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Batman: Die Festung

Batman: Die Festung ist ein Sammelband mit der abgeschlossenen Mini-Comicserie Batman: Fortress von Garry Whitta, mit den Zeichnungen von Darick Robertson. Die beiden Comickünstler erzählen eine witzige Geschichte über ein schräges Team-up und den Einbruch in den wohl sichersten Ort der ganzen Welt. Dabei handelt es sich weder um Fort Knox noch den Kremel, sondern Supermans Festung der Einsamkeit.

Batman: Die Festung

Es ist eine Geschichte über ein ungewöhnliches Team-up, nämlich Batman und Lex Luthor. Dass es noch ein paar anderen Figuren gibt, ist geschenkt. Wobei D’ayl eine recht witzige Figur ist, die aber in der zweiten Hälfte des Comicbandes leider nur mehr eine kleine Rolle spielt. Auch wenn es eine durchaus humorvolle Geschichte ist, gibt es dabei eine ernste Botschaft.

Es geht um Schuld, um Rache und um Verantwortung. Die schlussendliche Auflösung ist durchaus ungewöhnlich. Wer trägt die Verantwortung der Taten seiner Vorfahren? Wird man an seinen eigenen Taten gemessen, oder ist man der Sohn seiner Eltern? Wird man durch ihr Verhalten geprägt und steht unentrinnbar auf demselben Pfad?

Fast ein wenig zu kurz geht Garry Whitta auf den Ursprung der Invasion ein. Es geht dabei um das Thema Schuld der Väter und ob man die Töchter, oder in diesem Fall die Söhne dafür bestrafen darf oder soll. Es ist ein interessanter Ansatz, welcher aber von Peter J. Tomasi im Superman Sonderband 2: Super-Söhne besser, und auch etwas humorvoller umgesetzt wurde.

Zeichnerisch ist die Geschichte ziemlich gewöhnungsbedürftig. Darick Robertson ist ein guter Zeichner, aber er hat The Boys ziemlich stark geprägt. Man erwartet fast, dass gleich Billy Butcher oder Hughie Campbell auftauchen. Er ist einfach nicht der richtige Zeichner für eine Batman Geschichte. Auch Lex Luthor schaut mehr wie eine Parodie seiner selbst aus. Einzig Batmans Butler, Pennyworth hat er richtig gut getroffen.

Der Inhalt

Batman: Die Festung (Batman: Fortress 1-8) handelt davon, dass ein globaler Stromausfall die Erde in Finsternis versinken lässt. Batman muss nicht nur sein Zuhause, Wayne Manor, gegen Einbrecher*innen verteidigen und in seiner Heimatstadt Gotham City den Joker im Zaum halten. Zusätzlich übernimmt Bruce die Führung der Superheld*innen.

Lex Luthor zählt zu den klügsten Menschen der Erde und wurde von Jerry Siegel und Joe Shuster als Erzfeind von Superman erschaffen. Lex Luthor hat seinen ersten Auftritt in Action Comics #23 vom April 1940 und ist seitdem aus dem DC Comics Universum nicht mehr wegzudenken. Er hat im Zuge der DC Comics Geschichte schon einige Veränderungen durchgemacht, er war sogar Mitglied der Justice League.

Er führt sie in den Kampf gegen jenen außerirdischen Feind, der für den Blackout verantwortlich ist. Am Ende bleibt nur eine Chance: Der Dunkle Ritter, Lex Luthor und weitere ungewöhnliche Verbündete müssen während Supermans mysteriöser Abwesenheit in dessen Festung der Einsamkeit einbrechen. Der Comicband wurde von Garry Whitta geschrieben. Die Zeichnungen stammen von Darick Robertson.

Die Comickünstler*innen

Das Comic wird durch die Zeichnungen von Darick Robertson geprägt. Er bricht die Panels stark auf und pflegt einen sehr scharfen Zeichenstil, mit sparsam eingesetzten Schraffuren, der ein wenig an Animationsfilme erinnert. Die Farben von Diego Rodriguez sind meist recht großflächig, er verwendet selten Farbverläufe.

Gary Whitta ist ein britischer Drehbuchautor, Autor, Game Designer und Videospieljournalist. Er war Chefredakteur des PC Gamer-Magazins und war Co-Autor von Rogue One: A Star Wars Story. Er schrieb auch den postapokalyptischen Thriller The Book of Eli mit Denzel Washington in der Hauptrolle. Gary war zusätzlich an der Story der Telltale Games-Adaption von The Walking Dead beteiligt.

Der amerikanische Comiczeichner Darick Robertson wurde vor allem durch seine Comicserien Transmetropolitan und The Boys bekannt, welche er nicht nur grafisch geprägt, sondern auch miterschaffen hat. Er hat für fast alle namhaften Comicverlage in den USA gearbeitet, aber sein größtes Epos und beste Arbeit hat er für The Boys abgeliefert.

Panini Comics hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Batman: Die Festung ist ein Sammelband mit den deutschsprachigen Ausgaben der US-amerikanischen Mini-Serie Batman: Fortress von DC Comics. Der Sammelband wurde am 23. Mai 2023 in deutscher Übersetzung herausgebracht.

87
%
Es ist eine Geschichte über ein ungewöhnliches Team-up, Batman und Lex Luthor. Beide sind sich ähnlicher als ihnen wohl lieb ist, und man auf den ersten Blick vermutet. Sie sind beide unermesslich reich, äußerst klug, lieben technische Spielzeuge, sind wahre Kämpfer und haben eine Beziehung zu Superman. Bruce ist wohl Supermans bester Freund, während Lex sein größer Feind ist. Gemeinsam müssen sie nun eine schreckliche Katastrophe verhindern. Garry Whitta greift aber auch das Thema der Schuld der Väter auf.
Pros
  • Bruce und Lex sind ein witziges Team-Up
  • es geht um die Schuld der Väter
  • eine spannende Geschichte, gelungen erzählt
  • das Erzähltempo stimmt einfach
Cons
  • D'ayl ist leider eine Nebenrolle
  • Darick Robertson wäre nicht meine Wahl gewesen
  • der Schuld der Väter Ansatz geht ein wenig unter

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