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Aventurische Bibliothek

Aventurische Bibliothek von Ulisses Spiele ist ein Quellenbuch für das Fantasy Rollenspielsystem Das Schwarze Auge, 5. Edition. Im Zentrum stehen diesmal wichtige aventurische Bücher und berühmte Bibliotheken, sowie Autoren. Man erfährt auch einiges über die Buchherstellung, sowie über die wichtigsten Zeitungen, von der Brabaker Bilderpostille bis zum transysilische Blatt Der Optolith und bekommt weiteres bibliophiles Wissen. Außerdem wird der Antidodekarische Zyklus erklärt.

Aventurische Bibliothek ist ein Quellenbuch, welches wohl in dieser Form nur bei wenigen anderen Rollenspielen außer DSA möglich ist, immerhin sind es satte 168 Seiten über Bücher und bibliophile Themen einer fiktiven Fantasy Spielwelt. Einzig Cthulhu fiele mir dazu noch ein. Es ist ein Buch, das viel Atmosphäre ins Spiel bringen kann, wenn Spieler und Meister auf diese Art von Stimmung Wert legen. Sehr schön finde ich, dass es von einer Vielzahl der vorgestellten Bücher auch Abbildungen gibt.

Bücher können nicht nur wertvolle und besondere Geschenke sein, sondern ein Buch kann auch ein Objekt sein, das im Mittelpunkt eines Abenteuer steht, entweder weil es womöglich illegal ist und dessen Besitz die Helden in Schwierigkeiten bringt, oder weil sie z.B. ein gestohlenes Buch wiederbeschaffen müssen. Das Buch muss dabei weder ein Zauberbuch sein, noch muss es den Helden Sonderfähigkeiten verleihen.

Und ja, es ist ein wenig nerdig, selbst für Rollenspieler, aber auch irgendwie stylisch, wenn ein Held in den Gemäuern eines alten, verlassenen Klosters in der Gegend des südlichen Tobrien, ein altes, in Vinsalter Tuch eingeschlagenes Buch findet und wenn er dann, im Schein einer Kerze, vorsichtig Staub vom Einband pustet, das Buch behutsam öffnet, mit den Lippen den Text, welcher auf Bosparano verfasst ist, formt und wenn seine Augen aufleuchten, weil er eine Abschrift von Gunar von Stitzenbrücks Meisterwerk Gewandungen der Völker entdeckt hat. Es könnte aber auch sein, dass die Helden den Hinweis erhalten, dass der Verräter in der Kusliker Bibliothek mittels des Ritters kommuniziert hat.

Die über 200 Bücher werden recht ausführlich vorgestellt. Dazu werden verschiedene Fachbegriffe erklärt, von Apokryphe bis Vakatseiten. Neben einem Textzitat wird der Inhalt und seine Entstehung beschrieben. Des Weiteren gibt es eine kompakte Übersicht in Kastenform, in der vom Namen, der Art und dem Format gesprochen wird und die einen Überblick über die Anzahl und die verschiedenen Abschriften und Versionen gibt, aber auch was man durch das Studium des Buches erlernen kann, ob das Buch illegal ist und wie es um dessen Verfügbarkeit steht.

Sehr gut hat mir auch der Büchergenerator gefallen, um dem Bücherschrank, oder dem durchsuchten Zimmer ein wenig Flair zu bieten. Überrascht war ich von der Vielzahl von Zeitungen, welche in Aventurien mittlerweile erhältlich sind, vom Zorganer Kurier bis zur Allgemeinen Schiffsglocke aus Festum gibt es mehrere Dutzend Zeitungen und Periodika, welche erscheinen. Das ist etwas, das ich in zukünftigen Abenteuern sicher berücksichtigen werde.

Ein wenig übertrieben fand ich hingegen die Regeln zum Studium von Büchern, wo es ernsthaft auf die Lesegeschwindigkeit des Lesers, aber auch der Inhaltsqualität von Büchern ankommt. Und es gibt Regeln zum Verfassen von Büchern, wobei die Monetisierung dieser Werke stiefmütterlich behandelt wird. Da wird es fast zu leicht damit auch gutes Geld zu verdienen. Die Spieler fanden die Sonderfähigkeiten Kryptographie sehr interessant, aber auch Kalligraphie.

Übrigens der Antidodekarische Zyklus ist eine Sammlung unheiliger Schriften, welche den zwölf Erzdämonen zugeordnet werden.

Aventurische Bibliothek ist ein Quellenbuch für das Rollenspielsystem Das schwarze Auge von Ulisses Spiele und ist ab Juli 2021 als pdf und als Hardcover erhältlich.

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Aventurische Bibliothek von Ulisses Spiele ist ein Quellenbuch für das Fantasy Rollenspielsystem Das Schwarze Auge, 5. Edition. Im Zentrum stehen diesmal wichtige aventurische Bücher und berühmte Bibliotheken, sowie Autoren. Man erfährt auch einiges über die Buchherstellung, sowie über die wichtigsten Zeitungen, von der Brabaker Bilderpostille bis zum transysilische Blatt Der Optolith und bekommt weiteres bibliophiles Wissen. Außerdem wird der Antidodekarische Zyklus erklärt.
Pros
  • ein faszinierendes Buch über Bücher
  • trägt durchaus zum Flair von Aventurien bei
  • eine Vielzahl von bibliophilen Themen werden angeschnitten
  • es gibt einen praktischen Büchergenerator
Cons
  • sicher nur für einen Teil der Spielerschaft
  • vieles wird nur oberflächlich angeschnitte

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