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Cargo Noir

Mit Cargo Noir werden die Spieler zu Schmugglern und Halsabschneidern, schicken ihre Schiffe in verschiedene Häfen der 50er und versuchen so viel fette Beute wie möglich zu ergaunern. Ob das auch spannend und lustig ist? Schauen Sie sich das an und lesen Sie weiter.

CNS

Cargo Noir Schachtel, Rechte beim Verlag

Cargo Noir ist ein spannendes Spiel, bei dem man tragisches Augenmaß beweisen und Nerven behalten muss. Einerseits sollte man nicht zu lange auf ein viertes Frachtschiff warten, andererseits sollte man möglichst viele gleiche Waren umtauschen können. Da alles offen gespielt wird, haben auch die Mitspieler den Überblick und können versuchen, die Pläne der anderen zu verhindern. Dadurch werden auch sonst eher vernachlässigbare Häfen wieder sehr interessant. Mich hat vor allem fasziniert, dass es bei diesem Spiel wirklich egal ist wer beginnt. Der Startspieler hat an sich keinen Vorteil oder Nachteil. Vor allem bei den Überlegungen ob man im Hafen überbietet oder sich zurückzieht hat immer wieder zu wilden Gesprächen und lustigen Sticheleien geführt.

Der französische Spieleautor Serge Laget ist durch die Entwicklung von anspruchsvollen Spielen wie Schatten über Camelot oder Mystery Express bekannt geworden. Ihm schwebte schon frühzeitig das Flair der 50er Jahre vor und hat gemeinsam mit Illustrator Miguel Coimbra viele Anspielungen an die Filme dieser Zeit untergebracht. Der Verlag Days of Wonder, bei dem die deutschsprachige Ausgabe erscheint, ist bekannt durch seine liebvolle Gestaltung von Brettspielen mit komplexen Spielverhalten aber mit überschaubaren Spielzeiten.

Im Spielverlauf sendet jeder reihum seine Frachtschiffe in die verschiedenen Häfen, um die offen ausgelegten Waren mit Hilfe seiner Münzen zu ersteigern. Münzen erhält man entweder wenn man später sein Gebot zurückzieht, oder durch den Besuch des Casinos in Macao. Jeder an die Reihe kommende Spieler muss entscheiden, ob er sich zurückzieht und sein Schiff in einen anderen Hafen schickt oder ob er mit Hilfe seiner Münzen sein Angebot erhöht. Jeder Spieler muss eine dieser beiden Entscheidungen treffen, so lange bis nur mehr ein Spieler im Hafen liegt. Dann darf dieser Spieler alle Waren in sein Lagerhaus geben und sein Schiff erneut aussenden. Die so ersteigerten Waren darf er umtauschen, wobei gleiche Waren mehr Punkte einbringen als unterschiedliche Waren. Mit diesen Punkten kann man sich Luxusgüter anschaffen, in verschiedene Branchen investieren oder Spezialfähigkeiten freischalten, wie mehr Frachtschiffe oder ein größeres Lagerhaus. Jede dieser Karten bringen unterschiedlich viele Siegpunkte. Am Schluss hat derjenige gewonnen, welcher sich die meisten Siegpunkte kaufen konnte.

Die Ausstattung des Spiels ist durchaus liebevoll erstellt und bietet vor allem grafisch, dank Miguel Coimbra, eine wunderbare Mischung aus dem Flair des Films „noir“ der 50er und den französischen Comics wie Tim & Struppi, etc . Der Spielinhalt besteht u.a. aus den verschiedenfärbigen Schiffen, einem erweiterbaren Spielbrett, verschiedenen Karten, recht großen Münzen und einem Beutel.

Wir haben bei unserem Test mit 5 Spielern inkl. dem Lesen der Anleitung ca. 90 Minuten für eine Partie gebraucht.
76 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
gute Spielbalance
nettes Flair
schnell zu erlernen
taktisch komplex
spannend bis zur letzte Runde
Negatives
Waren für Siegpunkte Umrechnung bisserl kompliziert
Trennung zwischen Casino und Schwarzmarkt schwammig
Mit Cargo Noir werden die Spieler zu Schmugglern und Halsabschneidern, schicken ihre Schiffe in verschiedene Häfen der 50er und versuchen so viel fette Beute wie möglich zu ergaunern. Ob das auch spannend und lustig ist? Schauen Sie sich das an und lesen Sie weiter. [caption id="attachment_503" align="alignleft" width="200"] Cargo Noir Schachtel, Rechte beim Verlag[/caption] Cargo Noir ist ein spannendes Spiel, bei dem man tragisches Augenmaß beweisen und Nerven behalten muss. Einerseits sollte man nicht zu lange auf ein viertes Frachtschiff warten, andererseits sollte man möglichst viele gleiche Waren umtauschen können. Da alles offen gespielt wird, haben auch die Mitspieler den Überblick und können versuchen, die Pläne der anderen zu verhindern. Dadurch werden auch sonst eher vernachlässigbare Häfen wieder sehr interessant. Mich hat vor allem fasziniert, dass es bei diesem Spiel wirklich egal ist wer beginnt. Der Startspieler hat an sich keinen Vorteil oder Nachteil. Vor allem bei den Überlegungen ob man im Hafen überbietet oder sich zurückzieht hat immer wieder zu wilden Gesprächen und lustigen Sticheleien geführt. Der französische Spieleautor Serge Laget ist durch die Entwicklung von anspruchsvollen Spielen wie Schatten über Camelot oder Mystery Express bekannt geworden. Ihm schwebte schon frühzeitig das Flair der 50er Jahre vor und hat gemeinsam mit Illustrator Miguel Coimbra viele Anspielungen an die Filme dieser Zeit untergebracht. Der Verlag Days of Wonder, bei dem die deutschsprachige Ausgabe erscheint, ist bekannt durch seine liebvolle Gestaltung von Brettspielen mit komplexen Spielverhalten aber mit überschaubaren Spielzeiten. Im Spielverlauf sendet jeder reihum seine Frachtschiffe in die verschiedenen Häfen, um die offen ausgelegten Waren mit Hilfe seiner Münzen zu ersteigern. Münzen erhält man entweder wenn man später sein Gebot zurückzieht, oder durch den Besuch des Casinos in Macao. Jeder an die Reihe kommende Spieler muss entscheiden, ob er sich zurückzieht und sein Schiff in einen anderen Hafen schickt oder ob er mit Hilfe seiner Münzen sein Angebot erhöht. Jeder Spieler muss eine dieser beiden Entscheidungen treffen, so lange bis nur mehr ein Spieler im Hafen liegt. Dann darf dieser Spieler alle Waren in sein Lagerhaus geben und sein Schiff erneut aussenden. Die so ersteigerten Waren darf er umtauschen, wobei gleiche Waren mehr Punkte einbringen als unterschiedliche Waren. Mit diesen Punkten kann man sich Luxusgüter anschaffen, in verschiedene Branchen investieren oder Spezialfähigkeiten freischalten, wie mehr Frachtschiffe oder ein größeres Lagerhaus. Jede dieser Karten bringen unterschiedlich viele Siegpunkte. Am Schluss hat derjenige gewonnen, welcher sich die meisten Siegpunkte kaufen konnte. Die Ausstattung des Spiels ist durchaus liebevoll erstellt und bietet vor allem grafisch, dank Miguel Coimbra, eine wunderbare Mischung aus dem Flair des Films „noir“ der 50er und den französischen Comics wie Tim & Struppi, etc . Der Spielinhalt besteht u.a. aus den verschiedenfärbigen Schiffen, einem erweiterbaren Spielbrett, verschiedenen Karten, recht großen Münzen und einem Beutel. [box style="tip"]Wir haben bei unserem Test mit 5 Spielern inkl. dem Lesen der Anleitung ca. 90 Minuten für eine Partie gebraucht.[/box] [rwp_box id="0"]
Pros
Cons

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