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Red Outpost

Red Outpost von Raman Hryhoryk ist ein kompetitives Worker Placement Spiel für 2 bis 4 Spieler*innen. Eine geheime sowjetische Mission wurde mit dem Auftrag ausgesandt weit über den Mond hinaus eine neue Welt zu besiedeln, in der alle Menschen gleichberechtigt sind und für das Gemeinwohl arbeiten. Das Raumschiff Krasnaya Zarya legt schließlich eine Bruchlandung auf einem bewohnbaren Planeten hin, der nun den Spieler*innen gehört.

Red Outpost

Red Outpost ist ein kurzweiliges und taktisches Spiel, bei dem man seine Bürger*innen gut einsetzen muss. Spannung ist insofern gegeben, als auf jedem Ort, mit wenigen Ausnahmen, immer nur ein Arbeiter oder eine Arbeiterin platziert werden kann.

Es gibt eine Wechselwirkung zwischen den verschiedenen Arbeiter*innentypen und den Orten, an denen man sie platziert. Manche Kombinationen sind vorteilhafter andere sind nachteiliger. Durch Kristalle und Siegpunkte erringt man z.B. Vorteile, dafür ist es von Nachteil, wenn Arbeiter*innen unzufrieden werden.

Gleichzeitig muss man auch immer seine Mitspieler*innen im Auge behalten und seine Taktik dementsprechend anpassen. Nur so kann man das bestmögliche Ergebnis erzielen. Ansonsten gibt es wenig direkte Interaktion zwischen den Spieler*innen. Aber man sperrt durch das Platzieren seiner Arbeiter*innen den Ort für seine Mitspieler*innen.

Es gibt sogar Regeln für das Spiel allein. Man muss aber sagen, das Spiel zu dritt ist fast am besten. Zu viert gibt es das Problem, dass der letzte Spieler oder die letzte Spielerin nur mehr eingeschränkte Möglichkeiten ihn dieser Phase hat, auch wenn sich der Startspieler oder die Startspielerin und dadurch die Reihenfolge ändert.

Das Ziel

Am Ende des zweiten Tages zählt jeder Spieler und jede Spielerin ihren Beitrag zum Bau des Palastes der Sowjets und erhält einen Bonus für die Kristalle zu den Punkten auf der Siegpunkteleiste hinzu. Wer insgesamt die meisten Siegpunkte hat, ist der oder die glorreiche Gewinner*in von Red Outpost. Herrscht in dem Spiel Gleichstand, dann teilt ihr euch den Platz wie gute Genossen und Genossinnen!

Der Spielablauf

Der Spielablauf wird vereinfacht dargestellt. Eine Partie Red Outpost geht über zwei Tage, wobei jeder aus den folgenden Phasen: Morgen, Vormittag, Mittagspause, Nachmittag und Abend besteht. Während jeder dieser Phasen ist jeder Spieler und jede Spielerin im Uhrzeigersinn nacheinander am Zug war. Wer am Zug ist, führt diese Schritte der Reihe nach durch:

Red Outpost
Red Outpost, Rechte bei Asmodee

Einen Arbeiter bewegen
Die Arbeiter*innen werden abhängig von der jeweiligen Tagesphase platziert. Zu jeder Tagesphase herrschen andere Bedingungen, sodass manche Orte gesperrt sind. In der Regel darf pro Ort nur ein Arbeiter oder eine Arbeiterin platziert werden.

Einflussscheibe platzieren
Man legt eine seiner Einflussscheiben auf das Porträt des Arbeiters oder der Arbeiterin, die man gerade bewegt hat.

Stimmung anpassen
Falls an dem neuen Ort Stimmungssymbole zu sehen sind, passt man die Stimmung des Arbeiters oder der Arbeiterin entsprechend an. Man bewegt den Stimmungsmarker des Arbeiters oder der Arbeiterin für jedes fröhliche Gesicht 1 Feld vor und für jedes traurige Gesicht 1 Feld zurück.

Aktion des Ortes durchführen
Für jeden Ressourcenwürfel, der an einem Ort produziert wird, rückt man seinen Marker auf dem Produktionsrad um ein Feld vor. Man erhält 2 Siegpunkte und 1 Kristall, immer dann, wenn der Marker den Belohnungsbereich passiert.

Der Autor

Der Weißrusse Raman Hryhoryk hat schon immer Brettspiele gespielt, jedoch hat er nach seinem Studium begonnen selbst ein Brettspiel zu entwerfen. Das Thema einer kommunistischen Besiedlungen eines fernen Planeten ist dabei aber eher dem Zufall geschuldet.

Bei unserem Test mit drei bzw. vier Spieler*innen haben wir durchaus spannende Partien gehabt. Die Siegpunkte am Ende lagen ziemlich nah beieinander. Durch die Siegpunkteleiste und dem Fortschritt am Palastes der Sowjets kann man auch gut einschätzen, wo jeder Spieler und jede Spielerin gerade steht.

Etwas schade ist die geringe direkte Interaktion zwischen den Spieler*innen, denn jede und jeder spielt und plant quasi für sich. Natürlich muss man seine Taktik jederzeit anpassen, sodass niemanden zwischen seinen Zügen langweilig wird. Das Artwork von Irina Pechenkina und Maxim Suleimanov ist sehr stimmig.

Asmodee hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Red Outpost erschien ursprünglich bei Lifestyle Boardgames und wurde im Oktober 2020 beim Spieleverlag Asmodee in deutscher Übersetzung veröffentlicht. Wir haben bei unserem Test mit vier Spieler*innen ungefähr 60 bis 75 Minuten je Partie benötigt.

73
%
Red Outpost ist ein kurzweiliges und taktisches Spiel, bei dem man seine Bürger*innen gut einsetzen muss. Spannung ist insofern gegeben, als auf jedem Ort, mit wenigen Ausnahmen, immer nur ein Arbeiter oder eine Arbeiterin platziert werden kann. Außerdem gibt es eine Wechselwirkung zwischen den verschiedenen Arbeiter*innentypen und den Orten, auf denen man sie platziert.
Pros
  • das Artwork ist recht stimmungsvoll
  • negative Boni durch unzufriedene Arbeiter*innen sind ungewöhnlich
  • die Siegpunkte werden sehr transparent dargestellt
Cons
  • eine schöne Umsetzung, aber wenig Innovation
  • wenig direkte Möglichkeiten der Interaktion

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