Crime Hotel

| 12. Dezember 2020 | 0 Comments

Crime Hotel von Susumu Kawasaki ist ein nettes Detuktionspiel für 3 bis 4 Spieler, bei dem sie als Polizisten einen Mörder zu finden versuchen, der sich im Hotel vesteckt. Man sucht und kreist den Mörder regelrecht ein, man fordert Unterstützung an, um seine Chancen zu verbessern und um mehr Punkte zu erlangen.

Crime Hotel, Rechte bei Funbot Games

Crime Hotel ist ein sehr nettes Spiel. Es ist schnell erklärt und eignet sich daher auch für Gelegenheitsspieler. Statt dem Spieltuch hätte ich ein Spielbrett besser gefunden, aber das ist kein wirklicher Kritikpunkt. Das Spiel selbst ist nicht besonders komplex, wobei durch die Unterstützung, welche man im Polizeiquartier erhalten kann, wird es schon ein wenig vielfältiger und abwechslungsreicher.

Ein paar Optionen, um den Schwierigkeitsgrad zu verändern, wären nett gewesen. Schön ist auf jeden Fall das Spielmaterial, denn die Polizisten sind Holzfiguren, das restliche Spielmaterial ist aus stabilem Karton hergestellt. Nett ist außerdem der Mondmarker, welcher am Nachthimmel von Wolke zu Wolke wandert, um die aktuelle Runde anzuzeigen.

Der Spielablauf wird vereinfacht dargestellt

Zu Beginn nimmt man alle Zimmerkarten der drei Stockwerke des Hotels, legt eine davon unter das Spielbrett, das in diesem Fall ein Spieltuch ist. Dies ist das Zimmer in dem sich der Mörder versteckt. 6 Karten werden an die Spieler verteilt, die restlichen werden aufgedeckt und auf das Spieltuch gelegt. In diesen Zimmern befindet sich der Mörder nicht.

Reihum spielt jeder Spieler eine Karte offen aus, anschließend, je nach Runde, spricht man einen Verdacht aus, oder fordert Unterstützung an. Wer einen Verdacht ausspricht, markiert mit seiner Spielfigur entweder ein Stockwerk, die letzte Ziffer des Zimmers, oder ein ganz bestimmtes Zimmer. Je konkreter der Verdacht ist, desto mehr Punkte erhält man am Ende für eine richtige Vermutung.

Crime Hotel, Rechte bei Funbot Games

Crime Hotel, Rechte bei Funbot Games

Abgesehen durch die Unterstützungen, die limitiert sind, kann jedes Stockwerk, jedes Zimmer nur von einem Spielfigur markiert werden. Die Unterstützungen sind recht vielfältig. Hierbei kann man seine Figur versetzen, Karten anderer Spieler anschauen, Bonuspunkte erhalten und dergleichen mehr.

Wenn alle Karten verteilt sind, bleibt das Zimmer übrig, in dem sich der Mörder versteckt. Wenn das Zimmer markiert wurde, das Stockwerk und/oder die letzte Ziffer des Zimmers, erhalten die jeweiligen Spieler Punkte. Nach der dritten Ermittlung wird abgerechnet. Wer die meisten Punkt erhalten hat, ist der Sieger.

Crime Hotel wurde von Susumu Kawasaki erfunden. Der japanische Spieleautor hat seit 2003 mehr als zwei Dutzend recht unterschiedlicher Spiele erfunden. Er hat eine Vorliebe für zum Teil durchaus knifflige Spiele mit einfachen Spielelementen. Crime Hotel ist sein neuestes Werk.

Funbot Games hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Crime Hotel, ursprünglich von Happy Baobab, ist im Herbst 2020 bei Funbot Games in deutscher Übersetzung erschienen. Wir haben bei unserem Test mit 4 Spielern ungefähr 30 Minuten pro Partie benötigt, exkl. Aufbau und Erklärung der Spielregeln.
75 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
ein nettes und unkompliziertes Brettspiel
auch gut für Gelegenheitsspieler geeignet
die Unterstützungen sind eine nette Idee
das Artwork ist recht hübsch
Negatives
Schade, dass nur die Spielfiguren aus Holz sind
ein paar optionale Regeln wären nett gewesen

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Category: Brettspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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