World of Warcraft: Legion

| 24. September 2016 | 2 Comments

World of Warcraft: Legion ist nun die sechste Erweiterung zum wohl erfolgreichsten MMORPG aller Zeiten. Es hebt die Maximalstufe von 100 auf 110 und gibt jedem Spieler die Gelegenheit mehrere einzigartige Artefakte aus der Geschichte Azeroths zu erlangen.

World of Warcraft: Legion Rechte bei Blizzard Entertainment

World of Warcraft: Legion
Rechte bei Blizzard Entertainment

Die Brennende Legion droht einmal mehr über die Welt von Azeroth herzufallen und sie zu verwüsten. Nur die mächtigsten Helden Azeroths können ihr Einhalt gebieten und bekommen dabei prominente Unterstützung durch bekannte NSCs aus der Spielwelt Azeroth.

World of Warcraft: Legion beginnt dort, wo die letzte Erweiterung aufgehört hat. Der Hexenmeister Gul’Dan entkommt aus der alternativen Zeitlinie von Warlords of Draenor und schafft es nach Azeroth. Dort angekommen öffnet er im Grabmal von Sargeras ein gewaltiges Portal und ermöglicht somit der Brennenden Legion, einer gewaltigen Heerschaar von Dämonen, den Zugang zu Azeroth. Der Spieler muss nun alles daransetzen dieses Portal wieder zu schließen und diese Reise führt ihn auf einen neuen Kontinent, die verheerten Inseln.

Gleichzeitig bekommt jeder Spieler auch eine mächtige Artefaktwaffe aus der Geschichte von Azeroth. Wer schon immer einmal den Schicksalshammer oder Aschenbringer führen wollte, ist hier richtig. Diese Artefaktwaffe ist der Hauptfokus der Charakterprogression in dieser Erweiterung und hat einen eigenen Talentbaum, in den man mit einer neuen Ressource, der Artefaktmacht investieren kann.

Außerdem gibt es für jede Klasse eine eigene klassenspezifische Ordenshalle mit langen und gelungenen Klassenquests. Generell machen die Quests einen sehr gelungenen Eindruck. Es gibt viele Referenzen auf alten Content und Cameos von liebgewonnenen Charakteren, was einen angenehmen Nostalgiefaktor hervorruft. Oft wurde in vergangenen Erweiterungen keinerlei Referenz gemacht auf Ereignisse die früher geschehen sind, aber diesmal führen einen Quests in viele altbekannte Gegenden und Instanzen, was generell die Immersion in eine lebendige Welt ermöglicht.

Das Leveln von Stufe 100 auf 110 gestaltet sich angenehm flüssig und nicht-linear. Im Gegensatz zu früheren Erweiterungen gibt es nicht mehr eine mehr oder weniger vorgegebene Reihenfolge in der die Zonen zu absolvieren sind, sondern man kann sich eine von 4 Zonen aussuchen und alle Gegner, Quests und Belohnungen skalieren mit der Stufe, die man gerade hat. Das bringt einerseits viel Freiheit, auf der anderen Seite verliert man auch die Möglichkeit bestimmte Gegner und Gebiete zu überleveln, um sie einfacher zu machen. Man wird im Gegenteil eher schwächer mit steigender Stufe, da man den Ausrüstungsvorteil der letzten Erweiterung immer mehr verliert je näher man der Stufe 110 kommt.

Ganz drastisch ist das zu bemerken, wenn man von Stufe 109 auf Stufe 110, die Maximalstufe steigt. Die skalierenden Gegnerwerte steigen dann plötzlich um 50 – 80% und man spürt einen sprunghaften Anstieg der Schwierigkeit. Zum Glück dauert das nicht allzu lange, denn man bekommt man schnell bessere Ausrüstung aus den Instanzen und den Weltquests und die Gegner skalieren nach Stufe 110 nicht mehr weiter.

Die bereits erwähnten Weltquests sind ein weiteres neues Feature dieser Erweiterung. Gab es früher ab Erreichen der Maximalstufe nur mehr endlos repetitive Tagesquests, um sich außerhalb der Dungeons und Raids zu beschäftigen, wurden diese von den Weltquests abgelöst. Sie bieten eine große Vielfalt an zufälligen Quests an, die man verteilt über die Spielwelt absolvieren kann. Diese Quests wechseln sich immer wieder ab und wiederholen sich oft erst nach ein paar Tagen wieder. Es gibt sie in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, wodurch man oft zu Teamarbeit motiviert wird. Die Belohnungen bieten willkommene Alternativen zu den Dungeons und Raids und erlauben es einem gezielt bestimmte Ausrüstungsteile zu verfolgen.

Das Talentsystem und die Attributsboni wurden geringfügig geändert und angepasst, aber die größten Änderungen gab es im PvP-System. Ausrüstung hat nun nur mehr einen sehr geringen Einfluss auf das PvP. Jeder Spieler bekommt die gleichen, fixen Spielwerte und bessere Ausrüstung hat nur eine sehr geringe Auswirkung auf diese fixen PvP-Spielwerte. Das hebt alle Spieler auf einen sehr vergleichbaren Stand und man kann den Erfolg oder Misserfolg im PvP nicht mehr auf Ausrüstungs-Defizit oder -Überlegenheit schieben. Nicht alle Spieler sind davon begeistert, aber grundsätzlich begrüßen viele Spieler die in der Vergangenheit schon vielfach geforderte Änderung. Zusätzlich wurde die im PvP verdiente Ehre von einer Währung, mit der man Ausrüstung kaufen kann, in ein Erfahrungspunkte-System umgewandelt, mit dem man spezielle PvP-Talente freischalten kann.

Auch in dieser Erweiterung wurden Flugreittiere zu Beginn deaktiviert und zum momentanen Stand kann man sie auch nicht freischalten. Aber Blizzard hat aus der letzten Erweiterung gelernt und bereits angekündigt, dass man in Zukunft Fliegen auf den verheerten Inseln freischalten wird können.

Angenehm ist dass jeder Käufer der Erweiterung eine Stufen-Aufwertung auf Stufe 100 für einen beliebigen Charakter bekommt. So wird Neu- oder Wiedereinsteigern der Einstieg erleichtert und man kann sofort mit dem neuen und relevanten Content loslegen ohne sich langwierig durch die veralteten Gebiete und Quests kämpfen zu müssen.

Ich muss diesmal kein Wort über Anlaufschwierigkeiten oder Launch-Probleme verlieren, da Blizzard es tatsächlich geschafft hat einen völlig reibungslosen Start der Erweiterung hinzulegen, eine Leistung die bei den noch immer außerordentlich hohen Spielerzahlen durchaus beachtlich ist.

Wir haben World of Warcraft: Legion von Blizzard Entertainment auf der PC getestet. Das Game ist ab 30. August 2016 für PC erhältlich.
91 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
Mächtige Artefaktwaffen
Motivierendes Weltquest System
Gut erzählte, epische Geschichte
Skalierender Schwierigkeitsgrad
Stufenaufwertung auf 100
Überarbeitetes, neues PvP-System
Negatives
Man fühlt sich beim leveln schwächer
Flugreittiere erst in Zukunft verfügbar

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Category: Games, TopPost, Windows PC

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Ich bin Computerspieler der ersten Stunde und schon immer PC-Spieler gewesen. Ich spiele auch auf Konsolen, aber meine Liebe gehört dem PC. Ich lese gerne Fantasy und Science Fiction und spiele Pen&Paper Rollenspiele.

Comments (2)

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  1. Is echt gut geworden, bessa alls die letzten 2 Erweiterungen

    • avatar rag sagt:

      Ja, finde ich auch. Warlords of Draenor hat mir zu Beginn auch gut gefallen, aber die Garnison wurde dann schnell mühsam. Das Problem sehe ich mit Legion nicht.

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