Close

LOGIN

Close

Register

Close

Lost Password

Das Schwarze Auge: Memoria

Das Schwarze Auge: Memoria ist ein Point-and-Click-Adventure, welches in der Spielwelt Aventurien, des größten deutschsprachigen Fantasy Rollenspiels Das Schwarze Auge, spielt. Unter den Autoren befindet sich auch DSA-Urgestein Hadmar Wieser. Im Zentrum steht Geron aus Andergast, welcher, um seine Freundin Nuri zu retten, zuvor das Geheimnis um Prinzessin Sadja al-Kebîrs Schicksal aufklären muss.

Das Schwarze Auge: Memoria ist ein sehr charmantes Point-and-Click-Adventure, welchem es gelingt die Atmosphäre der Spielwelt Aventurien einzufangen. Das Game bietet auch eine witzige Geschichte. Grafisch wirkt das Videospiel für ein Adventure einigermaßen frisch und macht, obwohl es bereits 2013 für den PC veröffentlicht wurde, wenn man nicht allzu kritisch ist, eine gute Figur.

Nur die Animationen wirken etwas steif und das Gameplay etwas altbacken. Die Stärken des Videospiels sind definitiv die charmante Geschichte und die liebevolle Umsetzung. Das Videospiel knüpft, vor allem in Gestalt der Hauptfigur Geron, an den Vorgänger Satinavs Ketten an. Es hat all dessen Stärken aber auch alle Schwächen übernommen.

Die Rätsel sind zum Teil durchaus anspruchsvoll, aber niemals unlogisch. Es gibt ein paar knackige Nüsse, aber das Game bleibt fair und spannend. Sie sind vor allem gut lösbar, auch wenn man sich mit Das Schwarze Auge nicht auskennt. Es ist ein Videospiel, das nicht nur Fans des Pen & Paper Rollenspiels gefallen wird, sondern jedem Spieler und jeder Spielerin, die ein gutes Point & Click Adventure zu schätzen wissen.

Game & Story

Das Schwarze Auge: Memoria erzählt von Sadja. Einer Prinzessin aus den Tulamidenlanden, welche als größte Heldin in die Geschichte eingehen will. Dazu entschließt sie sich im gewaltigsten Krieg zu kämpfen, den Aventurien je gesehen hat. Den Krieg der Magier, der inmitten einer todbringenden Wüste ausgefochten wird.

Vogelfänger Geron lebt 450 Jahre nach dem großen Krieg. Gerons große Liebe Nuri wurde durch einen finsteren Fluch in eine Krähe verwandelt. Um den Fluch zu brechen und ihre Menschengestalt zurückzuerlangen, ist Geron auf die Hilfe des mysteriösen Händlers Fahi angewiesen, der über magische Kräfte verfügt.

Das deutsche Fantasy Rollenspiel Das Schwarze Auge wurde erstmalig 1984 veröffentlicht und zählt zu den ältesten und beliebtesten Rollenspielen im deutschsprachigen Raum. Es wurde von Ulrich Kiesow erfunden und basiert auf der Fantasy-Spielwelt Aventurien, die von Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs und Ulrich Kiesow entworfen wurde. Mittlerweile gibt es bereits die 5. Edition des aktuellen Regelwerks. Mehr darüber findet ihr bei unseren DSA Rezensionen.

Fahi ist aber nur dann bereit Geron zu helfen, wenn dieser ein Rätsel löst, das Fahi in seinen Träumen gesehen hat. Die Suche nach Antworten führt schon bald zu einer Verkettung von Ereignissen, welche die Geschichten von Sadja und Geron immer weiter zusammen bringen. Die Geschehnisse drohen die Gegenwart in ein finsteres Abbild einer längst vergessenen Vergangenheit zu verwandeln.

Neben der Prinzessin selbst, spielt man den Vogelfänger Geron, wie auch im ersten Teil. Man muss aber, um das Spiel zu verstehen, den ersten Teil keineswegs gespielt haben. Man sollte das aber, wenn einem dieser Teil gefällt, dies unbedingt nachholen. Sehr gelungen, weil sie die Atmosphäre der packenden Geschichte gut rüberbringen, sind die deutschen Sprecher*innen.

Grafik & Gameplay

Das Schwarze Auge: Memoria hat das typische Gameplay eines Point-and-Click-Adventures zu bieten. Vor handgezeichneten Kulissen versucht man verschiedene Gegenstände zu finden. Um mit Hilfe dieser Gegenstände und Kombinationen davon, die Rätsel zu lösen und zur nächsten Szene zu kommen. Dazu interagiert man mit verschiedenen NSCs, um mehr über die Welt und die Geschichte selbst zu erfahren.

Das Videospiel ist grafisch sehr hübsch. Die verschiedenen Szenen wurden handgezeichnet und bringen die Atmosphäre von Aventurien und den Stil des Rollenspiel „Das Schwarze Auge“ gut rüber. Es sieht durchaus so aus, wie man sich den Süden Aventuriens vorstellt, wenn man das Pen & Paper Rollenspiel kennt oder schon gespielt hat. Für die Geschichte selbst benötigt man, abhängig vom persönlichen Geschick, rund 12 bis 15 Stunden.

Daedalic Entertainment hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Das Schwarze Auge: Memoria von Daedalic Entertainment erscheint am 27. Jänner 2021 für die Xbox Series X|S, Xbox One, Nintendo Switch und PlayStation.

82
%
Das Schwarze Auge: Memoria ist ein charmantes Point-and-Click-Adventure, welchem es gelingt die Atmosphäre der Rollenspielwelt Aventurien einzufangen und welches eine witzige Geschichte zu bieten hat. Grafisch wirkt das Videospiel für ein Adventure einigermaßen frisch und macht, wenn man nicht allzu kritisch ist, eine gute Figur. Die Stärken des Videospiels sind die charmante Geschichte und die liebevolle Umsetzung, weniger die Grafik selbst oder das Gameplay.
Pros
  • eine gute und packende Geschichte
  • eine deutsche Sprachausgabe mit guten Sprecher*innen
  • die detailreichen Szenen sind handgemalt
  • die Aventurische Atmosphäre wird gut rübergebracht
  • die Dialoge sind zum Teil sehr witzig und berührend
Cons
  • das Gameplay wirkt etwas altbacken
  • die Animationen sind ziemlich steif

Teilen mit

Ähnliche Beiträge

Jahresrückblick 2017: ...

Der Sommerdrache: Die ...

Concrete Genie

Justice League Dark #1...

Almanach der Himmlisch...

Handbuch: Marktplätze ...