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Mars Attacks DELUXE

Mars Attacks DELUXE von Jake Thornton ist ein Brettspiel für zwei Spieler, bei dem sich die marsianischen Invasoren gegen die US-Army zur Wehr setzen müssen. Die beiliegenden 10 Szenarien werden dabei immer verzwickter, geben aber auch den Menschen in Form von verschiedenen Helden Hoffnung sich gegen die Marsianer unter der Führung von General Tor zu widersetzen. Aber dabei muss man immer wieder auf Zivilisten treffen und muss sich vor den brennenden Kühen in Acht nehmen.

Brettspiel Cover

Mars Attacks DELUXE basiert auf den witzigen „Mars Attacks“-Comics und -Sammelbildern aus dem Jahr 1962 als Aliens vom Mars versuchen den Planeten Erde zu übernehmen. Die im Spiel enthaltene Spielmatte ist wirklich sehr hochwertig und gibt eine gute Spielfläche ab. Nett sind auch die kleinen Details wie dass die Spielanleitung ähnlich einem Pulpheft der 1960er gestaltet wurde. Weniger nett ist dass einige Regeln nicht ganz solide erklärt werden und es fehlen merklich die Werte der einzelnen Figuren auf einer Extra-Karte, sodass man so immer im Regelwerk rumblättern muss.

Gut gelöst ist dass man die Ruinen zusammenbauen kann um so das Spielfeld immer wieder neu gestalten zu können, leider ist das Zusammenbauen durch die eher schlechten Gußgrate recht schwierig geraten. Das Spiel ist aber recht übersichtlich und schnell zu lernen und bietet dennoch einiges an taktischen Optionen. Auch die Ereigniskarten sind recht witzig geraten und die brennenden Kühe oder fliegenden Autowracks, welche Aliens wie Menschen überraschend erschlagen sind sehr witzig geraten und dennoch nicht spielstörend. Die beiden Seiten, Marsianer und Menschen haben unterschiedliche Stärken und Schwächen, aber insgesamt sind die Szenarien recht ausgewogen.

Spielablauf

Bei Mars Attacks DELUXE für zwei Spieler wählt einer die Rolle der Eindringlinge vom Mars und der andere Spieler die der menschlichen Verteidiger. Nachdem die Truppen auf dem Spielbrett platziert sind, stehen sich die Aliens und Menschen gegeneinander im Kampf gegenüber. In den beiliegenden 10 Szenarien versuchen die Gegner ihre Ziele zu erreichen, wie das Halten der Position oder das Pulverisieren ihrer Gegner. Das Spiel bleibt recht übersichtlich, abwechselnd können die Spieler bis zu zwei Figuren aktivieren oder Handkarten ausspielen. Jede Figur hat pro Zug zwei Aktionen, wie sich um ein Feld weiterzubewegen oder gegen Gegner zu kämpfen bzw. zu schießen.

Dazu gibt es noch Karten mit denen man seine Angriffe aufwerten kann, oder sogar Unterstützung auf bis zu drei Karten ansammeln kann, um bessere Effekte hervorzurufen. Zusätzliche Ereigniskarte würzen das Spiel noch um überraschende Elemente. Nachdem jeder Spieler seine Figuren aktiviert hat, werden noch etwaige Ereigniskarten eingesetzt und es startet die nächste Runde. Die einfachen Soldaten oder Marsianer sterben recht schnell, zum Glück gibt es ab und zu Nachschub. Die Helden, vor allem auf der menschlichen Seite zu finden, halten da schon einiges mehr aus und besitzen auch unterschiedliche Sonderfähigkeiten. Die Marsianer halten selbst eine Spur mehr aus und bestechen durch ihre Masse.

Autor

Jake Thornton ist ein britischer Brettspieldesigner, welcher rund ein Dutzend Brettspiele veröffentlichen konnte. Eines seiner bekanntesten Spiele ist Dreadball. Das Brettspiel Mars Attacks erschien zunächst beim britischen Spieleverlag Mantric Games, welches für seine Tabletop Games bekannt ist.

Der Heidelberger Spieleverlag hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Mars Attacks DELUXE erschien im Oktober 2014 beim Heidelberger Spieleverlag. Wir haben bei unserem Test mit 2 Spielern für die Szenarien ungefähr 40 bis 60 Minuten benötigt, inkl. Aufbau und Regeln durchgehen.

82
%
Mars Attacks DELUXE von Jake Thornton ist ein Brettspiel für zwei Spieler bei dem sich die marsianischen Invasoren gegen die US-Army zur Wehr setzen müssen. Die beiliegenden 10 Szenarien werden dabei immer verzwickter, geben aber auch den Menschen in Form von verschiedenen Helden Hoffnung sich gegen die Marsianer unter der Führung von General Tor zu widersetzen. Aber dabei muss man immer wieder auf Zivilisten treffen und muss sich vor den brennenden Kühen in Acht nehmen.
Pros
  • sehr exzellente Spielmatte
  • echt witzige Ereigniskarten
  • dynamische und taktische Spielrunden
  • schneller und dennoch vielfältiger Spielverlauf
Cons
  • schlechte Verarbeitungen der Ruinenteile
  • die Glashelme der Marsianer sitzen nicht gut
  • bei einigen Regeln bleiben noch Fragen offen

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