Zivilisation auf die bevorstehende Auslöschung aller Erwachsenen reagieren, ist interessant.

Spannend ist auch, wie Kinder eine Welt regieren würden, wenn man sie monatelang darauf vorbereiten würde. Klar ist, die Welt der Kinder wäre keine Welt der Erwachsenen. Die Schlüsse, die Cixin Liu daraus zieht, sind eher etwas hanebüchen. Sie sind interessant, aber weder logisch noch schlüssig.

Das Buch

Supernova handelt vom letzten Tag der Menschheit, welcher angebrochen ist. Eine gewaltige Strahlenwolke, ausgelöst durch eine Sternexplosion acht Jahre zuvor, wird schon bald alle Menschen über dreizehn Jahren töten. Seit acht Jahren läuft der Countdown.

Seitdem werden die Kinder und Jugendlichen der Welt auf eine Zukunft alleine vorbereitet. Einige von ihnen wollen jedoch gar nicht so weitermachen wie zuvor. Sie träumen von einer neuen, besseren Zukunft für sich und ihren Planeten. Dies ist ihre Geschichte.

Die Autor*innen

Cixin Liu, geboren 1963 in Yangquan, ist ein chinesischer Science-Fiction-Autor und neunfacher Galaxy-Award-Gewinner, sowie einmaliger Hugo-Awards-Träger. Er ist der erfolgreichste chinesische Science-Fiction-Autor. Des Weiteren hat er lange Zeit als Ingenieur in einem Kraftwerk gearbeitet, bevor er sich ganz seiner Schriftstellerkarriere widmen konnte.

Der Verlag

Der Heyne Verlag zählt zu den größten deutschen Verlagshäusern und wurde 1934 in Dresden von Wilhelm Heyne gegründet. Der Verlag, mit Sitz in München, gehört seit 2003 zur Penguin Random House Verlagsgruppe. Das Verlagsprogramm reicht dabei von Kriminalromanen und Thriller über Fantasy, Liebesromanen bishin zu Sachbüchern renommierter Expert*innen.

Der Roman erschien im Original unter dem Titel Chaoxinxing Jiyuan im Verlag Chongqing Publishing & Media, China.

Heyne hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Fotos: © Li Yibo / Heyne

Supernova von Cixin Liu, in der Übersetzung von Karin Betz, ist seit Dezember 2021 bei Heyne als Paperback, Hörbuch und E-Book erhältlich.

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Supernova ist eine postapokalyptische Dystopie und fast schon, wenngleich unfreiwillig, eine Persiflage auf die Zeit nach der Apokalypse. Es ist eines der frühen Werke des chinesischen Autors und zeigt dem Leser, welchen weiten Weg er als Schriftsteller zurückgelegt hat. Die Umsetzung ist nämlich leider sehr schwach, wenngleich die Grundidee durchaus interessant ist.
Pros
  • eine interessante Ausgangslage
  • eines der Frühwerke von Cixin Liu
Cons
  • es wirkt wie aus dem kommunistischen Lehrbuch
  • handwerklich leider recht schwach ausgefallen
  • die Schlüsse, die der Autor zieht, sind hanebüchen

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