Im Zeichen des Bösen

| 9. September 2020 | 0 Comments

Im Zeichen des Bösen von Regisseur Orson Welles ist ein amerikanischer Thriller aus dem Jahr 1958. Das Drehbuch stammt dabei vom Regisseur selbst und basiert auf dem Krimi Unfehlbarkeit kann tödlich sein der US-amerikanischen Schriftsteller H. William Miller und Robert Allison Wade. Neben Charlton Heston spielt Orson Welles selbst eine Hauptrolle und es war auch sein letzter Hollywood Film.

Im Zeichen des Bösen, Rechte bei Koch Films

Im Zeichen des Bösen ist ein echter Filmklassiker, er zählt zu den letzten großen Filmen Noir und ist ein komplexer Thriller, bei dem Gut und Böse weder erkennbar noch trennbar ist. Der Film spielt in einem bedrohliche Milieu und ist mit zahlreichen Stars, auch bis in die Nebenrollen prominent besetzt. Darunter, neben Charlton Heston als Miguel Vargas und Orson Welles als Capt. Hank Quinlan spielen Janet Leigh, Joseph Cotton, Marlene Dietrich, Zsa Zsa Gabor, Akim Tamiroff und Dennis Weaver.

Was die Edition zum Meisterwerk macht ist, dass auch die Schnittfassung enthalten ist, welche Orson Welles Vision am nächsten kommt. Auch die Restaurierung ist wirklich gelungen. Der Kontrast ist sehr gut, auch wenn der Film eine leichte Körnung hat, die ihm eine gewisse Kälte verleiht. Die Dramaturgie war ihrer Zeit voraus, die Handlung wird voran getrieben, man wird gefesselt von der Handlung und den Figuren, die in ihrer schillernden Pracht auftreten.

Im Zeichen des Bösen beginnt mit der Explosion einer Autobombe an der Grenze zwischen den USA und Mexiko, welche die erbittert geführte Auseinandersetzung zwischen dem mexikanischen Drogenfahnder Vargas und seinem amerikanischen Kollegen Quinlan zur Folge hat. Mit gefälschten Beweisen bringt letzterer nämlich vermeintlich Unschuldige hinter Gitter und setzt sein mexikanisches Gegenüber sogar durch die Entführung von dessen Frau Suzie zusätzlich unter Druck.

Interessant sind auch die Interviews und das Feature, welches viel Einblick in die Entstehung des Films und die Dreharbeiten durch Orson Wells bringt. Zurecht wurde der Film oft zitiert, oder sogar imitiert. Die Darstellung Orson Welles ist noch immer beeindruckend, in seiner Direktheit und seiner schmutzigen, rauhbeinigen Art. Auch das tragische Finale, die Ironie, die zum Ende kommt, ist gelungen. Auch wenn die Abschlussdialoge heute ein wenig altmodisch anmuten, ist es ein toller Film.

Im Zeichen des Bösen, mit einer Spieldauer von ca. 118 Minuten, wird mit einem restaurierten, hochwertigen Bild, im Bildseitenformat 1.85:1 (16:9) in schwarz-weiß geboten. Der saubere Ton wird auf Deutsch und Englisch in PCM 2.0 präsentiert. Unter den Extras gibt es folgendes Bonusmaterial:

  • 3 verschiedene Schnittfassungen,
  • Trailer,
  • Interviews,
  • Featurettes,
  • Galerie

Koch Films hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Im Zeichen des Bösen (Touch of Evil) von Koch Films ist seit 23. Juli 2020 mit FSK 16 auf DVD und Blu-ray verfügbar. Wir haben die Blu-ray auf der Home Cinema Anlage LG Electronics BH9530TW getestet.
91 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
Der Film zählt auch heute noch zu den ganz großen
Ein echter Filmklasser der Film Noir Ära
Der Cast ist sehr prominent besetzt
Inkl. Schnittfassung, welche Orson Welles Vision nahe kommt
Negatives
Die Dialoge sind zum Teil altmodisch
Die Gesellschaft hat sich doch stark geändert

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Category: Filme

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Ich liebe Theater und Kinofilme schon seit ich ein kleiner Junge war. Ich hatte das Glück, selbst einmal reinschnuppern zu können und kenne daher auch den Blick hinter die Kulissen. Zu meinen Lieblingsfilmen gehören Klassiker wie Der Pate I + II, Casablanca, Western wie Zwei glorreiche Halunken, Spiel mir das Lied vom Tod, österreichische Filme wie Der Bockerer, Extrablatt, aber auch Zeichentrickflime wie Das letzte Einhorn, Mary & Max, Literaturverfilmungen wie Die Verurteilten, Komödien wie Sein oder Nichtsein, Don Camillo und Peppone, Serial Mom und viele mehr.... Ich bin also regelmäßiger Besucher in Kinos und werde euch über diese Besuche auf weltenraum.at erzählen.

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