Pocket Detective – Mord auf dem Campus

| 27. Februar 2021 | 0 Comments

Pocket Detective – Mord auf dem Campus von Yury Yamshchikov für ein bis sechs Spieler ist ein kooperatives Exit Game. Ein einziges Kartenpack erzählt eine komplette Kriminalgeschichte. Ein spannender Fall wartet auf die Spieler, die gemeinsam entscheiden müssen welcher Spur sie folgen wollen.

Pocket Detective – Mord auf dem Campus, Rechte bei Schmidt Spiele

Pocket Detective – Mord auf dem Campus ist ein kooperatives Spiel, in dem man gemeinsam einen Fall löst. Man sammelt Hinweise, verhört Zeugen und rekonstruiert so aus den einzelnen Puzzleteilen den Tathergang. Damit die Anklage erfolgreich ist, benötigt man auch entsprechende Beweise. Am Ende gibt es eine Wertung, in der einige Fragen beantwortet werden müssen.

Das Spiel überzeugt dadurch, dass es weniger Rätsel gibt, als vielmehr verschiedene Spuren, und verschiedene Verdächtige. Ein kleiner Nachteil ist, dass die richtige Spur eher durch Glück gewählt wird, weil jede Spur sich zunächst als gleichwertig verdächtig anbietet. Vor allem ist es auch ein Spiel gegen die Zeit. Gut gefallen hat uns, dass man verschiedene Örtlichkeiten aufsuchen kann.

Pocket Detective – Mord auf dem Campus ist ein klassischer Kriminalfall. Ein angesehener Professor wird ermordet in seinem Büro aufgefunden. Die Mitarbeiter der Universität sind ratlos. Als Team von Sonderermittlern werden die Spieler hinzugezogen, um Licht in die Angelegenheit zu bringen und den Mörder zu finden. Ein Teil des Spaß ist es auch die verschiedenen Spuren durchzudiskutieren.

Die Regeln bzw. Anleitungstexte auf den verschiedenen Karten sind gut erklärt. Für uns gab es hier keine offenen Fragen. Schwieriger war es zu entscheiden welche der durchaus interessanten Spuren zur Lösung des Falls führt. Wir haben es zu dritt gespielt und da hat es gut funktioniert. Weniger Spieler gehen sicher auch, aber mit mehr Spielern gibt es wohl mehr Diskussionen als Entscheidungen.

Der Spielablauf wird vereinfacht dargestellt

Es gibt im Grunde keine Vorbereitung. Man nimmt den Stapel Karten und liest sich die ersten paar durch, folgt den Anleitungen. Wir werden mit einem Mord konfrontiert und es gibt vier Orte, an welche uns die Spuren führen, die durch verschiedene Stapeln mit Informationen dargestellt werden.

Die Karten bieten uns Informationen und indem wir mit verschiedenen Zeugen und Verdächtigen sprechen, bekommen wir ein besseres Bild der Situation, doch das alles kostet Zeit und je schneller wir den Fall lösen, desto besser ist die Bewertung. Da man bei dem Spiel keine Karten zerstören muss, kann man es öfters spielen, wobei man den Mörder oder die Mörderin kennt.

Pocket Detective – Mord auf dem Campus wurde von Yury Yamshchikov entwickelt. Der russische Spieleerfinder Yury Yamshchikov hat in den letzten 10 Jahren rund ein Dutzend verschiedener Spiele erfunden. Eines seiner bekanntesten Spiele ist das sehr nette Breaking Bears.

Schmidt Spiele hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Pocket Detective – Mord auf dem Campus erschien im August 2020 beim Spieleverlag Schmidt Spiele. Wir haben bei unserem Test mit 3 Spielern knapp 80 Minuten für dieses Spiel benötigt.
80 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
ein durchaus gelungenes Konzept eines Krimi-Spiels
es geht um die Fragen wer gemordet hat und warum
die Diskussion über die Spuren macht Spaß
durch den Zeitdruck werden die Entscheidungen wichtig
Negatives
die richtige Spur zu finden erfordert Glück
nach der Lösung des Fall ist ein erneutes Spielen schwierig

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Category: Brettspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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