Spiele-Comic Abenteuer: Ritter #3 – Die verlorene Stadt

| 15. Januar 2021 | 0 Comments

Spiele-Comic Abenteuer: Ritter #3 – Die verlorene Stadt von Shuky, mit den Zeichnung von Wlatch, ist ein Solo-Abenteuer-Comic für Kinder. Als Ritter, wobei es verschiedene Klassen gibt, erreichst du eine Insel, auf der sich eine verlorene Stadt voller Schätze befinden soll. Man braucht keine Vorkenntnisse, um dieses Abenteuer spielen zu können.

Spiele-Comic Abenteuer: Ritter #3 – Die verlorene Stadt, Rechte bei Pegasus Spiele

Spiele-Comic Abenteuer: Ritter #3 – Die verlorene Stadt ist eine sehr interessante Mischung aus einem klassischen Soloabenteuer als Comic-Abenteuer. Das Abenteuer ist eine klassische Schatzsuche. Es gibt Skelettwächter, Fallen, Schätze, aber auch hilfreiche Geister, die einem helfen. In einem Soloabenteuer liest man eine Geschichte. Man muss immer wieder Entscheidungen treffen, dazu werden verschiedene Abschnittsnummern geboten und je nachdem wie man sich entscheidet, liest man beim jeweiligen Abschnitt weiter.

Der Ablauf selbst ist recht einfach und richtet sich vor allem an jüngere Spieler. Man wählt seinen Schwierigkeitsgrad. Knappe eignet sich für sehr junge Spieler, da viele Rätsel leichter sind und es weniger Spielwerte gibt, Ritter, die Standard Schwierigkeit oder Veteran, falls man seinen Charakter aus einem früheren Abenteuer weiterspielen möchte, gibt es auch noch. Anschließend wählt man seine Klasse: Krieger, Zauberer, Bogenschütze, oder ein bisschen verwirrend, man spielt Karinka. Diese Klasse ist nämlich nach der Figur benannt.

Anschließend füllt man seinen Charakterbogen aus. Es gibt drei Attribute: Stärke, Geschicklichkeit und Intelligenz. Bei einer Probe wird im Text nachgefragt, ob man einen gewissen Wert hat, bzw. liest man unterschiedliche Abschnitte, je nachdem ob man den Wert erreicht, unterschreitet oder übertrifft. Es gibt auch Angriffspunkte und Verteidigungspunkte. Außerdem sammelt man Erfahrungspunkte, um seine Stufe und damit seine Fähigkeiten zu erhöhen. Dann kann man noch Goldmünzen und Ausrüstung notieren, welche meist Boni verleihen, oder im Text nachgefragt werden.

Das Spiele-Comic Abenteuer: Ritter #3 – Die verlorene Stadt ist der dritten Teil der Ritter-Reihe, welcher aber unabhängig von den anderen Ritter-Spiele-Comics spielbar ist. In diesem Abenteuer verschlägt es den Spieler in die namensgebende Umgebung. Dort macht er sich auf die Suche nach wertvollen Schätzen, doch die Stadt der Untoten ist voller Gefahren. Kämpfe müssen gefochten und Rätsel gelöst werden, um ruhm- und siegreich aus dem Abenteuer hervorzugehen.

Der Kampf ist recht einfach, und zeitgleich ein Ärgernis. Es gibt ein Rad zum Ausschneiden, doch leider wurde dafür kein dickes Papier verwendet. Diese Scheibe soll man bei einem Kampf zwischen die Fingern nehmen und drehen, aber sie dreht sich nur äußerst schlecht. Hilfreicher ist es, das Rad auf einen Karton aufzukleben. Außerdem hält man das Rad zwischen Daumen und Zeigefinger. Es gibt acht Abschnitte auf dem Rad und man soll den verwenden, auf den der Daumen zeigt. Nur wenn man das Rad hält, zeigt der Daumen nicht unbedingt auf einen Abschnitt.

Ich habe dann einfach die acht Abschnitte durchnummeriert und einen W8 zum Spielen verwendet. Das war wesentlich angenehmer und besser als das Rad zu drehen und zu entscheiden wohin mein Daumen zeigt. Ein kleiner Nachteil ist auch, dass, wenn man das Rad ausgeschnitten hat, man nicht unbedingt mehr weiß, welche Trefferart welche Auswirkung hat. Es wird abwechselnd angegriffen. bei einem Treffer werden von den Angriffspunkten die Verteidigungspunkte abgezogen und der Rest wird von den Lebenspunkte abgezogen. Wer auf 0 LP fällt, hat verloren.

Kämpfe und Rätsel wechseln sich ab, wobei es viele Entscheidungen zu treffen gibt. Die Zahlen auf den Bildern sind oft versteckt, was durchaus nett ist, weil jedes kleine Panel so zum Suchbild wird. Einzig bei den Kämpfen ist es unnötig die Zahl, wie man weiterkommt, zu verstecken. Sehr gut gefällt mir auch, dass es bei den Rätseln oft Symbole gibt und dass man bei der Lösung das gleiche Symbol sieht, um zu wissen, ob man das Rätsel richtig gelöst hat. Falls man sich vertan hat, fehlt das Symbol.

Die Zeichnungen sind recht kindlich und auch die Kämpfe sind recht kindergerecht. Es ist eben ein großes Abenteuer, weniger eine brutale Geschichte, wobei es mehr ein Piraten- und exotisches Südssefeeling hat, als ein Rittergefühl. Deswegen ist das Abenteuer aber nicht weniger unterhaltsam. Da man vermutlich nicht gleich alle Schätze entdeckt, gibt es auch einen Wiederspielwert, um eine möglichst hohe Belohnung am Ende zu erhalten.

Pegasus Spiele hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Spiele-Comic Abenteuer: Ritter #3 – Die verlorene Stadt ist ein Solo-Abenteuer Spielbuch von Pegasus Spiele und es ist ab 18. November 2019 als Hardcover erhältlich.
85 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
die Geschichte ist toll, auch für jüngere Spieler
die Zeichnungen sind freundlich und kindergerecht
die Spielmechanik wird gut erklärt und ist verständlich
es gibt unterschiedliche Schwierigkeitsgrade
Negatives
das Rad für den Kampf funktioniert einfach nicht
einige Abschnitte sind etwas verwirrend

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Category: Rollenspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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