Claim & Claim 2

| 28. September 2019 | 0 Comments

Claim & Claim 2 sind zwei miteinander kombinierbare Stichkartenspiele von Scott Almes, welche bei Game Factory erschienen sind. Der König ist tot und der Spieler, welcher ihm nachfolgen möchte, muss sich den Rückhalt der Fraktionen versichern, doch da wollen natürlich alle Spieler ein Wörtchen mitreden.

Kartenspiel Cover

Claim, Rechte bei Game Factory

Claim & Claim 2 ist ein schnelles witziges Spiel, das durch die Zusammensetzung der Fraktionen und ihren Sonderfähigkeiten einiges an Überraschungen bieten kann. Aber es bleibt ein Stichspiel, mit all den üblichen Stärken und auch den Schwächen. Vor allem die zweite Phase ist nicht ganz durchdacht, da sich nur wenig im Ranking ändert. Es bleibt vor allem ein nettes Kartenspiel für zwischendurch, das schnell erklärt ist und durch seine Volkseigenschaft immer wieder zu überraschen weiß.

Der Spielablauf wird vereinfacht dargestellt

Zu Beginn wählt man entweder Ritter & Kobolde (aus Claim) oder Gnome & Riesen (aus Claim 2), sowie 5 weitere Fraktionen. Diese Karten werden gemischt und an die Spieler werden, abhängig von der Anzahl der Spieler, ihre Handkarten verteilt. Es werden, abhängig von der Spieleranzahl, Karten vom Nachziehstapel aufgedeckt, um die gespielt wird.

Der Startspieler spielt eine beliebige seiner Fraktionskarten, die durchnummeriert sind. Die höhere Karte, wobei 0 ist die niedrigste und 9 die höchste Karte ist, sticht dabei die niedrigere Karte. Dazu kommen aber noch die verschiedenen Sonderfähigkeiten der Fraktionen, welche die Runde ziemlich drehen können. Die anderen Spieler müssen die selbe Fraktion bedienen oder eine andere Karten spielen, wenn sie keine passende haben. Der Spieler, der die Karte mit dem höheren Wert, der vom Startspieler ausgespielten Fraktion gelegt hat, darf als erster eine der offenen Karten wählen.

Man spielt so lange, bis alle Karten verbraucht wurden. Dann nimmt man den Stapel der eroberten Karten an sich, mit denen man jetzt spielt. Die Bedienregeln und dergleichen gelten weiterhin, aber diesmal geht es nicht darum möglichst viele Karten zu erobern, sondern die mit den meisten Punkten, um neuer König zu werden.

Claim & Claim 2 fanden wir nett und unterhaltsam. Das nette Grafikdesign, aber vor allem auch dass dieses Kartenspiel schneller erklärt und schnell erlernbar ist, fand großen Anklang. Aber gerade die zweite Phase fühlt sich im Grunde wie eine Wiederholung der ersten Phase an und hat spürbar wenig geändert wer dann schlussendlich gewonnen hat, eher im Gegenteil wir hatten öfter das Gefühl, dass Pech in der ersten Phase dazu geführt hat, dass man in der zweiten eigentlich keine Chance mehr hatte.

Scott Almes ist ein amerikanischer Spieleerfinder und wurde vor allem für die Tiny Epic Spiele sehr bekannt, wobei er mehr als zwei Dutzend Spiele erfunden hat, welche vor allem schnell zu spielen und einfach zu verstehen sind.

Claim & Claim 2 erschien im Oktober 2018 bei Game Factory. Wir haben bei unserem Test mit 5 Spielern ungefähr 30 Minuten für dieses Spiel benötigt, inkl. Erklärung des Spiels.
70 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
das Kartenspiel ist schnell erklärt
das Design ist stimmungsvoll
die Sonderfähigkeiten sind witzig
Negatives
die Spielmechaniken sind durchaus überschaubar
die zweite Phase ist eine gefühlte Wiederholung der ersten Phase
die Spielmechanik ist ein wenig unausgeglichen

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Category: Brettspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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