Star Wars: Outer Rim

| 19. September 2020 | 0 Comments

Star Wars: Outer Rim, für 1 bis 4 Spieler von Corey Konieczka und Tony Fanchi, ist ein Brettspiel über die Jagd nach Prestige, bei dem die Spieler in die Rolle von Kopfgeldjägern, Schmugglern und Söldnern schlüpfen, welche ausziehen, um dem Outer-Rim-Territorium ihren eigenen Stempel aufzudrücken.

Star Wars: Outer Rim, Rechte bei Asmodee & Lucasfilm Ltd.

Star Wars: Outer Rim ist sehr gelungen, die Star Wars Atmosphäre ist spürbar, man hat viele Möglichkeiten, um Prestige zu erlangen und man muss auch immer ein Auge auf die verschiedenen Fraktionen haben. Im Laufe des Spiels trifft man auf kleine Geschichten, die erzählt werden. Wir hatten wirklich viel Spaß und konnten recht schnell ins Abenteuer einsteigen.

Das Artwork ist sehr gelungen, die Route durch das Outer Rim, mit zwei Sackgassen, ist ungewohnt, aber im Spiel hat es dann besser funktioniert als gedacht. Dafür ist Kessel keine wirkliche Alternative. Die Route müsste schneller sein und dürfte dafür durchaus gefährlicher sein, aber so wurde sie von uns eher brach liegen gelassen. Die feindlichen Patrouillen sind zunächst recht gut handhabbar, sie werden nur mit der Zeit immer gefährlicher, da ist oft Flucht besser als der Kampf.

Es gibt viele Möglichkeiten, was man machen kann und die verschiedenen NPCs, die man aufsuchen kann, machen das Spiel durchaus stimmungsvoll. Die verschiedenen Aufträge sind recht abwechslungsreich, aber nur selten kann man gegen anderen Spieler kämpfen, oder ihr Vorankommen beeinflussen. Das wäre aber für Star Wars ebenfalls stimmungsvoll gewesen. Ein wichtiger Bestandteil des Spiels ist auch der Ruf, den man bei den verschiedenen Fraktionen hat und der wiederum zu verschiedenen Auswirkungen führt.

Der Spielablauf wird vereinfacht dargestellt

Wer am Zug ist, führt die folgenden drei Schritte der Reihe nach aus:

Planungsschritt
Man darf sich bewegen, allen Schaden regenerieren oder 2.000 Credits erhalten.

Aktionsschritt
Man darf beliebig viele Aktionen durchführen, z. B. Karten vom Markt kaufen, Fracht abliefern oder einen Gefangenen gegen Kopfgeld eintauschen. Die Aktionen werden vor allem durch die Anzahl der Credits, die man besitzt, beschränkt.

Begegnungsschritt
Man handelt genau 1 Begegnung ab, normalerweise indem man eine zum Feld passende Begegnungskarte zieht.

Anschließend ist der nächste Spieler an der Reihe und zwar so lange bis ein Spieler die erforderliche Anzahl an Prestige sammeln konnte.

Das Spiel wurde von Corey Konieczka und Tony Fanchi erfunden. Corey Konieczka hat bereits mehr als ein Dutzend Spiele erfunden, in ebenso vielen Jahren, oft in Zusammenarbeit mit anderen Spielerfindern. Unter seinen Spielen sind z.B. Descent: Reise ins Dunkel, Eldritch Horror, Star Wars: Imperial Assault oder Star Wars: Rebellion. Für Tony Fanchi ist Star Wars: Outer Rim sein erstes großes Brettspiel.

Asmodee hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Star Wars: Outer Rim erschien im September 2019 beim Spieleverlag Asmodee. Wir haben bei unserem Test mit 3 Spielern ungefähr 150 bis 180 Minuten für dieses Spiel benötigt, inkl. Erklärung und Aufbau des Spiels.
85 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
das Brettspiel hat eine sehr durchdachte Spielmechanik
die Star Wars Schmuggler- & Kopfgeldjäger-Atmosphäre ist gelungen
die Begegnungen mit den Filmfiguren ist sehr stimmungsvoll
der Ablauf ist sehr schnell verständlich
Negatives
man agiert eher selten gegeneinander
die Kesselroute ist nicht gut gelöst

Tags: , , , , , , , , , , ,

Category: Brettspiele, Spiele

avatar

About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.