Crime Story – Vienna

| 8. August 2020 | 0 Comments

Crime Story – Vienna von Peter Prinz ist ein recht klassischer Kriminalfall. Der bekannte Millionär Walten ist verstorben, doch kurz danach wird in seinem Büro eingebrochen, um das Testament zu stehlen. Verbirgt sich hinter dem Tod ein größeres Geheimnis? Die Spieler werden als Detektive auf diesen Fall angesetzt.

Crime Story – Vienna, Rechte bei Noris Spiele

Crime Story – Vienna ist ein Spiel gegen die Zeit, wobei man dabei nicht unter Druck gesetzt wird. Man kann alles in Ruhe diskutieren, erst wenn man Handlungen setzt, Zeugen und Verdächtige verhört, wird der Zeitanzeiger vorgerückt. Bis zur Auflösung kann man aber vielen Spuren folgen, wobei man neben der Kombination der Hinweise auch auf sein Bauchgefühl hören sollte, welche Spuren sich als nutzlos erweisen könnten.

Der berühmte Wiener Millionär Karl Valten ist vor wenigen Tagen verstorben. Gestern Nachmittag kamen die Hinterbliebenen zusammen, um das Testament zu besprechen. Am Abend bemerkte die Haushälterin, dass der Tresor in Valtens Arbeitszimmer aufgebrochen wurde. Als Detektive lüftet ihr die Geheimnisse um diesen mysteriösen Fall.

Der Kriminalfall war ein bisschen klischeehaft, nichts hochtrabendes, aber recht gut zu folgen. Schwierig wurde es immer dann, wenn es zu entscheiden galt welche Spuren vielsprechend sind und welche ins Leere führen. Da ist dann auch etwas Glück dabei, der richtigen Spur zu folgen, weil die Zeit natürlich knapp bemessen ist.

Sehr gut hat uns auch gefallen, dass man gewisse Gespräche mit Zeugen und/oder Verdächtigen nur zu gewissen Uhrzeiten durchführen konnte. Das spielte bei vielen Entscheidungen eine Rolle. So überlegten wir immer wieder, ob wir schon oder noch mit dem Verdächtigen sprechen können, sie standen uns nicht rund um die Uhr zur Verfügung.

Die Spielregeln werden vereinfacht dargestellt

Man beginnt mit Karte 1 und stellt den Ermittler auf 05:30. Die Karte wird laut vorgelesen, dabei gibt es auch immer wieder Symbole, die einen auffordern sofort eine bestimmte Karte zu nehmen. Von allen aktiven Karten kann man den Hinweisen folgen. Dabei ist immer angegeben um wie viele Felder man den Ermittler vorrücken muss.

Crime Story – Vienna, Rechte bei Noris Spiele

Auch in welchem Zeitraum man diesen Zeugen, Verdächtigen aufsuchen kann, ist, falls relevant, angegeben. Da muss man abwägen, will man diesen Zeugen verhören, obwohl man dann noch eine halbe Stunde Zeit zum totschlagen hat, oder will man generell jemanden verhören, was eine Stunde dauert, oder lieber anderen Spuren folgen. Am Ende müssen Fragen beantwortet werden. Die Richtigkeit gibt an wie erfolgreich man war.

Peter Prinz ist ein österreichischer Spielautor, welcher bereits neben seinem Studium begonnen hat, Brettspiele zu erfinden. Auch später, während seiner Karriere in der Privatwirtschaft, sowie auch als Manager von Siemens, hat er weiter Spiele erfunden. Für Jenseits von Theben wurde er für das Spiel des Jahres 2007 nominiert.

Noris Spiele hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Crime Story – Vienna erschien im November 2018 beim Spieleverlag Noris. Wir haben bei unserem Test mit 3 Spielern rund 50 Minuten für die Lösung des Falls benötigt.
70 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
ein klassischer Kriminalfall
die Spielmechanik ist leicht verständlich
sehr gut auch für Nicht-Spieler geeignet
die Zeitbegrenzung der Zeugen ist eine Herausforderung
Negatives
es gibt zu wenig Hinweise auf die richtigen Spuren
die Zeitkarte ist recht pragmatisch gehalten
man braucht Glück bzw. Bauchgefühl
es werden einige Klischees bedient

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Category: Brettspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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