DKT Das kriminelle Talent

| 15. März 2020 | 0 Comments

DKT Das kriminelle Talent ist eine witzige Version des bekannten Brettspiels DKT Das kaufmännische Talent für zwei bis sechs Spieler. Das Spiel ist bei Piatnik erschienen, mit den humorvollen Illustrationen von Martin Czapkas und ein paar interessanten Ergänzungen zum üblichen Spielablauf.

DKT Das kriminelle Talent, Rechte bei Piatnik Spiele

DKT Das kriminelle Talent, Krumme Geschäfte um Macht und Moneten mit Schnüffel Schorsch, Patronen Pepi & Co. ist eine recht witzige Variante des in Österreich wohl bekanntesten Brettspiels, DKT – Das kaufmännische Talent, welches bereits im Jahr 1936 unter dem Namen Spekulation veröffentlich wurde und seit dieser Zeit vor allem kosmetischen Veränderungen unterlag. Der grundlegende Spielablauf ist gleich geblieben und es gibt wohl nur wenige in Österreich, welche dieses Brettspiel nicht kennen.

Es gewinnt der Spieler, der als einziger am Schluss noch über Geld verfügt, während die anderen Spieler in Konkurs gegangen sind. Das kann aber auch dazu führen, dass einige Spieler schon recht früh ausscheiden, während das Spiel sehr lange dauern kann, da es sehr glückabhängig ist. Daher empfiehlt das Brettspiel selbst, dass man sich vorher eine Zeit ausmacht und nach Ablauf der letzten Runde gewinnt der Spieler, der das größte Vermögen hat.

Der hohe Glücksfaktor ist, in meinen Augen noch immer das große Manko des Spiels, gemeinsam mit der Unberechenbarkeit der Spieldauer. Vor allem wenn zwei Spieler schlussendlich recht ausgeglichen sind, kann sich die Spielerdauer endlos dahinziehen, wobei mit den beiden neuen Erpresserfiguren etwas mehr Bewegung ins Spiel kommt und es teilweise auch schneller zu Ende gehen kann, als man denkt.

Der Spielablauf wird vereinfacht dargestellt

Jeder Spieler kommt abwechselnd an die Reihe. Als erstes würfelt man mit den beiden roten Würfeln und fährt seine Figur im Uhrzeigersinn weiter. Bei einem Pasch darf man, muss aber nicht weiterwürfeln und das neue Ergebnis zum Pasch dazu addieren. Wenn es kein Sonderfeld ist, auf dem die Anweisungen durchgeführt werden, muss man, sofern das Feld in Besitz eines anderen Spieler ist, den Preis laut Tabelle auf der Karte zahlen, falls es noch verfügbar ist, kann man das Feld kaufen.

DKT Das kriminelle Talent, Rechte bei Piatnik Spiele

Auch darf man pro Spielzug seine Felder mit einem Stern aufwerten. Das bringt zwar mehr Einnahmen, aber falls die Erpresser zuschlagen, muss man auch mehr zahlen. Erst nach dem vierten Stern, der aber eine ganze Runde liegen muss, kann man die Sterne gegen einen Security tauschen. Dieser schützt einen vor den Erpressern, aber es ist ein teurer Weg bis dorthin.

Am Ende würfelt man noch mit den beiden schwarzen Würfeln. Hier darf man bei einem Pasch nicht weiterwürfeln und kann sich dann für eine der beiden schwarzen Erpresserfiguren entscheiden und sie gegen oder mit dem Uhrzeigersinn um das Würfelergebnis bewegen. Kommt man dabei auf ein Feld, das einem anderen Spieler gehört, erpresst man von diesem, sofern er keinen Security auf seinem Feld hat, einen Betrag gemäß der Kartentabelle bei Erpressung. Stehen auch noch Spielfiguren auf dem Feld, erpresst man noch mehr Geld. Anschließend ist der nächste Spieler am Zug.

Piatnik Spiele hat uns ein Testmuster für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

DKT Das kriminelle Talent erschien im Februar 2018 bei Piatnik Spiele. Wir haben bei unserem Test mit 4 Spielern unsere Partie auf 60 Minuten begrenzt.
70 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
einer der großen österreichischen Spieleklassiker
witzige Illustrationen von Martin Czapka
die Erpresserfiguren machen das Spiel dynamischer
Negatives
das Glücksfaktor ist noch immer sehr hoch
die unbegrenzte Spieldauer ist nicht abzusehen
man spürt dem Brettspiel sein Alter an
es hätte mehr Casinofelder geben können
Spieler können sehr früh ausscheiden

Tags: , , , , , , , , , ,

Category: Brettspiele, Spiele

avatar

About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.