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Blacksad #1: Irgendwo zwischen den Schatten

Blacksad #1: Irgendwo zwischen den Schatten von Díaz Canales ist eine klassische Noir Geschichte. Im Mittelpunkt steht der Privatschnüffler John Blackkmore, Schauplatz ist New York in den 1950er Jahren, aber in einer alternativen Welt, in der Tiere wie Menschen die Welt bevölkern. Aber weiterhin sind Gier, Macht, Sex, Geld, etc. die Triebfedern dieser Welt.

Blacksad #1: Irgendwo zwischen den Schatten ist eine wunderbare Hommage an die Noir Krimis der 1920er Jahre. Nett ist die Idee, dass diese Welt von anthropomorphen Tierfiguren bevölkert wird. Die verschlagenen Ratten, die doppelzüngigen Echsen, die brutalen aber dummen Schläger wie Nashorn oder Gorilla sind in dieser Geschichte zu finden.

Die Geschichte folgt dabei typischen Mustern. Die Wendungen sind nicht besonders überraschend, aber sie werden gut präsentiert und die verschiedenen Figuren sind gut umgesetzt.

Vor allem auch die Zeichnungen bringen diesen Noir-Touch gut rüber, die Figuren werden teilweise überzeichnet, wie der Künstleragent Zenucki, aber niemals übertrieben, sodass sie nicht unfreiwillig komisch wirken.

Manchmal, wenn ich mein Büro betrete, kommt es mir vor, als wanderte ich durch die Ruinen einer untergegangenen Zivilisation. Nicht wegen der Unordnung, die dort herrscht, sondern weil es sehr den Überresten jenes zivilisierten Wesens ähnelt, das ich einmal war.

Blackmore ist der typische Vertreter des einsamen, melancholischen Privatdetektivs, wie ihn wohl Raymond Chandler nicht besser erfinden hätte können. Auch sind alle Zutaten einer Hardboiled Detective Geschichte vorhanden. Es gibt eine schöne Frau als Opfer, Untersuchungen, welche von den Mächtigen unterdrückt werden und der Ermittler kommt mit harter Faust an Informationen.

Der Inhalt

Blacksad #1: Irgendwo zwischen den Schatten (Blacksad – Quelque part entre les ombres) handelt davon, dass eine ehemalige Liebe von Blacksad, ein echter Filmstar, ermordet wurde. Der Polizeichef Smirnov warnt Blacksad sich in diesem Fall einzumischen, aber unser Freund kann nicht anders, als den Mörder zu suchen, effizient und diskret wie immer. Díaz Canales hat den Comicsammelband geschrieben und von Guarnido stammen die Zeichnungen.

Die Comickünstler

Der aus Spanien stammende Comicautor Juan Díaz Canales begann schon sehr früh Comics zu lesen. Er wurde mit 18 Jahren Schüler in einer Zeichentrickfilmschule. Dort begegnete er Juanjo Guarnido, dem er auch nach dessen Umzug nach Frankreich freundschaftlich verbunden blieb. Beide begannen sie an der Idee von »Schwarzen Krimis« im Stil der 20er-Jahre, eben der Reihe Blacksad, zu arbeiten.

John Blackmore wurde auch Held in dem Videogame Blacksad: Under the Skin.

Blacksad #1: Irgendwo zwischen den Schatten wird zeichnerisch durch Juanjo Guarnido geprägt. Sein Zeichenstil ist recht filmisch angelegt und sehr abwechslungsreich, ohne aber die Grundatmosphäre zu brechen. So ist der Überfall auf den Friedhof durch Schatten dargestellt, oder der tote Erpresser wird von oben betrachtet. Aber auch das große Finale wird besonders durch seine Detailarmut den Fokus gesetzt.

Der spanische Zeichner Juanjo Guarnido begann sein Studium der Beaux-Arts und veröffentlichte mehrere Illustrationen im »Planeta de Agostini«. Später traf auf Juan Diaz Canales, den späteren Autor von »Blacksad«. 1993 zog Juanjo Guarnido nach Paris, um in den Walt- Disney-Studios von Montreuil als Layouter zu arbeiten. Derzeit ist er in der Trickfilmbranche tätig.

Carlsen Comics hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Blacksad #1: Irgendwo zwischen den Schatten ist ein Comicband mit der deutschsprachigen Ausgaben der französischen Comicserie Blacksad von Éditions Dargaud. Der Comicband wurde bereits am 15. Februar 2001 in deutscher Übersetzung herausgebracht.

87
%
Blacksad #1: Irgendwo zwischen den Schatten ist eine wunderbare Hommage an die Noir Krimis der 1920er Jahre. Die Idee, dass diese Welt von anthropomorphen Tierfiguren bevölkert wird, ist nett. Die verschlagenen Ratten, die doppelzüngigen Echsen, die brutalen aber dummen Schläger wie Nashorn oder Gorilla sind in dieser Geschichte zu finden.
Pros
  • detailreiche und sehr abwechslungsreiche Zeichnungen
  • eine Hommage an die Noir Krimis der 1920er
  • die Figuren sind sehr gelungen in Szene gesetzt
  • John Blackkmore ist ein cooler Privatschnüffler
  • man spürt die Freude der Macher an ihren Figuren
Cons
  • die Geschichte folgt bekannten Mustern
  • es gibt kaum überraschende Wendungen

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