Baker Street – Das Vermächtnis von Sherlock Holmes

| 28. August 2021

Der weltgrößte Detektiv hat sich zur Ruhe gesetzt und braucht nun unsere Hilfe, wegen der immer zahlreicher werdenden Verbrechen in London. Es gilt Rätsel zu lösen, das London des 19. Jahrhunderts zu durchkämmen und den berühmtesten Privatdetektiv der Welt in Erstaunen zu versetzen.

Baker Street – Das Vermächtnis von Sherlock Holmes, Rechte bei Panini Verlag

Baker Street – Das Vermächtnis von Sherlock Holmes ist ein sogenanntes Escape Room Spiel. Bei dem Spiel geht es darum Rätsel zu lösen und dadurch die Verbrecher zu überführen. Jeder Fall führt zu einer eindeutigen Person. Das besondere an diesem Rätsel-Spiel ist, dass dieses Spiel mehrmals spielbar ist. Das Spielprinzip und die Spielmaterialien gestatten es mehrere Partien zu spielen, ohne dass es zu exakten Wiederholungen kommt.

Es braucht keine Vorbereitungszeit und es gibt im Grunde keine Regeln. Man wählt vier Rätselkarten und sucht mit Hilfe der Lösungen den wahren Täter. Die Geschichte selbst ist sehr dünn, eigentlich kaum vorhanden. Es gibt einen Brief von Sherlock Holmnes, doch selbst die Art des Verbrechens bleibt sehr vage.

Das Artwork ist recht nett, das Spielbrett und das Spielmaterial sind sehr minimalistisch. So ist die Spielschachtel auseinandergefaltet, das Spielbrett, wobei man im Grunde nur je 1 Rätselkate der vier Örtlichkeiten braucht. Die meisten der Rätsel zählen eher zu den leichteren Rätseln, weshalb sich das Spiel gut für Gelegenheitsspieler eignet, oder für eine spontanen Partie. Da es jeweils nur 4 Rätsel gibt und man danach den Verbrecher nach den vier ermittelten Kriterien sucht, ist es auch rasch gespielt.

Der Spielablauf wird vereinfacht dargestellt

Man wählt zu Spielbeginn jeweils eine Rätselkarte um den Hyde Park, den Crystal Palace, die Kensington Gardens und sogar die Albert Hall zu erforschen. Nach Lösung des Rätsel erhält man eine Hinweiskarte mit einem Idetifikationsmerkmal, zum Beispiel das der oder die Täterin raucht, oder das sie jung ist.

Baker Street – Das Vermächtnis von Sherlock Holmes, Rechte bei Panini Verlag

Bei manchen Rätsel erhält man auch weitere Hinweiskarten und muss mehreren Spuren folgen. Man kann das Spiel rein kooperativ spielen oder in Gruppen gegeneinander antreten. Hat man alle vier Rätsel gelöst, nimmt man das Poster, um die schuldige Person zu identifizieren. Es gibt in etwa 30 Rätsel, die, je nach Kombination, zu mehr als 50 möglichen Schuldigen führen können.

Wir hatten bei unserem Test zu dritt durchaus Spaß und wir konnten, alle Rätsel lösen, aber nicht unbedingt immer den richtigen Täter identifizieren. Die Rätsel sind zwar sehr unterschiedlich, aber bis auf ein paar Ausnahmen, fast zu leicht. Gut fanden wir, dass wir das Spiel auch öfter spielen können. Weniger gelungen fanden wir, dass die Täter nicht leicht zu identifizieren sind, sodass zum Beispiel jung eher bedeutet, dass man nicht schon im Pensionsalter ist. Das Spiel wurde von Nicolas Lozzi erfunden.

Panini hat uns ein Rezensionsexemplar für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

Baker Street – Das Vermächtnis von Sherlock Holmes ist ein Escape Spiel für 2-6 Spieler und wurde von Panini am 20. April 2021 herausgebracht. Wir haben das Spiel zu dritt getestet und dafür weniger als 30 Minuten gebraucht.
70 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
Man kann es jederzeit, sofort spielen
das Artwork der Karten ist recht nett
die Rätsel sind auch für Kinder geeignet
Negatives
es gibt im Grunde keine Geschichte
es ist zu schwer mit den Lösungen den Täter zu finden
die Rätsel sind oftmals viel zu leicht

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Category: Brettspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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