Die Wächter

| 3. Mai 2020 | 0 Comments

Die Wächter von John Grisham wurde durch die gemeinnützigen Organisationen Centurion Ministries inspiriert, welche von James McCloskey gegründet wurden, um Justizirrtümer aufzuklären. Das Buch handelt vom tragischen Fall von Joe Bryan, der seit dreißig Jahren bis zum heutigen Tag, höchstwahrscheinlich völlig unschuldig in einem texanischen Gefängnis einsitzt, beschuldigt seine Ehefrau ermordet zu haben.

Die Wächter von John Grisham, Rechte bei Heyne

Die Wächter zeigt zwar wie gut John Grisham es versteht eine Geschichte zu erzählen und seinen Figuren Leben einzuhauchen, aber man wartet, vor allem aufgrund seiner anderen Romane, eine spannende Wendung. Es fehlt nicht nur die Auflösung, auch wenn es ein Happy End gibt, sondern auch die Gefahr wirkt zwar realistisch, aber nicht nahbar.

Die Spannung des Romans wird zwar aufgebaut, aber leider nicht erfüllt. Dennoch ist es kein schlechtes Buch, es ist menschlich und bildet ein realistisches Bild ab. Es gibt keine strahlenden Helden und auch die Unschuldigen sind nicht automatisch freundlich und demütig, bzw. die Bösen unfreundlich und grausam.

Die Wächter beginnt damit, dass in Seabrook, Florida, der junge Anwalt Keith Russo erschossen wird. Der Mörder hinterlässt keine Spuren, es gibt keine Zeugen, keine Verdächtigen, kein Motiv. Trotzdem wird Quincy Miller verhaftet, ein junger Afroamerikaner, der früher zu den Klienten des Anwalts zählte.

Miller wird zum Tode verurteilt und sitzt 22 Jahre im Gefängnis. Dann schreibt er einen Brief an die Guardian Ministries, einen Zusammenschluss von Anwälten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, unschuldig Verurteilte zu rehabilitieren. Cullen Post übernimmt seinen Fall und ahnt nicht, dass er sich damit in Lebensgefahr begibt.

John Grisham, geboren 1955 in Jonesboro, USA, ist ein amerikanischer Anwalt und war 7 Jahre Mitglied des Repräsentantenhaus von Mississippi, aber er wurde vor allem durch seine zahlreichen Justizthriller und Kriminalromane mit einer Gesamtauflage von 275 Millionen Exemplaren, bekannt. Vor allem in den 1990ern wurden rund ein Dutzend davon, zum Teil mit hochkarätiger Besetzung verfilmt, darunter auch Gingerbread Man.

Der Heyne Verlag ist ein deutscher Verlag mit Sitz in München, der 1934 in Dresden gegründet wurde und seit 2003 zur Verlagsgruppe Random House gehört und Literatur abseits der ausgetretenen Mainstream-Pfade vertreibt, auf denen sich alle tummeln. Das ist auch das Motto des 2005 gegründeten Labels Heyne Hardcore. Der Roman wurde unter dem Originaltitel: The Guardians im Verlag Doubleday, New York veröffentlicht.

Heyne hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Fotos: © Charlotte Graham; Heyne und Verlagsgruppe Random House
Die Wächter von John Grisham ist seit 02. März 2020 in der Übersetzung von Kristiana Dorn-Ruhl, Bea Reiter, Imke Walsh-Araya bei Heyne als eBook, Hörbuch und Hardcover verfügbar.
65 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
der Roman ist gut geschrieben
die Figuren wirken authentisch
eine realistische Story
Negatives
es kommt nur selten Spannung auf
von Grisham erwartet man sich anderes
es fehlt eine Auflösung, trotz Happy End
die Erwartungen werden ziemlich enttäuscht

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Category: Bücher

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Als Bücherwurm geboren, liebe ich fast jede Gattung der Literatur und verschlinge Bücher zu jeder Tages- und Nachtzeit. F Ich freue mich bereits für Weltenraum mein Talent einsetzen zu können und unseren Lesern viele gute Bücher empfehlen zu können.

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