Atlantica

| 31. August 2019 | 0 Comments

Atlantica von Christian Fiore und Knut Happel ist ein witziges Brettspiel für zwei bis fünf Spieler. Das Spiel ist bei Piatnik erschienen. Dabei sucht sich jeder ein Team zusammen und birgt die Geheimnisse der legendären versunkenen Stadt. Wer die wertvollsten Schätze auf die Schiffe geladen hat, gewinnt.

Spielschachtel

Atlantica, Rechte bei Piatnik

Atlantica ist ein netter Mix aus Taktik und Glück, ein nettes Familienspiel, das ein sehr nettes Artwork besitzt und durchaus auch ein paar unterschiedliche Mechanismen, um zu gewinnen. Es bietet auch für jüngere Spieler ein nettes Spielerlebnis. Auf jeden Fall werden die Taktik und komplexe Mechanismen anschaulich erklärt und leicht verständlich aufbereitet.

Je mehr Schatzkarten einer bestimmten Art man hat, desto höher ist der Bonus. Bei manchen Schatzkarten bekommt man überhaupt erst Punkte, wenn man eine bestimmte Anzahl besitzt. Das können sich andere Spieler natürlich zunutze machen, indem sie versuchen zu verhindern, dass man weitere dieser Karten erhält.

Man muss aber auch immer wieder abwägen welche Schatzkarten man sammeln will, welche Forschungskarten und was am günstigsten ist, auch in Hinblick auf die Tauchkarten, die man besitzt. Dadurch kann man verschiedene Taktiken verfolgen.

Der Spielablauf wird vereinfacht dargestellt

Man spielt reihum und wer an der Reihe ist, darf sich für bis zu 3 Aktionen entscheiden, oder passen und die Aktion „Luft holen“ nutzen. Danach ist der nächste Spieler an der Reihe. Bei den Aktionen (1 – 4) müssen Tauchkarten gespielt werden. Tauchkarten besitzen ein Farbsymbol, davon gibt es 6 unterschiedliche. Je nach Aktion wird eine anderen Kombination von Karten verlangt.

  1. Das Tauchboot – Schatzkarte(n) nehmen
  2. Die Kneipe – Taucherkarten oder zwei beliebige andere Karten nehmen
  3. Der Hafen – Schiffskarte nehmen
  4. Die Forschungsstation – Forschungskarte(n) nehmen

oder „Luft holen“ – Passen und Taucherkarten nehmen.

Brettspiel Inhalt

Atlantica, Rechte bei Piatnik

Wird beim Auffüllen der Schatzkartenfelder nach dem Zug eines Spielers die Hurrikankarte aufgedeckt, legt dieser Spieler die Hurrikankarte offen vor sich ab. Nun ist jeder Spieler noch einmal an der Reihe, einschließlich des Spielers mit der Hurrikankarte. Die dabei genommenen Karten werden wie gewohnt aufgefüllt. Danach folgt die Wertung. Je mehr Schatz- oder Forschungskarten einer Art man hat, desto höher ist die Punktezahl. Wer die meisten Punkte besitzt, hat gewonnen.

Atlantica wurde von Christian Fiore und Knut Happe erfunden. Die beiden deutschen Spieleautoren Christian Fiore und Knut Happel haben mittlerweile rund zwei Dutzend Brettspiele zusammen erfunden. Die beiden Jugendfreunde, welche gemeinsam in einem kleinen rheinhessischen Dorf aufgewachsen sind, beschäftigen sich seit 2003 ernsthaft mit dem Erfinden von Spielen.

Christian Fiore ist Graphik-Designer und hat zahlreiche Gesellschaftsspiele grafisch gestaltet – sowohl eigene als auch solche anderer Spieleautoren. Knut Happel ist Staatsanwalt in Darmstadt und ist als Jurist den Umgang mit Spielregeln gewohnt. Gemeinsam haben sie sehr unterschiedliche Spiele, wie auch Pecunia non olet erfunden.

Atlantica erschien im Februar 2018 bei Piatnik Spiele. Wir haben bei unserem Test mit 4 Spielern ungefähr 30 bis 45 Minuten pro Partie benötigt.
75 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
komplexe Mechanismen werden anschaulich erklärt
eine gelungene Mischung aus Glück und Taktik
das tolle Artwork wirkt sympathisch
das Abwägen der "Kosten" ist sehr gelungen
Negatives
für langjährige Spieler wohl einen Tick zu einfach
dem Spiel fehlt es ein wenig an Abwechslung
zum Teil sehr glücksabhängig

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Category: Brettspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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