Grimms Maskerade

| 30. Januar 2021 | 0 Comments

Grimms Maskerade von Tim Eisner, Ben Eisner und James Hudson ist ein nettes Deduktionsspiel für zwei bis fünf Spieler, in dem man als Märchenfigur seinen geliebten Gegenstand sucht, um Rosen zu sammeln. Am Ende der Durchgänge gewinnt der Spieler, dem es gelingt die meisten Rosen zu sammeln.

Grimms Maskerade, Rechte bei Mirakulus

Grimms Maskerade ist ein märchenhaftes Deduktionsspiel mit wunderschönem Artwork von Lina Cossette und David Forest. Das Spiel hat nicht nur einen wunderschönen Märchentouch, sondern auch eine sehr gut und leicht verständliche Deduktions-Spielmechanik. Es dauert in der Regel auch nicht sehr lange, um die Märchenfiguren den jeweiligen Spielern zuzuordnen.

Die Spezialkarten können das Spiel noch drehen und da es über drei Runden geht, wobei die Anzahl der Rosen ansteigt, bleibt es auch bis zur letzten Runde spannend. Da man nicht abschätzen kann, welche die zweite gezogene Karte sein wird, ist es auch noch etwas glücksabhängig.

Etwas ungewohnt ist, dass die Entscheidungen oder Vermutungen, wer welche Märchenfigur ist, nicht durch Gespräche beeinflusst werden kann, sondern es wird durch die Karten entschieden. Man entscheidet wer eine Karte bekommt. Das kann hilfreich sein, oder auch entlarvend. Es gibt auch eine Zwei-Spieler-Variante, welche uns aber nicht besonders überzeugt hat. Zu viert oder zu fünft ist es aber ein sehr witziges, schnelles und gelungenes Spiel.

Der Spielablauf wird vereinfacht dargestellt

Es gewinnt der Spieler, welcher nach drei Runden die meisten Rosen sammeln konnte. Jener Spieler, der seinen geliebten Gegenstand dreimal finden konnte, gewinnt sofort die Runde. Aber die Runde endet auch, wenn nur noch ein Spieler eine Maske trägt.

Jeder Spieler zieht, wenn er an der Reihe ist, einen der Gegenstände und entscheidet sich ihn zu behalten, oder ihn weiterzugeben. Anschließend wird ein zweiter Gegenstand gezogen und der Spieler muss diese entweder behalten oder weitergeben, gegenteilig zur ersten Entscheidung. Das klingt ein bisschen kompliziert, geht aber im Spiel ziemlich leicht von der Hand.

Wer dabei seinen zweiten Bann-Gegenstand erhalten hat, wird demaskiert und verliert diese Runde. Wer einen zweiten Gegenstand erhalten hat, der nicht sein Bann Gegenstand ist, markiert dies auf der Übersichtstafel und wer seinen dritten geliebten Gegenstand erhalten hat, hat gewonnen.

Zu Beginn werden drei zufällige Spezialkarten gezogen, die verschiedene Effekte auslösen. Am Ende des Zuges kann man zwei gleiche Karten abgeben, um eine der Spezialaktion auszuführen.

Grimms Maskerade wurde von Tim Eisner, Ben Eisner, sowie James Hudson entwickelt und von Lina Cossette, sowie David Forest illustriert. Der amerikanische Spieleerfinder Tim Eisner ist der Gründer von Weird City Games und hat bereits mehr als ein Dutzend verschiedener Games erfunden. Bei vielen davon hat ihm sein Bruder Ben Eisner geholfen. Mit James Hudson ist es die erste Zusammenarbeit.

Mirakulus hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Grimms Maskerade, ursprünglich von Skybound Games, erschien im September 2020 bei Mirakulus. Wir haben bei unserem Test mit 4 Spielern ungefähr 45 Minuten benötigt, exkl. Aufbau und Regel durchgehen, was ca. 15 Minuten gebraucht hat.
78 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
ein durchaus eingängiges Deduktionsspiel
ein wirklich sehr märchenhaftes Artwork
besonders für Gelegenheitsspieler sehr gut geeignet
die Spezialaktionskarten sind sehr abwechslungsreich
Negatives
der Spielablauf ist recht überschaubar
die Spielmechanik ist nicht sonderlich abwechslungsreich
die Zwei-Spieler-Variante überzeugt nicht

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Category: Brettspiele, Spiele

About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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