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Forgotten Waters

Forgotten Waters von Isaac Vega, J. Arthur Ellis und Mr. Bistro ist ein witziges Abenteuerspiel für 3 bis 7 Spieler*innen. Es besteht aus mehreren Geschichten. Dadurch besitzt es einen hohen Wiederspielwert. Bei diesem Spiel sind die Spieler*innen Pirat*innen. Es heißt also Anker lichten und Segel setzen. Ahoi, es geht aufs Abenteuer. Jo, Ho und *ne Buddel voll Rum.

Forgotten Waters bietet einen Monkey Island ähnlichen Charme. Die Spieler*innen sind alle Offizier*innen eines verrückten Piratenkapitäns. Es ist einerseits ein witziges Abenteuerspiel, andererseits ist der Spielplan offen zur Erkundung. Die Geschichten sind aber nicht nur witzig, sondern auch spannend. Dazu kommt eine erfrischende Spielmechanik zur Erkundung der Spielwelt.

Für das Brettspiel Forgotten Waters bracht man zum Spielen eine kostenlose, internetbasierte
App. Diese erreicht ihr über einen Computer oder einen mobilen Browser unter www.fwcrossroads.com. Immer, wenn die Anweisung kommt, einen Eintrag zu lesen, wird die Nummer dieses Eintrags in die App eingegeben. Man hätte diese Einträge auch in ein Buch geben können, aber dieses wäre sehr umfangreich geworden, da sich einige Einträge aufgrund von Entscheidungen ändern. Außerdem ist die Stimme des Erzählers, da man sich die Texte wahlweise auch vorlesen lassen kann, sehr stimmungsvoll.

Das Brettspiel stellt einem fünf verschiedene Szenarien zur Verfügung. Da man aber auch aus rund 21 verschiedenen Sternbildern auswählen kann, spielt sich jedes Szenario immer wieder anders. Noch dazu müssen die Spieler*innen immer wieder Entscheidungen treffen. Zu Beginn gibt es nur rund ein halbes Dutzend bekannter Navigationsplättchen, der restliche Spielplan wird per Zufall aufgedeckt.

Das Ziel

Das Ziel ist es, als Offizier*innen eines Piratenschiffs, gemeinsam zu einem Abenteuer aufzubrechen. Zusammen dienen die Spieler*innen unter demselben verrückten Piratenkapitän und helfen ihm dabei, seine Aufträge abzuschließen. Jede*r sucht jedoch auch sein*ihr eigenes Glück und folgt dabei seinem*ihrem ganz eigenen Sternbild. Das persönliche Schicksal jeder*jedes Einzelnen entscheidet sich am Ende des gemeinsamen Abenteuers, je nachdem, wie weit ihr dem Sternbild gefolgt seid.

Der Spielablauf

Der Spielablauf wird vereinfacht dargestellt. Bei der Vorbereitung eines Szenarios wird u.a. festgelegt welche Plättchen des Spielplans bereits bekannt sind. Man hat eine Aufgabe, ein Ziel vor Augen, aber wie man das angeht, bleibt der Gruppe selbst überlassen.

Planungsphase

Jede Runde beginnt mit der Planungsphase. Die Spieler*innen haben allerdings begrenzte Zeit, um Aktionen für diese Runde auszuwählen. Abgehandelt werden sie erst später. Es gibt gesperrte Aktionen und notwendige Aktionen, die von mindesten 1 Spieler*in ausgewählt werden müssen. Die meisten Aktionen sind aber begrenzte Aktionen, was bedeutet nur 1 Spieler*in darf diese Aktion in dieser Runde wählen. Dazu gibt es auch noch unbegrenzte Aktionen, welche beliebig viele Spieler*innen wählen können.

Forgotten Waters, Rechte bei Asmodee

Aktionsphase

Beginnend mit der 1. Aktion werden alle Aktionen abgehandelt, die in der Planungsphase gewählt wurden. In der Regel muss man dabei eine von mehrere möglichen Fertigkeitsproben ablegen. Man wirft einen 12-seitigen Würfel, zum Ergebnis wird +1 für jedes ausgefüllte Kästchen dieser Fertigkeit hinzugefügt. Dazu kommen noch Boni, die unter dem passenden Symbol auf Schatz- und Storykarten angegeben sind. Je nach Ergebnis wird in der App nachgeschaut, welches Ergebnis eintrifft.

Die Autor*innen

Isaac Vega, J. Arthur Ellis und Mr. Bistro sind drei amerikanische Spieleerfinder, welche zu Plaid Hat Games gehören.

Isaac Vega ist einer der produktivsten Spieleerfinder von Plaid Hat Games. Er hat rund ein Dutzend Spiele erfunden, darunter Brettspiele wie das berühmte Winter der Toten.

J. Arthur Ellis arbeitet seit 2012 mit Plaid Hat Games. Raxxon war sein erster Titel als Gamedesigner. Forgotten Waters ist sein ehrgeizigstes Projekt, entworfen mit Isaac Vega und Mr. Bistro.

Mr. Bistro ist das Herz von Plaid Hat Games und er wurde für sein Brettspiel Dungeon Run bekannt. Er hat fast alle Spiele von Plaid Hat Games als Tester geprüft.

Unsere Testrunden

Bei unserem Test mit sechs Spieler*innen war es ziemlich spannend. Die Abenteuer sind sehr vielfältig, und die verschiedenen Aufgaben machen Spaß. Außerdem folgt jede*r auch seiner eigenen Geschichte und bei den Geschichten, bei denen man seine Ereignisse mit anderen Spieler*innen kombiniert, gab es viel zu lachen.

In der Planungsphase kann es ziemlich hektisch zugehen. Man konzentriert sich auf die Symbole und sucht diejenigen, die einen selbst weiterbringen. Dadurch durchkreuzt man durchaus die Pläne der anderen Spieler*innen, doch große Zeit zum Abstimmen hat man nicht. Das ist aber gewollt so, immerhin will die Spielmechanik es, dass sich jede*r selbst die*der Nächste ist, denn nur, wer genug auf sich und das eigene Sternbild konzentriert, wird auch ein gutes Ende bekommen.

Es ist einerseits schon etwas ernüchternd, wenn man das Abenteuer besteht und dann aufgrund fehlender Sterne versagt, allerdings gibt das auch Ansporn im nächsten Spiel ehrgeiziger zu werden und ab und zu auch die Ellbögen auszufahren. Gleichzeitig ist das Spiel humorvoll genug, dass die Spieler*innen nicht zu verbissen vorgehen, mal abgesehen davon, dass man ja auch zusammenarbeiten muss, um überhaupt zu bestehen.

Asmodee hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Forgotten Waters erschien ursprünglich bei Plaid Hat Games. Im September 2020 wurde es beim Spieleverlag Asmodee in deutscher Übersetzung veröffentlicht. Wir haben bei unserem Test mit sechs Spieler*innen, je nach Kampagne, ungefähr 90 bis 150 Minuten für eine Partie benötigt.

93
%
Forgotten Waters bietet einen großen Spielspaß. Durch die gelungene Spielmechanik ist auch der Wiederspielwert sehr hoch, denn jedes der fünf Szenarien spielt sich auch bei Wiederholung anders. Abhängig von den gewählten Sternbilder, abhängig von den gezogenen Navigationsplättchen, abhängig von den getroffenen Entscheidungen, gibt es unterschiedliche Szenarien. Die Spieler*innen sind alle Offizier*innen eines Schiffes des verrückten Piratenkapitäns. Leider ist man aber auch auf eine App angewiesen, wobei diese durch den großen Umfang und die Veränderungen, die laufend stattfinden, durchaus ein Mehrwert für das Brettspiel darstellen.
Pros
  • eine wirklich durchdachte Spielmechanik
  • das Abenteuerspiel macht viel Spaß
  • die App bietet einen Mehrwert für das Spiel
  • die offene Spielwelt lädt zum Erkunden ein
  • der Wiederspielwert ist sehr hoch
  • das Spielmaterial ist nett gestaltet
Cons
  • man ist auf die App angewiesen
  • man sieht den Text in der Planungsphase

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