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Cthulhu: Namenloser Schrecken in der Alten Welt

Cthulhu: Namenloser Schrecken in der Alten Welt beinhaltet zwei Abenteuer, welche in Europa spielen. Einerseits ist man im britischen Dunwich der Vergangenheit gefangen, andererseits der fürchterlich inspirierenden Muse in Paris ausgeliefert. Es ist ein Abenteuerbuch für die aktuelle 7. Edition des Horror Rollenspielsystems Cthulhu.

Cthulhu: Namenloser Schrecken in der Alten Welt

Cthulhu: Namenloser Schrecken in der Alten Welt bietet zwei sehr interessante und durchaus unterschiedliche Abenteuer, auch wenn ich ein wenig ergänzende Informationen zur Alten Welt vermisse. Spoiler zu den beiden Abenteuern lassen sich leider nicht vermeiden. Für beiden Abenteuer gibt es jeweils sechs vorgefertigte Charaktere, welche jeweils eine Verbindung zum Abenteuer haben.

Das erste Abenteuer Ein unstillbares Verlangen von Matthew Sanderson spielt in der Gaslicht-Ära, in der Hafenstadt Dunwich, Namenspate für die berühmte Stadt von Lovecraft in den USA.

Das zweite Abenteuer Eine Sendung der Kunst, stammt vom selben Autor und führt die Investigator*innen in die Kunstszene von Paris, wo sie mit der Inspiration zur wahren Kunst konfrontiert werden. Dann kann nicht nur tödlich enden, sondern es führt auch in den Wahnsinn.

Schade ist, dass der Band nicht auch mit Beiträgen bzw. Informationen über Europa, jenseits der deutschen Grenzen ergänzt wurde. Des Weiteren wäre ein Kapitel, was für Besonderheiten Cthulhu-Abenteuer in der Alten Welt bereithalten und was für Unterschiede es zu Abenteuer in der Neuen Welt gäbe, interessant. Das tut aber der Qualität der beiden Abenteuer keinen Abbruch.

Ein unstillbares Verlangen

Das Abenteuer beginnt recht überraschend. Eine Gruppe von Schmuggler*innen findet sich in der Vergangenheit wieder. Sie erleben dasselbe immer und immer wieder, bis es ihnen gelingt, diesen Kreis zu durchbrechen. Das ersceint zunächst gar nicht so einfach, schließlich haben die Investigator*innen zunächst kaum Hinweise auf die Situation. Insgesamt ist es aber, wenn man vermeidet, dass sich die Spieler*innen langweilen, ein echt gutes und interessantes Abenteuer.

Unserer Testgruppe hat das Abenteuer recht gut gefallen. Ich habe mich aber auch bemüht, ein sehr hohes Tempo einzuschlagen. Die Ereignisse überschlagen sich sozusagen. Natürlich konnten die Spieler*innen immer noch Entscheidungen treffen und darüber diskutieren, aber gerade bei einem Abenteuer, wo sich die Abfolge der Ereignisse immer wieder wiederholt, sollte man sich gut überlegen, was man ausspielt und was man einfach nur kurz erzählt, vor allem, wenn es sich um eine Wiederholung der gleichen Szene handelt.

Eine Sendung der Kunst

Es beginnt recht klassisch. War man im ersten Abenteuer noch Schmuggler, so steht diesmal die Kunst im Zentrum. Als Künstler*innen, Kunsthändler*innen oder Mäzen begeben sich die Spieler*innen zu einem Künstler*innenfest, so gesehen kann man hier auch sehr leicht seine eigenen Investigator*innen verwenden. Allerdings wird bei dem Abenteuer viel Wert auf die Beziehungen und Emotionen innerhalb der Gruppe gelegt, was durch die vorgefertigten Charaktere einfacher ist.

Bei unserer Testrunde wurde dieses Beziehungsgeflecht und vor allem die verschiedenen Emotionen durch die Kunst und Inspiration, nicht so ausgenutzt, wie es möglich gewesen wäre. Das Abenteuer selbst ist recht offen gehalten, aber leider führt alles zu einem Endkampf. Diese Abfolge ist für mich nicht ganz stimmig. Einerseits legt das Abenteuer viel Wert auf Emotion, Interpretation und künstlerische Inspiration, andererseits endet es fast immer bei einem großen Kampf.

Pegasus Spiele hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Cthulhu: Namenloser Schrecken in der Alten Welt von Chaosium erscheint bei Pegasus Spiele in deutscher Übersetzung im November 2021 und ist als Softcover und pdf erhältlich.

75
%
Cthulhu: Namenloser Schrecken in der Alten Welt bietet zwei sehr interessante und durchaus unterschiedliche Abenteuer, auch wenn ich ein wenig ergänzende Informationen zur Alten Welt vermisse. Für beide Abenteuer gibt es jeweils sechs vorgefertigte Charaktere, welche jeweils eine Verbindung zum Abenteuer haben.
Pros
  • es sind zwei recht unterschiedliche Abenteuer
  • die vorgefertigte Charaktere sind gut eingebettet
  • die Abenteuer selbst sind recht gut aufbereitet
  • viel Wert auf Emotion und Beziehungen der SCs
Cons
  • es gibt keine Zusatzinformationen zur Alten Welt
  • ein paar Hinweise zur Spielleitung fehlen
  • das zweite Abenteuer führt zu einem Endkampf

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