In den Schatten von Macau

| 9. Januar 2021 | 0 Comments

In den Schatten von Macau von Charles Chevallier ist ein nettes Spiel für zwei bis vier Spieler, in dem man als Kopf einer Triade seinen Einfluss und seine Macht im sogenannten Monte Carlo des Ostens zu erweitern versucht. Mit Hilfe des Schwarzmarktes, Bordellen oder dem Glücksspiel versucht man mehr Geld zu verdienen als die anderen Spieler.

In den Schatten von Macau, Rechte bei Board Game Box

In den Schatten von Macau ist ein schnelles, unterhaltsames und nettes Brettspiel. Sehr gelungen sind dabei auch die Illustrationen und das Artwork von Jonathan Aucomte. Es ist wirklich schnell erklärt und eignet sich daher auch durchaus für Gelegenheitsspieler.

Die Spielmechaniken sind recht einfach. Grundsätzlich ist der Zeitpunkt des Erwerbs eines Gewerbes von geringer Bedeutung für den Sieg, einzig die Verfügbarkeit und ein etwaiger Bonuseffekt verleiht dem eine Bedeutung. Auch dass die Ressourcen sich nicht verringern, sondern fix bleiben, erleichtert den Spielablauf sehr.

Taktische Feinheiten kommen dabei aber kaum zur Geltung, was aber auch bedeutet, dass sich Gelegenheitsspieler nicht mit einem dicken Regelwerk beschäftigen müssen. Der Spielablauf ist in 5 bis 10 Minuten erklärt und man kann gleich mit dem Spielen loslegen.

Der Spielablauf wird vereinfacht dargestellt

Es gewinnt der Spieler, welcher das meiste Geld verdient hat. Es wird reihum gespielt. Jeder Spieler, der an die Reihe kommt, kann eine von den drei unten angeführten Aktionen auswählen. Sobald ein Spieler sieben Charakterkarten auf der roten Seite hat, oder es keine Gewerbekarten mehr gibt, wird die Runde zu Ende gespielt und der Sieger wird ermittelt.

Charakterkarten produzieren Ressourcen. Auf der roten Seite bieten sie einen zusätzlichen Effekt und zeigen das verdiente Geld, ähnlich wie die Gewerbekarten. Auf ihren blauen Seiten zeigen beide Karten die benötigen Ressourcen, um sie auf die rote Seite umdrehen zu können.

In den Schatten von Macau, Rechte bei Board Game Box

Jeder Spieler hat außerdem eine Witwenkarte, welche einen Wert besitzt und auch als Joker eingesetzt werden kann, dabei verstirbt die Witwe jedoch und blockiert den Platz einer der blauen Karten im eigenen Spielerbereich.

Einen Informanten kontaktieren
Man nimmt die oberste Karte von einem der vier Stapel und legt ihn in seinen eigenen Spielbereich. Man kann maximal fünf Karten mit der blauen Seite vor sich liegen haben, wobei das Limit durch den Barkeeper erhöhbar ist.

Ein neues Mitglied rekrutieren
Wenn man die benötigten Ressourcen hat, die sich auch nicht verbrauchen, kann man eine Charakterkarte auf die rote Seite drehen, um in den Genuss ihrer Effetke und ihren Wert zu kommen.

Ein Gewerbe aufmachen
Wenn man die notwendigen Ressourcen besitzt, kann man sich eines der noch vorhandenen Gewerbe wählen und mit der roten Seite in seinen eigenen Spielbereich legen.

In den Schatten von Macau wurde von Charles Chevallier entwickelt und von Jonathan Aucomte illustriert. Der französische Spieleautor Charles Chevallier ist in seinem Brotberuf Architekt, hat aber bereits, oft in Kooperation mit anderen Autoren, mehr als ein Dutzend verschiedener Brettspiele erfunden.

Board Game Box hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

In den Schatten von Macau, ursprünglich von Ankama, erschien im November 2020 bei Board Game Box. Wir haben bei unserem Test mit 4 Spielern ungefähr 30 Minuten benötigt, exkl. Aufbau und Regel durchgehen, was ca. 10 Minuten gebraucht hat.
70 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
ein sehr schnelles und kurzweiliges Spiel
eignet sich auch sehr gut für Gelegenheitsspieler
sehr einfache und gut verständliche Spielregeln
ein sehr ansprechendes Artwork von Jonathan Aucomte
Negatives
taktisch ist das Spiel nicht sehr fordernd
man hat nur sehr wenige Möglichkeiten

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Category: Brettspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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