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Mona Lisa Overdrive

Mona Lisa Overdrive von William Gibson ist der dritte und abschließende Band seiner Neuromancer-Trilogie und der Autor gilt neben Philip K. Dick als Begründer des Cyberpunk Genres. Die Megakonzerne streiten um die neueste Technologie. Doch im Hintergrund wird ein anderes Spiel gespielt. Die KIs haben sich unbemerkt längst verselbstständigt und machen sich nun auf die Suche nach der nächsten Stufe ihrer Existenz.

Mona Lisa Overdrive ist zwar die Fortsetzung von Neuromancer und Count Zero, aber stellt zum Teil völlig neue Figuren in den Mittelpunkt der Handlung. Es hilft aber dennoch sehr, wenn man die ersten beiden Teile der Trilogie gelesen hat, um ein Verständnis für die an sich sehr verwirrende Handlung zu erhalten.

William Gibson beschreibt eine brutale, düstere Welt, die von Konzernen beherrscht wird. Eine Welt, in der Hedonimus für alle das wichtigste Ziel zu sein scheint. Es ist eine Welt, die verstörend und dennoch umso realer ist und womöglich noch realer wirkt als noch vor 30 Jahren. Als der Roman im Jahr 1988 erschien war Social Media noch ferne Zukunftsmusik.

Auch wenn er nicht alle Fragen beantwortet, die er mit seinem ersten Buch ausgelöst hat. Und sich dieses strukturierter als der zweite Band lesen lässt, so stellt es dennoch einen gewissen Abschluss dar, wobei es Gibson weniger um echte Handlungsfäden, als vielmehr sozialökonomische Fragen geht.

Der Roman

Mona Lisa Overdrive handelt von Mona, einem jungen Mädchen mit einer dunklen Vergangenheit und einer unsicheren Zukunft. Als ihr Zuhälter sie an einen New Yorker Chirurgen verkauft, stellt das nicht nur ihr Leben auf den Kopf, sondern über Nacht wird sie auch zu einer ganz anderen Person.

Angie Mitchell ist eine Hollywood Sense/Net Berühmtheit, mit einem sehr speziellen Talent. Und trotz aller Bemühungen ihrer Studio-Bosse sie im Dunkeln zu lassen, beginnt Angie sich zu erinnern. Bald schon wird sie herausfinden, wer sie wirklich ist und warum sie kein Deck braucht, um in den Cyberspace einzutauchen.

In der Matrix werden Pläne ins Rollen gebracht. Menschen wie Spielfiguren hin- und hergeschoben. Hinter all dem lauert der Schatten der Yakuza. Die mächtige japanische Unterwelt, deren Anführer Menschen und Ereignisse rücksichtslos für ihre eigenen Zwecke manipulieren. Das denken sie zumindest.

Der Autor

William Gibson, geboren 1948 in Conway, South Carolina ist ein US-amerikanischer, in Kanada lebender Science-Fiction-Autor. Bekannt wurde er mit seiner Neuromancer-Trilogie, für die er alle gängigen SF-Preise erhielt: Den Philip K. Dick Award, den Nebula Award, sowie den Hugo Award. Seinem Genre blieb er treu und er veröffentlicht noch immer alle 4 bis 6 Jahre einen Roman.

Der Verlag Klett-Cotta wurde 1977 gegründet. Der Ernst-Klett-Verlag, welcher 1897 von Ernst Klett in Stuttgart gegründet wurde, übernahm die über 300 Jahre alte Tradition des berühmten Cotta-Verlages. Der Verlag veröffentlicht Belletristik und Sachbücher von der literarischer Fantasy, über Psychoanalyse, Psychologie, Pädagogik einschließlich Humanwissenschaften.

Klett-Cotta hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Fotos: Michael O'Shea und Klett-Cotta

Mona Lisa Overdrive von William Gibson, in der Übersetzung von Reinhard Heinz und Peter Robert, ist seit dem Frühjahr 2021 bei Klett-Cotta als Taschenbuch und ebook erhältlich.

77
%
Mona Lisa Overdrive von William Gibson ist der dritte und abschließende Band seiner Neuromancer-Trilogie und der Autor gilt neben Philip K. Dick als Begründer des Cyberpunk Genres. William Gibson gelingt es eine brutale, düstere Welt, die von Konerzen beherrscht wird, zu beschreiben, in der Hedonimus für alle das wichtigste Ziel zu sein scheint. Es ist eine Welt, die verstörend und dennoch umso realer ist.
Pros
  • ein Abschluss für einige Fragen aus Band 1
  • die Geschichte liest sich strukturierter als Count Zero
  • über der Handlung schwebt die Frage was ein Wesen ausmacht
  • William Gibson zeigt ein erschreckend realistisches Bild der Zukunft
Cons
  • die Handlung verläuft etwas sprunghaft
  • vieles bleibt unerzählt und offen
  • kann nicht an die Kraft von Neuromancer anschließen

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