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Mordenkainen präsentiert: Monster des Multiversums

Monster sind das Salz eines Dungeons & Dragons Abenteuer. Doch Monster sind weit mehr als nur ein Konstrukt aus Zahlen, Werten und Fähigkeiten, an denen sich die Spieler*innen messen können. Monster sind nicht nur eine Herausforderung. Sie sind auch ein Plotaufhänger. Außerdem haben einige von ihnen eine Geschichte. Monster haben eine Persönlichkeit und können auch Freunde sein.

Mordenkainen präsentiert: Monster des Multiversums

Mordenkainen präsentiert: Monster des Multiversums ist eine Überarbeitung von Inhalten aus den Büchern Volos Almanach der Monster von 2016 und Mordenkaines Foliant der Feinde von 2018. Dazu kommen weitere Inhalte und Optionen. Aus den Büchern Prinzen der Apokalypse von 2015, Eberron: Aufstieg aus dem letzten Krieg von 2019 und dem nicht auf Deutsch erschienenen Mythic Odysseys of Theros von 2020.

Aber wer, bei Elminsters Bart, ist eigentlich dieser Mordenkainen? Auf dem Cover sieht man ihn, gestaltet von Grzegorz Rutkowski. Der Magier schwebt dabei auf einem Ki-rin durch die Astralebene und bemerkt den Astralschlächter hinter ihm nicht. Doch wer dieser ominöse Namensgeber ist, wird in diesem Buch nicht verraten.

Nun gut, lüften wir ein wenig dieses Geheimnis.

Mordenkainen

Er ist ein mächtiger Magier, welcher Pate für viele beliebte Zauber stand. Allein im Spielerhandbuch finden sich vier Zauber, welche nach ihm benannt sind. Man könnte sagen, das sind bei der Anzahl der Zauber nicht viele, aber mehr als bei anderen, wie Otto, Leomund oder Tasha. Er tritt als hilfreiche Hand im Hintergrund auf, denn sein Bestreben ist das Gleichgewicht von Gut und Böse zu erhalten.

Anfang 1973 erschuf Gary Gygax, einer der Erfinder von Dungeons & Dragons, einen Magier mit Namen Mordenkainen. Dieser Name ist ein Kofferwort aus den mythischen Sagenfiguren Mordecai und Lemminkäinen. Der Magier lebte auf der Greyhawk-Kampagnenwelt Oerth und war Mitglied des Zirkels der Acht, der mächtigsten Magier*innen dieser Welt. Aber er reiste oft durch das Multiversum. Er ist ein enger Freund von Elminster aus den Vergessenen Reichen und versuchte sogar Graf Strahd in Ravenloft zu besiegen.

Mordenkainen präsentiert: Monster des Multiversums

Das Buch ist in einen kleinen und großen Bereich aufgeteilt. Beide Bereiche sind gleich strukturiert. Im ersten Teil gibt es spielbare Völker, sogenannte fantastische Völker. Sie werden so genannt, da es sich eher um exotische Völker wie Firbolgs, Githzerais oder Tabaxis handelt. Im größeren Teil, dem Bestiarium, geht es um klassische Monster, von Abishai, über Leviathan bis zum Zuggtmoy.

Man bekommt viele Kreaturen, aber auch nicht mehr als das. Im Grunde ist es einfach ein weiteres Monsterhandbuch. Was mir am Foliant und dem Almanach gefallen hat, sind die zusätzlichen Informationen, über die Monster, ihre Pläne, Strategien, über den Blutkrieg, der Herkunft der Elfen, Abhandlungen über Betrachter und andere herausragende Monster. Diese fehlen leider in diesem Band.

Fantastische Völker

Mehr als 30 spielbare Völker werden präsentiert. Die von mir geliebten Genasi, menschliche Abkömmlinge von Elementarwesen sind ebenso drinnen, wie die für mich eher skurril-witzigen bis bizarr-peinlichen Tortel, ein Volk anthropomorpher Schildkröten. Man sieht, es ist für alle etwas dabei, von niedlichen Katzenvölkern bis zu depressiven Schattenfeen.

Es gibt eine kurze bis mittellange Beschreibung zu jedem Volk. Es folgen die verschiedenen Volksmerkmale bzw., im Bestiarium der Werteblock mit allen wichtigen Informationen und den Erklärungen zu den einzelnen Fähigkeiten.

Ironischerweise ist die Beschreibung bei den spielbaren Völkern wesentlich kürzer gehalten, als bei den Monstern. Und einige der Monster, wie die Duergar, finden sich sogar in beiden Teilen. Der Vorteil ist aber dennoch, dass man kompakt eine große Menge unterschiedlicher Völker bekommt, die eine spannende Ergänzung zu den Völkern aus dem Spielerhandbuch darstellen.

Bestiarium

Es beginnt mit den Abishais, ehemaligen Sterblichen, welche nach ihrem Tod durch die Gunst der bösen Göttin Tiamat in einen drachenähnlichen Teufel verwandelt wurden. Je nach Drachenfarbe haben sie einen Hausforderungsgrad von 6 bis 17. Das Buch endet mit Zuggtmoy. Dabei handelt es sich um keine Monsterart, sondern mehr um ein Bossmonster. Sie ist die Dämonenkönigin der Pilze, Herrin der Fäulnis und des Verfalls. Mit Herausforderungsgrad 23 ist sie eine durchaus epische Gegnerin.

Mehr als ein Dutzend Monster haben einen Herausforderungsgrad jenseits der 20. Gleich drei, Demogorgon, Orkus und Zariel besitzen dabei einen Herausforderungsgrad 26. Doch die meisten Monster finden sich innerhalb der Herausforderungsgrade 1 bis 5. Es gibt sogar Schädelratten mit Herausforderungsgrad 0. Die Monster selbst sind ebenfalls recht vielfältiger Natur, auch wenn es einen gewissen Schwerpunkt auf Unholden und Monstrositäten gibt. Neben bekannteren Kreaturen, wie verschiedenen Varianten von Dinosauriern, Vetteln und Trollen, gibt es auch eher unbekanntere wie den Banderhobb, eine Art monströse Kröte oder Oblexe, fehlgeschlagene Schleimexperimente der Gedankenschinder*innen.

Wizards of the Coast hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Mordenkainen präsentiert: Monster des Multiversums von Wizards of the Coast erscheint u.a. in deutscher Übersetzung im Oktober 2022 und ist als Hardcover erhältlich.

85
%
Mordenkainen präsentiert: Monster des Multiversums ist ein gut strukturiertes Monsterhandbuch, mit klarem Aufbau und umfänglich illustriert. Auch gibt es mehr als zwei Dutzend spielbare Völker, welcher die aus dem Spielerhandbuch erweitern. Es gibt aber keine Zusatzinformationen über den Hintergrund der Monster oder zu ihrer Geschichte.
Pros
  • eine umfangreiche Monstersammlung
  • eine Vielfalt an spielbaren Völkern
  • der Aufbau ist kompakt und strukturiert
  • jedes Monster ist schön illustriert
  • es findet sich für jeden Geschmack etwas
Cons
  • die Zusatzinformationen sind nicht mehr vorhanden
  • ein weiterer Monsterband für D&D

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