Carnival of Monsters

| 28. Dezember 2019 | 0 Comments

Carnival of Monsters ist ein Brettspiel von Spieleautor Richard Garfield für Spieler ab 12 Jahren. Einmal im Jahr nimmt die Königliche Monstrologische Gesellschaft neue Mitglieder auf. Für die Monstrologen bedeutet die Präsentation der Kreaturen viel Mühe und strategische Planung. Länderkarten helfen die exotischen Monster zu gewinnen und geschultes Personal stellt sicher, dass sie keine Bedrohung für das Publikum darstellen.

Brettspielschachtel

Carnival of Monsters, Rechte bei Amigo Spiele

Carnival of Monsters ist ein recht nettes Brettspiel. Die Zeichnungen sind witzig und die Jagd nach einer Vielzahl an schrägen Monster erinnert ein wenig an die Welt von Harry Potter. Das macht Spaß, wenngleich der Zufall ein fast zu starkes Spielelement ist. Wenn man Pech hat, und das ist gar nicht so selten bekommt man zu Beginn zu wenige Länder, oder die falschen Monster.

Das Spiel funktioniert am besten mit 4 oder 5 Spielern, gerade zu zweit ist der Glücksfaktor zu spielentscheidend. Sehr gelungen ist das Artwork und auch die Spielatmosphäre. Vor allem aber erklärt das Regelwerk sehr gut den Spielablauf, sodass keine Fragen übrig blieben und wir auch sehr schnell ins Brettspiel eingestiegen sind.

Der Spielablauf wird verkürzt dargestellt

Carnival of Monsters wird über vier Saisonen, sprich Runden, gespielt. Zu Beginn jeder Saison erhält jeder Spieler jeweils acht Carnivalkarten. Eine davon wird gewählt, die restlichen Karten werden weitergeben. Das wird wiederholt, bis alle Karten verteilt sind. Erbeutete Karten, vorwiegend Länder und Monster, kann man entweder direkt ausspielen oder für einen späteren Zeitpunkt aufheben.

Für jede Saison wünscht sich die Gesellschaft Monster einer bestimmten Art und der Bewerber mit der eindrucksvollsten Sammlung wird belohnt. Am Ende jeder Saison werden ausgespielte Monster in die Menagerie gelegt. Dort bleiben sie bis zum Ende der Partie. Wem dabei das Geld ausgeht, der kann oder vielmehr muss einen Kredit aufnehmen, das kann einen aber am Ende teuer zu stehen kommen.

Carnival of Monsters, Rechte bei Amigo Spiele

Nach vier Saisonen werden alle Siegpunkte addiert, die man durch Monster in seiner Menagerie, durch seine geheimen Ziele, sowie restliche Kronen gesammelt hat. Der Spieler, der am Ende die meisten Siegpunkte erreicht hat, wird als neuestes Mitglied der Königlichen Monstrologischen Gesellschaft aufgenommen und hat gewonnen.

Uns hat vor allem die Atmosphäre gefallen. Auch das Artwork ist schön, wobei die Länder zum Teil nicht ganz so gelungen waren wie die Monster. Sehr gut gefiel uns auch der sehr leichte Einstieg ins Spiel selbst, sodass wir schnell spielen konnten. Außerdem ist das Spiel sehr familienfreundlich. Vor allem unseren jüngeren Spielern hat das Thema insgesamt sehr gut gefallen.

Richard Garfield ist ein US-amerikanischer Spieleentwickler, welcher schon in jungen Jahren Spiele entwickelt hat. Seine bekannteste Erfindung ist das Sammelkartenspiel Magic: The Gathering. Durch diesen Erfolg begann er eine Karriere als professioneller Spieleerfinder. Er hat ein Dutzend weiterer Sammelkartenspiel erfunden.

Carnival of Monsters erschien im Oktober 2019 beim Spieleverlag Amigo. Wir haben bei unserem Test mit 4 Spielern für unsere Partien ca. 75 Minuten benötigt, exkl. Aufbau und Regel durchgehen, was ca. 15 Minuten gebraucht hat.
75 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
das Artwork ist sehr gelungen
das Spiel ist sehr familienfreundlich
die Regeln sind leicht und verständlich
auch für jüngere Spieler unterhaltsam
Negatives
der Glücksfaktor ist sehr hoch
das Spiel funktioniert zu zweit nicht gut

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Category: Brettspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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