Revanche

| 22. Dezember 2019 | 0 Comments

Revanche – Der zehnte Fall für Bruno, Chef de police von Martin Walker ist weder ein reißerischer Kriminalfall, noch besonders blutig. Er hat auch keinen Kommissar, der gebrochen ist, im Gegenteil, Bruno Courrèges liebt das Leben, die französische Küche und die Bewohner von Saint-Denis, ein malerisches Dorf in der historischen Region Périgord in Südfrankreich.

Revanche – Der zehnte Fall für Bruno, Chef de police von Martin Walker, Rechte bei Diogenes

Martin Walker liebt nicht nur seinen Dorfpolizisten, wie er ihn liebevoll nennt, sondern liebt auch die französische Küche. Seine Beschreibung der Zubereitung der Gerichte ist so detailreich, dass man ganz versucht ist, sich an den Herd zu stellen. Mir persönlich ist der Roman fast zu sehr in die lokale französische Politik verstrickt.

Der Fall bekommt ganz besondere politische Dimensionen, was mich nicht stört, einzig, ich kenne die französische Situation zu wenig, um Gefallen an den kleinen politischen Spitzen und Beschreibungen zu finden. Besser gefällt mir, dass der Kriminalfall langsam von Martin Walker entblättert wird. Doch obwohl seine Beschreibungen sehr schön und ausführlich sind, fesseln kann er mich damit leider nicht.

Revanche – Der zehnte Fall für Bruno, Chef de police, handelt davon, dass Bruno Courrèges eine junge Kollegin aus Guadeloupe zur Seite gestellt bekommt, die seine Ermittlungsmethoden studieren und ihn in puncto soziale Medien auf den neuesten Stand bringen soll. Doch ihnen bleibt wenig Zeit.

Vor den prähistorischen Höhlen unterhalb der Templerburg Commarque wird nämlich die Leiche einer Archäologin entdeckt, die dort nach einem jahrtausendealten religiösen Artefakt suchte. Dessen Fund würde im Nahen Osten für gefährlichen Aufruhr sorgen, von Saint-Denis ganz zu schweigen. Nur eine sehr innige Abstimmung zwischen Brunos und Amélies Ermittlungsmethoden könnte noch rechtzeitig eine Katastrophe verhindern.

Martin Walker, geboren 1947 in Schottland, ist Schriftsteller, Historiker und politischer Journalist. Er lebt in Washington und im Périgord und war 25 Jahre lang bei der britischen Tageszeitung ›The Guardian‹. Er ist im Vorstand eines Think-Tanks für Topmanager in Washington. Seine Krimis über den Dorfpolizisten erscheinen in 18 Sprachen.

Daniel Keel gründete 1952 im Alter von 22 Jahren den Diogenes Verlag mit Sitz in Zürich. Heute zählt der Verlag zu den größten unabhängigen Belletristikverlagen Europas, mit internationalen Bestsellerautoren wie Donna Leon, John Irving, Martin Suter, Paulo Coelho, Martin Walker, Bernhard Schlink und Patrick Süskind. Revanche erschien im Original unter dem Titel The Templars‘ Last Secret im Verlag Quercus, London.

Fotos: Klaus-Maria Einwanger / © Diogenes Verlag
Revanche – Der zehnte Fall für Bruno, Chef de police von Martin Walker ist seit Mai 2019 bei Diogenes, in der Übersetzung von Michael Windgassen, als Taschenbuch aber auch als gebundenes Buch, Hörbuch und eBook erhältlich.
75 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
es gibt eine wunderbare französische Kulinarik
das Buch steckt voller einfühlsamer Beschreibungen
die Welt des Romans wird sehr detailreich beschrieben
Negatives
Bruno ist mit Martin Walker in die Jahre gekommen
der Autor verzettelt sich oft in französischer Lokalpolitik
der Roman ist gut geschrieben, aber er fesselt mich nicht

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Category: Bücher

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Als Bücherwurm geboren, liebe ich fast jede Gattung der Literatur und verschlinge Bücher zu jeder Tages- und Nachtzeit. F Ich freue mich bereits für Weltenraum mein Talent einsetzen zu können und unseren Lesern viele gute Bücher empfehlen zu können.

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