Breaking Bears

| 6. Februar 2021 | 0 Comments

Breaking Bears von Anastasia Skachkova, Viktor Skachkov und Yury Yamshchikov ist ein nettes Kartenspiel für zwei bis fünf Spieler, in dem man Honig sammelt. Doch Obacht, denn je mehr Honig man sammelt, desto größer wird auch die Versuchung bei den eigenen Vorräten zuzuschlagen und dann wird es mit dem Sieg schwieriger.

Breaking Bears ist ein witziges Spiel, welches vor allem ein sehr witziges Artwork hat. Der Spielablauf, ist trotz der wenigen Regeln gar nicht so schnell verständlich. Wenn man diese aber verstanden hat, kann man sie recht schnell erklären. Es ist auch ein Spiel, das sich sehr schnell spielen lässt.

Man muss ein bisschen taktisch agieren, aber es ist durchaus auch für jüngere Spieler geeignet, da auch das Glücksmoment sehr hoch ist. Es gilt vorauszuahnen welche der Kartenarten die Mitspieler spielen werden, aber man muss ein wenig aufpassen, denn wenn man Pech hat, erhält man zu viele Honigmarker und verliert sie, indem man sie gleich auffrisst.

Die Idee, dass man einerseits die meisten Honigmarker haben möchte, um auch einen Schwarm anzulocken, aber gleichzeitig aufpassen muss, dass man nicht zu viele Honigplättchen bekommt, damit man sich nicht gleich an der süßen Köstlichkeit bedient, ist durchaus gelungen. Dazu kommt das wirklich bärige und sehr witzige Artwork, wobei es ein bisschen schade ist, dass sich das Wortspiel Breaking Bears im Spiel selbst kaum wiederfindet.

Der Spielablauf wird vereinfacht dargestellt

Es gewinnt der Spieler, welcher als erstes 5 Bienenschwärme anlocken konnte. Zu Beginn zieht jeder Spieler heimlich eine der Schwarmkarten.

Dann, zu Beginn jeder Runde, wählt jeder Spieler eine seiner Karten. Es gibt Honigkarten, mit welchen man Honig sammeln kann, Forschungskarten, mit denen man neue Karten erhält und die Schwarmkarte, mit der man Bienenschwärme anlockt. Das Besondere daran ist aber, dass viele Karten Boni bringen, abhängig davon, was der rechte und/oder linke Nachbar gespielt haben.

Wenn man jedoch zu viel Honig erhält, bevor man einen Schwarm anlockt, verliert man seinen ganzen Honig und im schlimmsten Fall scheitert man dadurch sogar einen Schwarm anzulocken. Man erhält dafür einen Naschmarker, der einem in den späteren Runden hilft. Sobald ein Spieler 5 Schwarmmarker hat, hat er gewonnen.

Breaking Bears wurde von Anastasia Skachkova, Viktor Skachkov und Yury Yamshchikov entwickelt und von Marina Kunakasova illustriert. Der russische Spieleerfinder Yury Yamshchikov hat in den letzten 10 Jahren rund ein Dutzend verschiedener Spiele erfunden. Bei diesem Spiel hat er mit Anastasia Skachkova und Viktor Skachkov zusammengearbeitet.

Funbot hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Breaking Bears, ursprünglich von Hobby World, erschien im Februar 2020 bei Funbot. Wir haben bei unserem Test mit 4 Spielern ungefähr 30 Minuten benötigt, exkl. Aufbau und Regel durchgehen, was ca. 10 Minuten gebraucht hat.
70 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
ein recht flottes Kartenspiel
das Artwork ist wirklich witzig
man sammelt viel, aber nicht zu viel Honig
einfach zu erklären
Negatives
sehr wenig Breaking Bad im Spiel
sehr glücksabhängig
es gibt nur sehr wenige Spielmechaniken

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Category: Brettspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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