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Batman – One Dark Knight

Batman – One Dark Knight ist eine Graphic Novel von Jock. Er zeigt, trotz eines Superschurken mit Superkräften, ein eher realistisches, deprimierendes Bild von Gotham. Es ist voller brutaler Gangs und mit viel Gewalt. Die Grenzen zwischen Gut und Böse existieren in dieser Geschichte nicht und die Superkraft löst einen Blackout aus. Die Auswirkungen sind dabei auch recht wenig comichaft.

Batman - One Dark Knight

Die Geschichte wird beinhart erzählt und obwohl Gewalt die Graphic Novel dominiert, spart Jock mit Details, fast als wolle er zeigen, dass die Gewalt zum Alltag, von Batman und von Gotham City gehört. In beiden Fällen ist es nicht notwendig den Scheinwerfer darauf zu richten. Die actionreiche Geschichte umweht dabei immer eine gewisse traurige Hoffnungslosigkeit.

Der Superschurke, der im Zentrum der Geschichte steht, E.M.P., ist weder der Drahtzieher der Ereignisse, noch einer der wahnsinnig bösartigen Superschurk*innen, wie in den üblichen Batman-Geschichten. Nicht, dass an seiner eigentlichen Schuld gezweifelt wird, er selbst weiß, dass er schuldig ist. Auch seine Strafe wird nicht infrage gestellt. Einzig Brody, der leider etwas farblos bleibt, trägt so etwas wie kindliche Unschuld in sich.

Dennoch wird er zum Opfer der Umstände. Die einen wollen Rache, die anderen nutzen ihn aus, um ihre eigene Agenda voranzutreiben. Weitere sehen in ihm eine brutale Möglichkeit, um Macht zu erlangen, was immer sie selbst darunter verstehen. Der einzige, der ihn davor schützt, für fremde Zwecke benutzt zu werden, ist Batman. Mit eiserner Willenskraft will er ihn nach Blackgate bringen, gleich, wie sinnvoll oder erreichbar das ist.

Die eigentliche Intrige kommt erst gegen Ende zum Vorschein. Das Finale ist so unausweichlich, wie es gleichzeitig spannend ist. Auch hier geht es um keinen Superschurken, oder um keine Superschurkin, sondern um eine verbitterte, rachsüchtige Person, welche jegliches Verhältnis zwischen Schuld, Schmerz und Sühne verloren hat. Das Böse trägt in dieser Geschichte ein gewöhnliches, banales Antlitz. Der vermeintliche Superschurke ist ein trauriger, schuldiger Mann, welcher keine Ambitionen auf das Böse hat.

Zeichnerisch ist die Geschichte durchaus herausragend. Selten wird ein so deprimierendes, realistisches und so finsteres Bild von Gotham gezeigt. Der Schmerz und die Gewalt werden nie übertrieben, im Gegenteil, die Details bleiben im Schatten. Umso mehr spürt man beides. Auch die Hoffnungslosigkeit ist greifbar und in den Schatten der Panels zeigen die verschiedenen Figuren neben dieser eine fast gleichmütige Verbissenheit.

Der Inhalt

Batman – One Dark Knight (One Dark Knight #1–#3) handelt davon, dass Batman einen Gefangenentransport der Polizei begleitet, mit dem der Superschurke E.M.P. aus dem Arkham Asylum ins Blackgate-Gefängnis überführt werden soll. Für den Dunklen Ritter ist das eigentlich reine Routine, doch dann kommt es zur Katastrophe.

Batman wurde 1939 vom Autor Bill Finger und dem Zeichner Bob Kane geschaffen und hatte seinen ersten Auftritt in Detective Comics #27 vom Mai 1939. Als maskierter Rächer kämpft er gegen alle, welche seine Heimatstadt Gotham bedrohen. Batman zählt zu den bekanntesten Superheld*innen weltweit. Er gilt als der größte Detektiv der Welt und auch ohne Superkräfte stellt er sich den gefährlichsten Superschurk*innen.

Eine Straßengang überfällt den Transporter und befreit E.M.P. Dieser setzt mit seinen Kräften einen gewaltigen elektromagnetischen Impuls frei, der ganz Gotham City in Finsternis versinken lässt. Batman ist entschlossen, E.M.P. ins Blackgate zu bringen, doch er wird von den brutalsten Gangs der Stadt gejagt. Die Graphic Novel wurde von Jock geschrieben und gezeichnet.

Die Comickünstler*innen

Die Graphic Novel wird durch die unverkennbaren Zeichnungen von Jock geprägt, welcher die Geschichte auch geschrieben hat. Bei seinem etwas abstrakten Zeichenstil bleiben die Gesichter zwar nicht unkenntlich, aber oft im Schatten. Viele Details deutet er nur mit scharfkantigen Strichen an, dennoch sind die Emotionen seiner Figuren gut erkennbar. Es gelingt ihm sogar große Emotionen abzubilden, ohne dass sie übertrieben wirken.

Der britische Zeichner Mark Simpson aka Jock, ein bekennender Batman und Wolverine Fan, wurde vor allem für seine Arbeiten an 2000 AD, The Losers und All-Star Batman #2 bekannt. Für seine Arbeiten an der Serie Batman – Detective Comics bekam er den Stan Lee Award. Sein etwas abstrakter Zeichenstil wird vom starken Zusammenspiel von Licht und Schatten geprägt.

Panini Comics hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Batman – One Dark Knight ist ein Hardcover Album mit der deutschsprachigen Ausgabe der glelchnamigen US-amerikanischen Mini-Serie von DC Comics. Das Album wurde am 29. November 2022 in deutscher Übersetzung, auch mit einem auf 555 Exemplaren limitierten Variant Cover herausgebracht.

87
%
Batman - One Dark Knight wird beinhart erzählt. Im Zentrum der Geschichte steht nicht, wie üblich, eine der wahnsinnig bösartigen Superschurk*innen. Es ist eine Geschichte voller Grauzonen. Der Superschurke ist ein schuldiger, trauriger Verlierer. Die vermeintliche Heldin ist eine verbittere, rachsüchtige Person. E.M.P. ist für alle anderen nur ein Mittel zum Zweck. Einzig Brody, der ein wenig farblos bleibt, trägt kindliche Unschuld in sich.
Pros
  • die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen
  • eindrucksvolle Zeichnungen eines hoffnungslosen Gotham
  • das Finale ist unausweichlich, aber durchaus spannend
  • die Gewalt dominiert ohne plakative Brutalität
  • eine berührende Geschichte von einem tollen Künstler
  • EMP ist keiner der wahnsinnigen Superschurk*innen
Cons
  • die Geschichte hat ihre Längen
  • Brody bleibt etwas farblos
  • es fehlt ein wenig die große Wendung

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