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Die Chroniken von Avel

Die Chroniken von Avel von Przemek Wojtkowiak ist ein nettes und sehr familienfreundliches kooperatives Abenteuerspiel für 2 bis 4 Spieler*innen. Im Kern geht es darum, dass die Spieler*innen sich auf die Ankunft des Biests vorbereiten. Dabei gibt es nette Tower Defense Elemente. Das ganze Spiel ist sehr kindergerecht aufbereitet.

Die Chroniken von Avel

Die Chroniken von Avel bietet ein durchaus liebevoll gestaltetes Layout. Auch die Spielregeln sind voller Geschichten, über die Welt und viele lustige Figuren geben Tipps und Tricks. Schade ist, dass im Spiel selbst auf die durchaus lebendig wirkende Welt kaum eingegangen wird. Sehr niedlich ist aber das Spielmaterial, und dass man seinen Helden und seine Heldin auch ausmalen kann.

Das Brettspiel ist auch für jüngere Spieler*innen gut verständlich, dazu kommt, dass man kooperativ spielt und ältere Spieler*innen dadurch Jüngere leichter unterstützen können. Es gibt auch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, einerseits durch die drei unterschiedlichen Kraterplättchen, andererseits durch den Aufbau des Spielplans. Je schwieriger, desto mehr Monster kommen ins Spiel und desto kürzer ist der Weg, den das Biest zur Burg geht.

Wir hätten es schön gefunden, wenn es noch ein paar Ortstafeln mehr gäbe, so wäre der Spielplan abwechslungsreicher. Andererseits müsste man dann überlegen, wie man Spezialplättchen ins Spiel bringt, z.B. um Burgmauern zu erwerben oder Fallen gegen das Biest. Auch bei den großen Monstern gibt es nicht allzu viel Auswahl. Dafür sind die Spielmaterialien, wie Ortstafeln oder Monsterplättchen ziemlich selbsterklärend.

Das Ziel

Das Ziel des Spiels ist es, zu verhindern, dass das Biest oder ein Monster die Burg-Ortstafel betreten. Falls das passiert, ist das Spiel sofort verloren. Verschiedene Möglichkeiten wie Fallen und/oder Burgmauern verzögern dieses Ereignis. Die Spieler*innen gewinnen, wenn das Biest und alle Monster besiegt sind.

Der Spielablauf

Der Spielablauf wird vereinfacht dargestellt. Es wird reihum gespielt, jede*r Spieler*in ist abwechselnd dran, bis der Dunkelmond erscheint. Dann erscheint die Bestie und es wird weitergespielt, bis entweder die Monster oder die Spieler*innen gewonnen haben.

Aktionen

Jede*r Spieler*in darf zwei der folgenden Aktionen ausführen. Es darf auch zweimal dieselbe Aktion gewählt werden.

  • Bewegen – man kann sich eine Ortstafel weiter bewegen und diese aufdecken, falls sie noch verdeckt ist
  • Kämpfen – man kann bis zu dreimal, mittels Würfel, gegen ein Monster kämpfen
  • Ortsaktion – einige der Orte bieten Sonderaktionen, wie der Wunschbrunnen oder um Burgmauer zu bauen
  • Ausruhen – man heilt bis zu zwei Leben und bekommt so bis zu zwei verlorene Ausdauerherzen zurück
Die Chroniken von Avel
Die Chroniken von Avel, Rechte bei Asmodee

Kampf

Die Kämpfe werden mit verschiedenen Farb-Würfel bestritten. Es gibt Symbole für Treffer und Symbole, um Treffer zu blocken. Dazu gibt es bei den gelben Würfeln noch ein Joker Symbol, das wahlweise als Treffer oder zum Blocken von Treffern verwendet werden kann. Die Held*innen haben 5 Ausdauer, während Monster zwischen 1 und 4 Leben besitzen. Jeder nicht geblockte Treffer reduziert die Ausdauer bzw. das Leben der Monster um 1 Punkt.

Jede*r Held*in hat zwei grüne Würfel. Monster haben eine unterschiedliche Kombination von schwarzen und violetten Würfeln. Es gibt mit Schild, Helm und Waffe auch magische Gegenstände, die verschiedene Boni erlauben. In ihrer Basis-Version kann man oft einen bestimmten Würfel im Kampf neu würfeln, oft abhängig von der Monsterfarbe. Ausgebaut, erhält man oft andersfarbige Bonuswürfel. Ein Ausbau ist durch Sonderaktionen von Ortskarten oder das Besiegen von Monstern möglich.

Die Autor*innen

Der polnische Spielerfinder Przemek Wojtkowiak, geboren 1973 in Posen, hat in den letzten fünf Jahren rund ein Dutzend verschiedener Spiele erfunden. Die meisten davon sind beim polnischen Spieleverlag Rebel, bekannt u.a. für das postapokalyptische Brettspiel Zona – Das Geheimnis von Tschernobyl, erschienen.

Unsere Testrunden

Bei unserem Test mit vier Spieler*innen hatten wir viel Spaß. Vor allem für jüngere Spieler*innen ist es ein spannendes Spiel, ältere Spieler*innen könnten womöglich etwas an Spieltiefe vermissen. Fast alle waren überrascht, dass es keine Stiefel gibt, ein Umstand, welcher in einer Erweiterung behoben werden wird.

Allen hat aber das sehr stimmungsvolle Artwork gefallen und dass man seinen Helden, seine Heldin auch ausmalen konnte. Auch das Ziehen der Gegenstände, während die anderen Spieler*innen ein Sprüchlein aufsagen, ist sehr witzig. Die verschiedenen Gegenstände bekommt man überwiegend nach einem Kampf oder durch eine Ortstafel.

Nett ist auch, dass man den Schwierigkeitsgrad etwas anpassen kann. So gibt es leichtere und schwerere Partien, aber der Schwierigkeitsgrad ist auch für Gelegenheitsspieler*innen durchaus gut bewältigbar, sodass Die Chroniken von Avel ein echtes Familienspiel sind.

Asmodee hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Die Chroniken von Avel erschien ursprünglich bei Rebel. Im September 2020 wurde es beim Spieleverlag Asmodee in deutscher Übersetzung veröffentlicht. Wir haben bei unserem Test mit vier Spieler*innen, je nach Schwierigkeitsgrad, ungefähr 40 bis 60 Minuten für eine Partie benötigt.

77
%
Die Chroniken von Avel bieten ein durchaus liebevoll gestaltetes Layout. Auch die Spielregeln sind voller Geschichten über die Welt selbst. Viele lustige Figuren geben Tipps und Tricks. Schade ist, dass im Spiel selbst auf die durchaus lebendig wirkende Welt kaum eingegangen wird. Sehr niedlich ist aber das Spielmaterial, und dass man seinen Helden und seine Heldin auch ausmalen kann.
Pros
  • ein fantasievolles Familienspiel
  • gut für jüngere Spieler*innen geeignet
  • das Artwork ist recht bezaubernd
  • die Regeln sind recht einfach
  • der Schwierigkeitsgrad ist anpassbar
Cons
  • eher eine niedrige Herausforderung
  • es gibt nicht allzuviel Abwechslung

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