Call of Duty: Vanguard

| 23. November 2021 | 0 Comments

Die Feinde haben die Kirche umzingelt und behageln sie mit ihren Kugeln, die um mich herum pfeifen. Es ist ein Wunder, dass ich nicht getroffen werde. An Gegenwehr ist kaum zu denken, dann aber tauchen im Süden meine Kameraden auf und schon wendet sich das Blatt. Ein paar der Gegner stürmen gleichzeitig die Kirche. Ich kann zwei erledigen, doch der dritte erledigt mich.

Call of Duty: Vanguard, Rechte bei Activision

Call of Duty: Vanguard ist mittlerweile das achtzehnte Game der Call of Duty Reihe und naturgemäß wird es immer schwieriger, abgesehen von der technischen, oder grafischen Entwicklung das beste Game der Reihe zu bringen. Dabei schlägt sich Vanguard nicht schlecht. Die Single-Player-Kampagne verdient diesen Namen und ist sehr cineastisch, doch der Zombie-Modus ist leider noch recht dürftig. Der Multiplayer-Part ist hingegen sehr dynamisch und kurzweilig.

Auch wenn das Game wie ein typischer Vertreter der Reihe wirkt und viel Altbewährtes verwendet wird, gibt es auch ein paar neue Ansätze, wenngleich versteckt. So kann man das Sichtfeld erweitert einstellen, um einen besseren Überblick zu erhalten, außerdem können verschiedene Barrikaden zerstört werden. Das ermöglicht eine taktische Veränderung, wenn man dadurch z.B. neue Routen eröffnet oder dem Gegner überraschend in die Flanke fallen kann.

Leider wurde der Zombie-Modus stiefmütterlich behandelt. Es gibt nur wenige Karten, nur wenige Modi, im Gegensatz zum Multiplayer-Part. Mit derzeit 16 Maps und fast einem Dutzend verschiedener Modi, vom altbekannten Deathmatch bishin zu neuen Varianten wie Patrol, bei dem man einen beweglichen Zielpunkt einnehmen und halten muss, ist aber einiges dabei.

Im Singleplayer-Part haben mir vor allem die Levels gefallen, bei denen man vorsichtig agieren muss und sich richtig als Mitglied einer Spezialeinheit fühlt. Dem Multiplayer-Part gelingt es, dank Skill-Based-Matchmaking, dass sich die Gamer zusammenfinden, welche auf einem ähnlichen Niveau spielen, was aber auch bedeutet, dass man das Beste aus sich herausholen muss und das Game mitunter auch sehr hektisch wird. Generell ist die Geschwindigkeit im Multiplayer-Part sehr hoch, aber das macht das Game auch sehr fesselnd.

Call of Duty: Vanguard bietet in der Singleplayer-Kampagne eine epische Geschichte über eine Spezialeinheit, gebildet aus den verschiedensten Soldaten der Alliierten. Die folgenden vier spielbaren Charaktere überstehen die Verzweiflung und das Chaos des Krieges, doch sie geraten in die Gefangenschaft der Achsenmächte und steigen aus den Schützengräben auf, um eine geheimnisvolle Superwaffe namens Phoenix, zu beschaffen. Die Story selbst wird größtenteils in Rückblenden erzählt. Die vier Charaktere sind:

  • Soldat Lucas Riggs, 20. Bataillon, Australische 9. Infanteriedivision, Achte Britische Armee
  • Sergeant Arthur Kingsley vom 9. Fallschirm-Bataillon, Britische Armee
  • Lieutenant Wade Jackson, Aufklärungsschwadron 6, US-Navy
  • Lieutenant Polina Petrova von der 138. Schützendivision, Rote Armee

Call of Duty: Vanguard bietet das gewohnte Gameplay. Man wählt eine Rolle, kann sich ausrüsten bzw. die Ausrüstung ändern, wählt seinen Modus oder überlässt es dem Zufall und kämpft gegen Freunde oder unbekannte Gamer. Man sammelt Erfahrungspunkte, schaltet neue Ausrüstung frei und stürzt sich in den nächsten Kampf. Man gewinnt XP und steigt Levels auf, welche neue Möglichkeiten, größtenteils kosmetischer Natur freischalten.

Call of Duty: Vanguard ist grafisch ziemlich gelungen. Ab und an kommt es im Multiplayer-Spiel zu kleinen Rucklern, aber insgesamt sind die Maps, wenngleich etwas klein, sehr detailreich und man kann einige Objekte zerstören und so das Schlachtfeld ein wenig verändern. Gerade im Multiplayer-Spiel kann man die Feinheiten oft gar nicht so richtig genießen, denn der Tod lauert überall.

Call of Duty: Vanguard ist ein Ego Shooter, welcher vom US-amerikanischen Video Game Developer Sledgehammer Games für Activision entwickelt wurde. Das US-amerikanische Software Studio Sledgehammer Games wurde 2009 von Glen Schofield und Michael Condrey gegründet. Das Studio war schon bei rund einem halben Dutzend Call of Duty Games beteiligt und diesmal wieder federführend.

Der Publisher Activision, welcher bereits 1979 in den USA gegründet wurde, zählt zu den ältesten Unternehmen seiner Branche. Mittlerweile zählt Activision Blizzard weltweit zu einem der größten Videogame Konzerne und ist für seine großen Game-Erfolge wie z.B. Call of Duty, World of Warcraft, Diablo oder Destiny bekannt.

Activision hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Call of Duty: Vanguard von Activision erscheint mit USK 18 und ist ab 5. November 2021 für Xbox One, Xbox Series X, PlayStation 4 und PlayStation 5 erhältlich. Wir haben das Game auf der Xbox Series X getestet.
78 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
es gibt interessante Ansätze
alles in allem ein guter Ego-Shooter
die Kampagne ist sehr cineastisch
sicher nicht das schlechteste Call of Duty
Negatives
der Zombie-Modus ist etwas enttäuschend
ein sehr hektischer Multiplayer
insgesamt nicht der beste Vertreter der Reihe

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Category: Games, Xbox Series X

About the Author ()

Ich habe früher auf einem C64, dem Amiga und dem PC gezockt. Jetzt zocke ich mittlerweile auf der XBox 360, Xbox One, WiiU, 3DS und PlayStation 4. Zusätzlich war ich längere Zeit als Redakteur bei einem der größten österreichischen Online Konsolen Magazine tätig. Aber im Grund meines Herzens bin ich einfach ein Gamer, der Spaß an spannenden, frischen, interessanten, unterhaltsamen Games hat und teste diese nun für Weltenraum auf Herz und Niere.

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