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Der Spion, der aus der Kälte kam

Der Spionageroman von John le Carré ist ein Klassiker aus dem Jahr 1963 und erlebte seitdem zahlreiche Auflagen. Aber bietet der Stoff auch heute noch Spannung? Schauen Sie sich das an und lesen Sie weiter.

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John le Carré beschreibt in Der Spion, der aus der Kälte aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen im Geheimdienst seine Figuren und das Agentenhandwerk mit einer großen Authentizität und mit einer detaillierten Nüchternheit und beraubt den Leser jeder falschen Romantik dieser Zwischenwelt.

Die Story hat an ihrer Spannung nichts verloren, so kaltblütig die Personen handeln, so menschlich sind ihre Fehler und Schwächen in einer Welt, die keinen Fehler verzeiht. John le Carré war auch die Gedankenwelt, die Psyche der handelnden Personen wichtiger als Gewalt, die als notwendiges Übel dargestellt wird.

Die Story schlägt so einige Haken und hat so manchen doppelten Boden. So zählt das Buch zu Recht zu den Klassikern der Spionageromane und ist auch heute noch an Spannung und Kaltblütigkeit kaum zu überbieten.

Der Spion, der aus der Kälte kam (Originaltitel: The Spy Who Came in from the Cold) ist der zweite Spionageroman des britischen Schriftstellers John le Carré, dem noch zahlreiche weitere  folgten. Doch mit diesem Roman, der sogar mit Richard Burton und Oskar Werner verfilmt wurde, gelang ihm der Durchbruch.

John le Carré hatte ein bewegtes Leben. Sein Vater war ein mehrfacher Hochstapler und Betrüger, der ihn beeinflusste, sowie er selbst, denn er war mehrere Jahre lang Geheimagent beim britischen Geheimdienst. Er weiß also von was er schreibt und „Der Spion, der aus der Kälte kam“ hat er, wie er  später einmal in einem Interview erzählt,  geschrieben als er  „in Beruf und Privatleben zutiefst unglücklich war“.

Alec Leamas, Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes während des Kalten Krieges, ist für Ostdeutschland zuständig. Aber sein Gegenspieler auf ostdeutscher Seite, Hans-Dieter Mundt, löscht einen seiner Agenten nach dem anderen aus und vernichtet das Agentennetz der Engländer völlig.

London erstellt einen Plan, um den gefährlichen Mundt kaltzustellen. Leamas scheidet nach dem Scheitern von diesem aus dem Dienst aus, verfällt zunehmend der Masse und lässt sich – scheinbar unwillig – von der ostdeutschen Seite als Überläufer einkaufen.

Die vorliegende Ausgabe stammt vom Ullstein Verlag und ist in jeder gutsortierten Buchhandlung erhältlich.

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John le Carré beschreibt in Der Spion, der aus der Kälte aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen im Geheimdienst seine Figuren und das Agentenhandwerk mit einer großen Authentizität und mit einer detaillierten Nüchternheit und beraubt den Leser jeder falschen Romantik dieser Zwischenwelt.
Pros
  • große Authentizität
  • zu Recht ein Spionageklassiker
  • Gedankenwelt der Geheimdienste
  • Spannend bis zum Schluss
Cons
  • historisch / technisch aus anderer Zeit
  • oft ein wenig zu bürokratisch geschrieben

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