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Joe Hill – Schiff der lebenden Toten

Schiff der lebenden Toten von Joe Hill ist wieder ein Comic aus dem Horror Label Hill House Comics von DC Comics, bei dem Joe Hill wieder selbst die Feder geschwungen hat. 1983 verschwand das Bohrschiff Derleth. Vierzig Jahre später, nach einem verheerenden Tsunami, taucht es wieder auf und sendet ein automatisches Notsignal.

Joe Hill - Schiff der lebenden Toten

Joe Hill – Schiff der lebenden Toten ist wieder eine Geschichte von Joe Hill persönlich und bietet eine sehr spannende Geschichte, die mit einigen Wendungen aufwartet. Dass David Lacome, der Auftraggeber der Expedition, das eine oder andere verschwiegen hat, ist nicht wirklich überraschend, aber wird dennoch geschickt erzählt.

Aber was die Expedition dann vorfindet, ist dann dennoch überraschend und gruselig. Natürlich darf bei so einer Horrorgeschichte auch eine Verbeugung H.P. Lovecraft gegenüber nicht fehlen. Dass das Expeditionsschiff nach August Derleth, dem Verleger von Lovecraft’schen Geschichten benannt wurde, ist nur eine der offensichtlichsten Hinweise.

Die Zeichnungen wirken weniger düster oder horrormäßig, sondern eher rau, der Natur der russischen See entsprechend. Die Kälte und Unwirtlichkeit der Region werden jedoch gut eingefangen. Das tut aber der düsteren Atmosphäre keinen Abbruch und auch die Auflösung bleibt sehr spannend, man fiebert bis zur letzten Seite mit.

Der Inhalt – Schiff der lebenden Toten

Joe Hill – Schiff der lebenden Toten (Plunge #1-#6) handelt davon, dass das Schiff einer Ölbohrgesellschaft seit 1983 spurlos in der Arktis verschollen ist. Auf einmal aber sendet es nach 40 Jahren ein Notsignal. Kapitän Cage Carpenter und seine Crew werden angeheuert wichtige Daten von der „Derleth“ zu bergen.

Der amerikanische Horror Schriftsteller H.P. Lovecraft (1890-1937) verfasste Geschichten für Pulp-Magazine wie Weird Tales. Er war zu Lebzeiten relativ unbekannt und konnte kaum seinen Lebensunterhalt bestreiten. Heute genießt er, nicht nur bei Fans des Genres, Kult-Status und viele Künstler, Filmemacher und Autoren wurden und werden von ihm inspiriert.

Doch auf dem einsamen Atoll, auf dem das Wrack festsitzt, erwartet sie der nackte Schrecken. Die Besatzung der „Derleth“ tritt ihnen entgegen. Allerdings von einem außerirdischen Parasiten in lebende Tote verwandelt. Der Comicsammelband wurde von Joe Hill geschrieben und von Stuart Immonen gezeichnet.

Die Comickünstler

Der US-amerikanische Autor Joe Hill wurde 1972 in Neuengland geboren. Nach dem College begann er, wie sein berühmter Vater Stephen King, mit dem Schreiben. Neben Romanen wurde er vor allem auch für die Comicreihe Locke & Key bekannt, welche später auch als TV-Serie auf Netflix umgesetzt wurde.

Joe Hill – Schiff der lebenden Toten wird zeichnerisch durch Stuart Immonen geprägt. Er bricht gern die Panels auf und seine Zeichnungen sind stark schraffiert, allerdings auch detailreich. Die Hintergründe skizziert er meist nur oder deutet sie an, seine Figuren hingegen sind recht detailreich gezeichnet.

Der kanadische Comiczeichner und -autor Stuart Immonen hat seine erste Comicserie Playground im Selbstverlag publiziert. Nach jahrelanger Arbeit für Superman von DC Comics wechselte er für verschiedene Serien zu Marvel Comics, darunter für Star Wars Serien. Sein Zeichenstil ist recht detailreich.

Panini Comics hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Joe Hill – Schiff der lebenden Toten ist ein Sammelband mit den deutschsprachigen Ausgaben der US-amerikanischen Mini Comicserie Plunge von DC Comics aus der Reihe Hill House Comics. Der Sammelband wurde am 25. Mai 2021 in deutscher Übersetzung bei Panini Comics herausgebracht.

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Joe Hill - Schiff der lebenden Toten ist wieder eine Geschichte von Joe Hill persönlich und bietet eine sehr spannende Geschichte, die mit einigen Wendungen aufwartet. Dass David Lacome, der Auftraggeber der Expedition, das eine oder andere verschwiegen hat, ist nicht wirklich überraschend, aber wird dennoch geschickt erzählt.
Pros
  • es bleibt bis zur letzten Seite sehr spannend
  • die gelungenen Zeichnungen tragen zur Atmosphäre bei
  • die Versatzstücke sind bekannt, aber gut zusammengesetzt
Cons
  • oft bleibt der Hintergrund vage oder verschwommen
  • es fehlt ein wenig ein überraschendes Element

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