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Coriolis – Atlas Kompendium

Coriolis – Atlas Kompendium ist ein Quellenbuch für das Science Fiction Rollenspielsystem des schwedischen Autors Tomas Härenstam. Das Buch beschreibt nicht nur die wichtigsten Sonnensysteme, sondern bietet auch für den Spielleiter verschiedene Anregungen für eigene Abenteuer.

Coriolis – Atlas Kompendium, Rechte bei Uhrwerk Verlag

Coriolis – Atlas Kompendium beinhaltet ein Sammelsurium an verschiedensten Informationen über Planeten und ihre Bewohner. Auch wenn die Texte selbst recht kurz und bündig sind, bieten sie genug Anregungen und Informationen, um einen kurzen Aufenthalt auf dem Planeten interessant und vor allem abwechslungsreich zu gestalten, damit sich eben nicht jeder Planet gleich anfühlt. Dadurch wird die Welt des dritten Horizonts einfach etwas lebendiger.

Auch wenn jeder Planet leider nur sehr kurz angerissen wird und man bei vielen Absätzen gern mehr erfahren hätte, bleibt es der Fantasie des Spielleiters überlassen, welche aber durchaus angeregt wird, aus diesen kurzen Informationen, eine lebendige Welt zu schildern. Unterm Strich ist es ein interessanter, wenngleich sehr kurzer Band, mit vielen Ideen, Möglichkeiten und durchaus nützlichen Generatoren zu Sonnensystemen und Abenteuern.

Ich finde, noch stärker als in einem Fantasy System, sollten sich Planeten in einem Science Fiction System unterschiedlich anfühlen. Diese gewisse Exotik durch unterschiedliche Planetenkulturen sollte einfach spürbar sein, auch wenn natürlich das atmosphärische Bindeglied weiterhin diese Tausend-und-eine-Nacht-Mystik ist und alle Planeten einen gewissen orientalischen Touch besitzen, welcher aber weniger ausgeprägt ist, als ich zunächst vermutet hätte.

Natürlich gibt es auch viele Science Fiction Klischees, wie der Aschegürtel im Odacon System oder die Wolkenstadt auf dem Planeten Dabaran, Bergbaukolonien, etc., aber es gibt auch einiges Originäres wie der Awadhi Sonnenfächer, der Segelpalast oder das Suq der verlorenen Seelen. Grundsätzlich gibt es kein Schema wie die Planeten und Systeme beschrieben werden, mal gibt es zeitgeschichtliche Informationen, mal etwas zur Religion, dann wieder eine geographische Besonderheit.

Sehr gelungen fand ich die verschiedenen Generatoren, einerseits der zu den Sonnensystemen, wobei dieser manchmal zu merkwürdigen Ergebnissen führt, aber auch der zu den Missionen. Aus einem Grundgerüst, das man sich mittels zwei Dutzend Tabellen erwürfelt, kann man dann auch recht schnell ein nettes, abwechslungsreiches Abenteuer gestalten. Durch die vielen Optionen, kommt es auch bei mehrfacher Verwendung zu unterschiedlichen Ergebnissen und führt zu Abenteuern, die nicht zu generisch wirken.

Die Geschichte der Portalbauer kommt im Atlas aber eindeutig zu kurz. Es sind erneut nur ein paar fragmentarische Informationsbrocken, die mehr Fragen aufwerfen als sie beantworten. Auch das Kapitel über Reisen im Dritten Horizont und damit sind nicht nur Reisen mit dem Raumschiff gemeint, ist mir persönlich zu kurz geraten. Es bietet sozusagen drei Optionen, die Entwicklung der Charaktere durch z.B. Gebete an Ikonen, ein sich ereignendes Unglück wie eine Transponder-Fehlfunktion und Begegnungen wie eine Theatergruppe bei ihrem Auftritt zu treffen.

Gerade das Schlechte, die möglichen unglückseligen Ereignisse, werden durch verschiedene Fragen definiert, die zwar den Spielleiter fordern sich selbst etwas dazu passendes auszudenken, aber ich hätte schon gerne ein paar Vorschläge gehabt, wie sich z.B. eine Transponder Fehlfunktion auswirkt.

Der Uhrwerk Verlag hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Der Coriolis – Atlas Kompendium erschien im Jänner 2019 beim Uhrwerk Verlag in deutscher Übersetzung und wird auch als pdf erhältlich sein.
78 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
nützliche Generatoren für Missionen und Sonnensysteme
die Welt von Coriolis wird etwas lebendiger
viele unterschiedliche Informationen zu Planeten
man wird dazu angeregt sich die Welt bunter zu denken
eine gelungene Ergänzung zum Grundregelwerk
Negatives
die Portalbauerinformationen sind recht fragmentarisch
die Informationen sind eher kleine Häppchen
das Reisekapitel bietet zu wenig Auswirkungen
Coriolis – Atlas Kompendium ist ein Quellenbuch für das Science Fiction Rollenspielsystem des schwedischen Autors Tomas Härenstam. Das Buch beschreibt nicht nur die wichtigsten Sonnensysteme, sondern bietet auch für den Spielleiter verschiedene Anregungen für eigene Abenteuer. [caption id="attachment_45823" align="alignleft" width="200"] Coriolis – Atlas Kompendium, Rechte bei Uhrwerk Verlag[/caption] Coriolis – Atlas Kompendium beinhaltet ein Sammelsurium an verschiedensten Informationen über Planeten und ihre Bewohner. Auch wenn die Texte selbst recht kurz und bündig sind, bieten sie genug Anregungen und Informationen, um einen kurzen Aufenthalt auf dem Planeten interessant und vor allem abwechslungsreich zu gestalten, damit sich eben nicht jeder Planet gleich anfühlt. Dadurch wird die Welt des dritten Horizonts einfach etwas lebendiger. Auch wenn jeder Planet leider nur sehr kurz angerissen wird und man bei vielen Absätzen gern mehr erfahren hätte, bleibt es der Fantasie des Spielleiters überlassen, welche aber durchaus angeregt wird, aus diesen kurzen Informationen, eine lebendige Welt zu schildern. Unterm Strich ist es ein interessanter, wenngleich sehr kurzer Band, mit vielen Ideen, Möglichkeiten und durchaus nützlichen Generatoren zu Sonnensystemen und Abenteuern. Ich finde, noch stärker als in einem Fantasy System, sollten sich Planeten in einem Science Fiction System unterschiedlich anfühlen. Diese gewisse Exotik durch unterschiedliche Planetenkulturen sollte einfach spürbar sein, auch wenn natürlich das atmosphärische Bindeglied weiterhin diese Tausend-und-eine-Nacht-Mystik ist und alle Planeten einen gewissen orientalischen Touch besitzen, welcher aber weniger ausgeprägt ist, als ich zunächst vermutet hätte. Natürlich gibt es auch viele Science Fiction Klischees, wie der Aschegürtel im Odacon System oder die Wolkenstadt auf dem Planeten Dabaran, Bergbaukolonien, etc., aber es gibt auch einiges Originäres wie der Awadhi Sonnenfächer, der Segelpalast oder das Suq der verlorenen Seelen. Grundsätzlich gibt es kein Schema wie die Planeten und Systeme beschrieben werden, mal gibt es zeitgeschichtliche Informationen, mal etwas zur Religion, dann wieder eine geographische Besonderheit. Sehr gelungen fand ich die verschiedenen Generatoren, einerseits der zu den Sonnensystemen, wobei dieser manchmal zu merkwürdigen Ergebnissen führt, aber auch der zu den Missionen. Aus einem Grundgerüst, das man sich mittels zwei Dutzend Tabellen erwürfelt, kann man dann auch recht schnell ein nettes, abwechslungsreiches Abenteuer gestalten. Durch die vielen Optionen, kommt es auch bei mehrfacher Verwendung zu unterschiedlichen Ergebnissen und führt zu Abenteuern, die nicht zu generisch wirken. Die Geschichte der Portalbauer kommt im Atlas aber eindeutig zu kurz. Es sind erneut nur ein paar fragmentarische Informationsbrocken, die mehr Fragen aufwerfen als sie beantworten. Auch das Kapitel über Reisen im Dritten Horizont und damit sind nicht nur Reisen mit dem Raumschiff gemeint, ist mir persönlich zu kurz geraten. Es bietet sozusagen drei Optionen, die Entwicklung der Charaktere durch z.B. Gebete an Ikonen, ein sich ereignendes Unglück wie eine Transponder-Fehlfunktion und Begegnungen wie eine Theatergruppe bei ihrem Auftritt zu treffen. Gerade das Schlechte, die möglichen unglückseligen Ereignisse, werden durch verschiedene Fragen definiert, die zwar den Spielleiter fordern sich selbst etwas dazu passendes auszudenken, aber ich hätte schon gerne ein paar Vorschläge gehabt, wie sich z.B. eine Transponder Fehlfunktion auswirkt. Der Uhrwerk Verlag hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt. [box style="tip"]Der Coriolis – Atlas Kompendium erschien im Jänner 2019 beim Uhrwerk Verlag in deutscher Übersetzung und wird auch als pdf erhältlich sein.[/box] [rwp_box id="0"]
Pros
Cons

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