Zombie 15′

| 15. Februar 2015 | 2 Comments

Zombie 15′ handelt von einer Zombieapokalypse, in der alle über 18 sich in einen Zombie verwandelt haben, aber die Spieler haben überlebt, bis jetzt. In diesem kooperativen Brettspiel ist ihnen eine Horde von mehreren tausend Zombies auf den Fersen, doch noch ist nicht alles verloren. So erwarten die Spieler 15 Missionen, die aufeinander aufbauen und immer anspruchsvoller werden.

Zombie 15' - Cover

Zombie 15′ – Cover, Rechte beim Heidelberger Spieleverlag

Zombie 15′ bedeutet echt Stress und Panik vor den Zombies und vor allem Angst vor der nächste Zombiehorde. Da die Runden hier nicht gemütlich ablaufen, sondern man mit dem Szenario innerhalb von 15 Minuten fertig werden muss existiert dieser Zeitdruck nicht nur im Spiel, sondern auch real für den Spieler.

Zombie 15′ bietet einen Soundtrack im Hollywood-Stil, der die 15 Minuten herunterzählt welche die Spieler zur Verfügung haben, um ihr Ziel zu erreichen. Dabei können sie entweder nacheinander die 15 immer anspruchsvolleren Szenarien spielen, die zusammen eine Kampagne ergeben, oder man entwirft sich ganz eigene Szenarien. Helft euch gegenseitig und sprecht eure Pläne ab, aber macht schnell: Jedes Mal wenn ihr Zombies knurren hört, tauchen neue Untote auf!

Dabei beginnt das Spiel recht moderat. Es gibt ein Tutorial, in dem langsam die einzelnen Schritte und Möglichkeiten der Spieler erklärt werden. Nach und nach kommen immer mehr Optionen ins Spiel und auch immer mehr Zombies und schwierigere Missionen. Geht es anfangs nur darum, von einem Ort zum nächsten zu kommen muss man später z.B. Schlüssel suchen, die weitere Wege öffnen oder an zwei Orten gleichzeitig eintreffen, um gemeinsam einen Plan verwirklichen zu können.

Die Spielrunden selbst dauern jeweils maximal 15 Minuten, danach ist der Soundtrack aus und sollte man bis dahin nicht fertig sein, ist die Mission gescheitert und man hat verloren. Der Aufbau selbst zwischen den Missionen kann aber etwas länger dauern, denn hier müssen jedes Mal die Bodenkarten neu aufgelegt werden, Karten müssen gemischt werden und die richtigen Spielmaterialien für die nächste Szene müssen entsprechend aussortiert und vorbereitet werden. Dann geht es wieder los, man rüstet sich aus, macht sich grob einen Plan aus und stürzt sich in die Zombieapokalypse, in ein neues Abenteuer mit neuem Ziel.

Die Regeln sind recht einfach und gut erklärt. Teilweise sind Schritte in der Anleitung schon zu genau erklärt, sodass diese recht umfangreich ist und man sich teilweise fragt, ob manche Absätze wirklich notwendig gewesen wären. Allerdings finde ich es besser, es wird ein wenig zu viel erklärt, als es fehlen wichtige Hinweise oder die Anleitung wirft Fragen auf.

Als Spielmaterial gibt es ein Überlebenshandbuch – das Regelheft, Den Tod im Nacken – das Szenarioheft, 32 beidseitig bedruckte Geländeteile, 1 CD, 8 Heldenfiguren, 99 Zombiefiguren und 1 für den Alpha-Zombie, 8 Heldenbögen, 1 Hordenschachtel, 25 Munitions-/Haltbarkeits-Marker, 15 Lebenspunkt-Marker, 56 Durchsuchen-Karten, 48 Zombie-Karten, 18 Besondere-Ausrüstung-Karten, 33 Szenario-Karten, 40 Suchmarker, weitere verschiedene Marker (Alarm, Auto, Benzinkanister, Schloss, Ausgang, -1 Aktion, A, B, C, D, Hubschrauber, Maschinengewehr, Munition, Funkgerät). Die Karten sind typische Spielkarten, bunt bedruckt, die Marker sind aus hochwertigem Karton, so wie auch die Geländeteile. Die Zombie- und Heldenfiguren sind aus Kunststoff, wobei die Helden unterschiedlich farbig gestaltet sind und auch ihr eigenes Aussehen haben, während es 4 unterschiedliche Zombiearten, alle in grau gibt. Der Alpha-Zombie ist sehr stabil, die Frauen-Zombies wirken etwas fragil und sind teilweise ziemlich schief.

Zombie 15' - Inhalt

Zombie 15′ – Inhalt, Rechte beim Heidelberger Spieleverlag

Jeder Held besitzt, abgesehen von der Tutorial-Seite, unterschiedliche Eigenschaften und kann unterschiedliche Gegenstände mit sich führen. Es ist durchaus wichtig, seine Sonderfähigkeiten zu kennen und sie gezielt einzusetzen. Die Helden heißen Will, Snow, Vance, Josh, Hazel, Sai Fon, Trevor und Severity.

Im Spiel gibt es eigene Regeln für eine 2-Spieler und eine 3-Spieler Partie, an sich sind die Regeln aber immer gleich. Jeder Spieler hat vier Aktionen pro Zug, die dafür genutzt werden können Häuser nach Gegenständen oder Waffen zu durchsuchen, was man immer wieder machen muss, da Gegenstände recht schnell kaputt gehen, Zombies zu bekämpfen, Gegenstände eizusetzen, sich zu bewegen, Suchmarker aufzuheben, oder aufzustehen, falls man bei einem Zombieangriff zu Fall kommt. Gibt es Zombies im eigenen Feld, so gibt es nur eine Aktion, diese zu töten. Schließlich möchte man nicht hinterrücks überrascht werden und wer durchsucht schon gemütlich ein Haus, mit einem Zombie, der einem im Nacken sitzt? Nach diesen 4 Aktionen eines jeden Spielers sind die Zombies an der Reihe, die angreifen, falls ein Spieler auf ihrem Feld steht. Dabei vergleicht man recht schnell seinen Verteidigungswert mit der Anzahl der Zombies. Dann hat der nächste Spieler seine 4 Aktionen. Insgesamt können 2-4 Spieler ab 14 Jahren mitspielen.

Die Zombies selbst bewegen sich nicht, in der kurzen Zeit, die einem zur Verfügung steht wäre es auch nicht möglich, auch noch Zombiebewegungen einzubauen. Das Spiel ist wirklich kurzweilig und bietet einige interessante Spielmechaniken, die wir so bei noch keinem anderen Spiel gesehen haben. Auch der Stress und die Hektik sind da, man kann sich also wirklich wie in einem Horrorfilm fühlen. Besonders wenn eine Horde auftaucht, was bei jedem Knurren auf der CD passiert, geht es den Helden an den Kragen und sie müssen zusammenarbeiten, sonst ist einer der Spieler verloren und womöglich das ganze Szenario.

Zombie 15′ erschien im Oktober 2014 beim Heidelberger Spieleverlag. Wir haben bei unserem Test mit 3 Spielern für ein Szenario ungefähr 30 Minuten benötigt, inkl. Aufbau, Regeln durchgehen und Szenario vorlesen.

Bewertung

PositivesNegatives

  • neue Spielmechanik
  • Zeitdruck
  • schönes Spielmaterial
  • ein gutes Zombiespiel
  • gut ausgearbeitetes Regelheft
  • laute und leise Waffen ein gutes Konzept

  • Stress
  • kaum Taktik möglich, durch den Zeitdruck
  • relativ monotoner Ablauf der unterschiedlichen Szenarien
  • nur 3 verschiedene Soundtracks
  • Frauen-Zombiefiguren sehr fragil
  • Wiederspielwert fraglich

Rating
80%

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Category: Brettspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich spiele schon immer gerne Spiele und lese gerne, wobei die Leidenschaft mit Brettspielen und Bilderbüchern schon in frühen Kindesjahren begann, sich dann zu erwachseneren Büchern und PC Games erweiterte, bis dann auch Filme und XBox Games dazu kamen. Außerdem mache ich gerne Musik, widme mich Pen&Paper Rollenspielen und besuche gerne Theater und Konzerte.

Comments (2)

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  1. avatar Guillaume Lemery sagt:

    Thanks for the review.
    Obviously you haven’t played the whole campaign, but we made our best so the game would be the less monoton as possible. Just one play can’t figure out the all game and scenarios..
    Please try the 9th and 10th scenarios for example and you’ll see the differences with the first ones.

    • avatar tost sagt:

      For sure there is a difference in the scenarios and Zombie 15 is a great game that is fun.

      We also test games in several sessions, which is really important for us. But the question is how often players would do the campaign again, as for the time pressure, the mechanics and ground goals have to be the same in each scenario.

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