Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten

| 19. März 2021 | 0 Comments

Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten ist ein Point-and-Click-Adventure, welches in der Spielwelt Aventurien des größten deutschsprachigen Fantasy Rollenspiels Das Schwarze Auge, spielt. Unter den Autoren befindet sich auch der ehemalige Redakteur und Autor Mark Wachholz. Im Zentrum steht der Andergaster Geron, welcher sich der Gefahr stellt und seine Heimat vor dem Untergang bewahren muss.

Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten, Rechte bei Daedalic Entertainment

Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten ist ein sehr nettes Point-and-Click-Adventure, welches vor allem die Atmosphäre der Spielwelt Aventurien einfängt und auch eine recht nette Geschichte zu bieten hat. Auch grafisch wirkt das Abenteuer recht frisch und macht, obwohl es bereits 2012 für den PC veröffentlicht wurde, eine recht gute Figur.

Einzig das Ende des Games hat mich ein wenig enttäuscht, aber das tat dem Spielspaß keinen allzu großen Abbruch. Die Geschichte selbst ist überraschend düster. Ich hätte mir einen etwas märchenhaft-epischen Stil erwartet. Aber die Geschichte ist durchaus gelungen und das etwas rückständige Andergast eine gut Wahl für das Abenteuer.

Man merkt nicht nur, dass man viel Wert auf die Geschichte selbst gelegt hat, sondern auch, dass man die verschiedenen Szenen mit vielen Details ausgestattet hat. Des Weiteren sind die Dialoge recht gut gestaltet, auch wenn sie keine allzu großen Auswirkungen auf den Verlauf des Adventures haben. Durchaus angenehm ist der Schwierigkeitsgrad, auch wenn nicht jedes Rätsel sofort gelöst wird, man schafft sie durchaus.

Am Anfang hat es etwas gedauert, bis ich die Geschichte aufnehmen konnte, ich musste mich erst an die Art des Adventures und wie es erzählt wird, gewöhnen. Dann wurde es immer spannender. Auch die Musik ist sehr gelungen und trägt zur Atmosphäre bei. Nicht ganz so treffsicher war die Wahl der Stimmen.

Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten setzt den Vogelfänger Geron, der dem König dabei helfen soll den Frieden wiederherzustellen, in den Mittelpunkt der Geschichte. Seine königliche Mission ist es die merkwürdigen Krähen einzufangen, die das abergläubische und konfliktgeplagte Reich Andergast heimsuchen. Dabei ist das nur der erste Schritt in das größte Abenteuer seines Lebens.

Nach einer recht wechselhaften Geschichte verschiedener Games, welche auf der Welt des Rollenspielsystems Das Schwarze Auge basieren, ist Satinavs Ketten durchaus eine angenehme Überraschung. Bei einem Point-and-Click-Adventure versucht man verschiedene Gegenstände zu finden, um mit Hilfe dieser Gegenstände und Kombinationen davon, verschiedene Rätsel zu lösen.

Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten ist grafisch sehr hübsch. Die verschiedenen Szenen wurden handgezeichnet und bringen durchaus die Atmosphäre von Andergast und den Stil des Rollenspiels gut rüber. Für die Geschichte selbst benötigt man, abhängig vom persönlichen Geschick, rund 15 bis 20 Stunden.

Daedalic Entertainment hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten von Daedalic Entertainment erscheint am 27. Jänner 2021 für die Xbox Series X|S, Xbox One, Nintendo Switch und PlayStation.
78 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
eines der besseren Games zu Das Schwarze Auge
das Game ist sehr atmosphärisch
der Schwierigkeitsgrad ist recht angenehm
das Game macht durchaus Spaß
Negatives
das Game hat seine Ecken und Kanten
die Wahl der Stimme ist nicht immer gelungen
die Dialoge haben nicht viel Einfluss auf das Game

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Category: Rollenspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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