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Diablo IV

10 Jahre nach dem dritten Teil, kehren wir auf der Konsole mit Diablo IV wieder zurück nach Sanktuario. 50 Jahre sind dort vergangen und es wirkt auch so. Vieles hat sich geändert und dennoch ist es eine Art Heimkehr in die eigene Teenager*innenzeit, die Rückkehr zu einer Art altem*r Freund*in, den*die man vermisst hat, wenngleich man nicht immer weiß, warum eigentlich.

Diablo IV ist eines der meist erwarteten Games des Jahres und nach mehreren Jahren der Entwicklung ist es endlich da. Doch hält es auch, was es verspricht? Kann es an den Erfolg und die Qualität von Diablo III anknüpfen, oder es gar übertreffen? Ist das angesichts der Erwartungen, die daran geknüpft werden, überhaupt noch möglich?

Gleich vorweg, ein finanzieller Erfolg wird das Game auf jeden Fall. Es macht nämlich durchaus viel Spaß, vor allem gemeinsam ins Game einzutauchen. Betrachtet man Game Design als Handwerk, kann man sagen, Diablo IV ist ein sehr gut gefertigtes Kunstwerk, wenngleich man sich eher auf die sichere Seite begeben hat. Es gibt viele Aktualisierungen und das Game ist durchaus State-of-the-Art, aber man hätte ruhig mehr Innovation wagen können.

Die Story ist grundsätzlich schnell erzählt. Die Gamer*innen schlüpfen in die Rolle eines bzw. einer Held*in und versuchen die undurchsichtigen Pläne der mächtige Dämonin Lilith, Tochter von Mephisto, einem der drei großen Übel und Bruder von Diablo, zu durchkreuzen. Das erfordert viele Kämpfe und bietet eine riesige Open World.

Für optische Items gibt es auch einen In Game Shop, welcher durch eine eigene Währung, wie es leider üblich ist, die Kosten etwas verschleiert. Die Items, auch wenn die Kollektionen etwas günstiger sind, gehen ganz schön ins Geldbörserl. Positiv ist dabei festzuhalten, dass dabei keinerlei Items relevant fürs Game selbst sind. Es geht nur darum, wie man sich und seine Figuren, bzw. sein Pferd präsentieren möchte.

Was für eine Auswahl!?

Das Game bietet eine riesige Auswahl an Waffen und Fähigkeiten, mit denen man sich durch Welt von Sanktuario gegen zahlreiche Gegner*innenhorden kämpfen kann. Durch die zahlreichen Optionen, einerseits, wie man Fähigkeiten kombiniert und aufwertet, aber auch wie man Gegenstände verbessert und Boni ersetzt, ist das fast schon eine kleine Wissenschaft. Es ist gar nicht so einfach herauszufinden, welche Kombination in welcher Form am meisten Sinn macht.

Im Internet gibt es zahlreiche Informationen, welche Kombinationen dabei am erfolgversprechendsten sind. Doch zum Glück für Neulinge, muss man kein*e Expert*in sein, man kann auch einfach ausprobieren, was einem Spaß macht. Erfolgreich kann man so zumindest auf den sogenannten Weltstufen 1 oder 2 sein. Danach sollte man zumindest ein wenig taktisch vorgehen. Gerade gegen Ende des Games kann sich eine zu willkürliche Verteilung rächen. Zum Glück kann man recht einfach alles neu verteilen.

Im Game gibt es einen Couch-Koop für zwei, oder einen Online-Koop für bis zu vier Gamer*innen. Das ist auch die Form, in der Diablo IV auch am meisten Spaß macht. Unser Tipp ist es, nicht länger zu warten, sondern einfach starten und viel Spaß und Spannung in Sanktuario zu haben.

GAME & STORY

50 Jahre nach den Ereignissen von Diablo III: Reaper of Souls beginnt das Game mit der Beschwörung Liliths. Sie ist die Tochter des Hasses, die durch die Beschwörung zurück in die Welt der Sterblichen gelangt: Sanktuario. Die Lande sind von grausigen Kreaturen verseucht und nur die tapfersten Seelen können sich dem drohenden Chaos entgegenstellen.

Trailer – Diablo 4, Rechte bei Blizzard Entertainment

Die Dämonin Lilith und der Engel Inarius haben gemeinsam in ihrem Bestreben, dem Ewigen Konflikt zwischen Himmel und Hölle zu entfliehen, die Welt von Sanktuario erschaffen. Doch jetzt, Jahrzehnte nach den Ereignissen von Diablo III: Reaper of Souls, sind sie erbitterte Feinde, die mit ihren Anhängern Krieg gegeneinander führen.

GRAFIK & GAMEPLAY

Diablo IV setzt auf eine realistischere und dunklere Grafik als sein Vorgänger, der eher bunt und comicartig wirkte. Die Landschaften sind detailreich und atmosphärisch gestaltet. Die Licht- und Schatteneffekte sind beeindruckend, und die Animationen der Charaktere und Monster sind schön flüssig und lebendig.

Es ist ein echter Augenschmaus für Fans des düsteren Stils, der schon in den ersten beiden Teilen der Reihe zu sehen war und jetzt zur Vollendung gekommen ist. Es ist sehr passend für den düsteren Ton der Story, die sich um die Rückkehr von Lilith, der Mutter aller Nephalem, und ihren finsteren Plänen dreht.

Das Game bietet ein Gameplay, das sowohl Fans der alten Teile als auch Neulinge ansprechen wird. Das Spielprinzip ist im Kern gleich geblieben. Man wählt eine von fünf Klassen aus: Barbar, Zauberer, Druide, Amazone oder Schurke. Die Gamer*innen erkunden eine offene Gamewelt voller Quests, Dungeons und Schätzen. Sie kämpfen gegen Horden von Feind*innen und Bossen, sammeln Erfahrungspunkte und Ausrüstung. Außerdem verbessern sie ihre Fähigkeiten und Attribute. Dabei kann man entweder alleine oder im Koop-Modus mit bis zu drei anderen Spieler*innen spielen.

Diablo IV bietet einige Neuerungen, die das Gameplay erfrischen und erweitern. Zum Beispiel gibt es nun ein dynamisches Wettersystem, das Einfluss auf die Umgebung und die Kämpfe hat. Es gibt auch mehr Interaktion mit der Welt, wie zum Beispiel das Reiten von Reittieren. Außerdem gibt es ein modifiziertes Skill-System, das mehr Freiheit bei der Gestaltung des Charakters erlaubt.

Man kann inzwischen aus verschiedenen Skill-Bäumen wählen, die verschiedene Aspekte des Charakters beeinflussen, wie zum Beispiel Angriffskraft, Verteidigung oder Beweglichkeit. Man kann auch verschiedene Runen und Edelsteine kombinieren, um seine Fähigkeiten zu modifizieren.

ENTWICKLER & PUBLISHER

Diablo IV, ein Action-Rollenspiel, wurde vom US-amerikanischen Computerspielentwickler Blizzard Entertainment entwickelt und veröffentlicht.

Blizzard Entertainment wurde 1991 gründet, in den ersten Jahren zweimal umbenannt und begann mit Portierungen von Brettspielen oder Games wie Death and Return of Superman. Im Jahr 2022 wurde das Studio von Microsoft übernommen. Obwohl Blizzard Entertainment ein recht überschaubares Portfolio an Gameserien wie Overwatch, Warcraft, World of Warcraft und Diablo aufweist, zählt es zu den größten und erfolgreichsten Gamestudios.

Blizzard Entertainment hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Diablo IV von Blizzard Entertainment erscheint mit PEGI 18 und ist seit 06. Juni 2023 u.a. für PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One und Xbox Series X|S erhältlich. Wir haben das Game auf einer Xbox Series X getestet.

94
%
Das lang erwartete Diablo IV erfüllt größtenteils die Erwartungen der Fans. Es bietet eine riesige Open World, sowie zahlreiche Möglichkeiten seine*n Heldin*Helden zu verbessern und verschiedene Schwerpunkte zu legen. Es gibt zahlreiche sehr unterschiedliche Gegner*innen, spannende und zum Teil herausfordernden Bosskämpfe und das alles gepaart mit einer düsteren Atmosphäre. Die Komplexität der Skills könnte für Anfänger*innen, vor allem im Finale des Games, etwas zu hoch sein, und dem Game hätte ein etwas mehr an Innovation gut getan.
Pros
  • ein grafisches Feuerwerk
  • ein durchdachtes Gameplay
  • eine sehr spannende Story
  • ein großes Open World Game
  • geschmeidige Animationen
  • eine sehr düstere Atmosphäre
Cons
  • etwas wenig Innovationen
  • am Ende rächt sich willkürliche Skillverteilung

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