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Kingdom Rush – Riss in der Zeit

Die Zeitmagierin beschwörte, nachdem der letzte der Verteidigungstürme abgerissen wurde, ihre arkane Macht und riss ein Loch in das Gefüge von Raum und Zeit. Aus dem Loch strömen nun Feinde, Kreaturen aus Legenden und Sagen, ins Königreich. Unter Hochdruck entwickeln die klugen Ingenieur*innen und Magier*innen des Königreichs, von Schwertern und Schildern geschützt, neue Türme, um gemeinsam der Bedrohung Einhalt zu gebieten.

Kindgom Rush - Riss in der Zeit - Cover, Rechte bei Mirakulus

Kingdom Rush ist ein kooperatives Kampagnenspiel, in dem die Spieler*innen immer schwierigere Szenarien bestehen müssen, um das Königreich zu retten und gegen unterschiedliche Feinde zu verteidigen. Die Details für die Szenarien finden sich im Szenarienheft, für die Regeln gibt es eine gut geschriebene und schön bebilderte Anleitung.

Prinzipiell geht es darum, in Horden aus Portalen erscheinende Monster mit Hilfe von Held*innen, Türmen und den Mitspieler*innen zu vernichten. Nach einer gewissen Anzahl von Runden hat man das Szenario entweder gewonnen oder verloren. Sehr gut gefallen hat uns außerdem der Spielmechanismus, dass die Türme verbessert werden, wenn sie weitergegeben werden. So ist es gar nicht so einfach zu entscheiden, ob man den Turm nun einsetzt oder doch lieber weiterentwickelt.

Der Spielablauf

Das Spiel selbst ist ziemlich taktisch und gar nicht so einfach. Denn wenn man zu sehr auf seine Held*innen schaut, geschieht es schneller als man denkt, dass der Ausgang überschritten wird und das Königreich überrannt wird. Die zweite Runde geht dann viel einfacher und schneller und das Spiel macht sehr viel Spaß, auch weil man zusammenspielt.

Das Spiel ist in 6 Phasen unterteilt. Zunächst erscheinen feindliche Horden, dann können die 2 bis 4 Spieler*innen Türme und Heldenkarten ausspielen. Mit diesen bekämpft man die Horden. Die meisten der Aktionen werden gleichzeitig ausgespielt. Man kann Türme ausspielen oder weitergeben, um sie zu verbessern. Türme verursachen Schaden oder generieren Soldaten. Held*innen kann man durch ausgespielte Heldenkarten aktivieren und sie besitzen einzigartige Fähigkeiten.

Sobald die Aktionen abgehandelt sind, werden die Hordenträger zerstört, deren Gegner vollständig von Schadensplättchen oder Held*innen bedeckt sind. Aber auch die Held*innen erleiden Schaden, wenn sie sich eben auf Hordenträgern befinden. Allerdings ist es auch immer sehr hilfreich die Figuren auf den Horden zu platzieren, um möglichst schnell und zielführend die Gegner zu vernichten. In der vierten Phase werden die Hordenträger, die nicht zerstört wurden, weiterbewegt. Die Spieler*innen sollten dabei dringend darauf aufpassen, dass keine Horde den Ausgang überschreitet, denn dann wird das Königreich angegriffen und falls das Königreich überrannt wird, verlieren die Spieler*innen.

Die Karten

Dann werden die Karten wieder auf die Hand genommen und Kristalle ausgegeben, um neue Türme zu kaufen. Ein bisschen hinterhältig ist, dass die Kristalle für die gesamte Spielgruppe gesammelt werden. Man muss sich also untereinander absprechen, was man kaufen möchte und wer die erstandenen Karten bekommt. Die Spieler*innen gewinnen, wenn sie die Siegbedingung des Szenarios erfüllen. Sie verlieren, wenn der letzte Herzmarker abgeworfen wird, oder wenn der Ausgang überschritten wird.

Kingdom Rush - Riss in der Zeit - Spielaufbau, Rechte bei Mirakulus
Kingdom Rush – Riss in der Zeit – Spielaufbau, Rechte bei Mirakulus

Die Kampagne besteht aus 10 Szenarien mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad, aber es gibt auch den Portal-Sturm-Modus, der es den Spieler*innen erlaubt das Spiel immer wieder aufs neue zu erleben. Das Spiel ist für 1 bis 4 Spieler*innen ab 14 Jahren geeignet. Pro Runde spielt man ungefähr 60-90 Minuten. Autor*innen des Spiels sind Helena Hope, Sen-Foong Lim und Jessey Wright. Als Vorlage für das Brettspiel dient das erfolgreiche Smartphone-Spiel von Ironhide. Naturgemäß gibt es schon Unterschiede zwischen den beiden Medien, aber prinzipiell finde ich die Umsetzung durchaus gelungen.

Unser Spiel

Bei unserem Test mit 3 Spieler*innen hatten wir viel Spaß. Die Schadensplättchen haben uns ein wenig an Tetris erinnert und vom Prinzip her kann man das auch ganz gut nutzen. Ein paar Regelfragen blieben offen, wobei wir sie im Spiel dann logisch lösen konnten. Ich schätze das Problem hier ist, dass man die Spieler*innen nicht spoilern wollte und so sind einige Regelzusätze im Szenarienbuch zu finden. Für eine Suche ist das aber etwas umständlich. Sehr gut gelungen ist hingegen das Glossar und die Übersicht der Spezialfertigkeiten am Ende des Regelbuches.

Mirakulus hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Kingdom Rush – Riss in der Zeit, ursprünglich bei Lucky Duck Games erschienen, ist im November 2021 bei Mirakulus in deutscher Übersetzung erschienen. Wir haben bei unserem Test mit 3 Spielern ungefähr 80 Minuten pro Partie benötigt, exkl. Aufbau und Erklärung der Spielregeln.

77
%
Kingdom Rush - Riss in der Zeit ist ein kooperatives Kampagnenspiel, in dem die Spieler*innen immer schwierigere Szenarien bestehen müssen, um das Königreich zu retten und gegen unterschiedliche Feinde zu verteidigen. Prinzipiell geht es darum, in Horden aus Portalen erscheinende Monster mit Hilfe von Held*innen, Türmen und den Mitspieler*innen zu vernichten. Nach einer gewissen Anzahl von Runden hat man das Szenario entweder gewonnen oder verloren.
Pros
  • ein sehr kurzweiliges, nettes Spiel
  • ziemlich taktisch
  • durchdachtes, kooperatives Spiel
  • nettes Design
  • interessanter Spielmechanismus mit der Weitergabe der Türme
  • tolle Umsetzung des Games auf ein Brettspiel
Cons
  • Box ist etwas unnötig groß
  • Anleitung könnte etwas besser sein
  • leider nur 10 Szenarien

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