Wo ist das Gehirn?

| 15. Mai 2016 | 0 Comments

Wo ist das Gehirn? von James Ernest erscheint beim Heidelberger Spieleverlag und Truant Spiele und ist laut Eigendefinition das Original Fastfood-Zombie-Kartenspiel. Spielziel ist es all seine Karten loszuwerden. Das ist ein Unterfangen, das ohne Hirn fast unmöglich ist, aber auch mit Hirn höchst unterhaltsam.

Spiel Schachtel - Wo ist das Gehirn?, Rechte bei Heidelberger Spieleverlag / Truant Spiele

Wo ist das Gehirn?, Rechte bei Heidelberger Spieleverlag / Truant Spiele

Wo ist das Gehirn? mag es vielleicht an Rafinesse und taktischem Feingefühl fehlen, aber es ist ein witziges und unterhaltsames, vor allem aber auch ein sehr schnelles Spiel. Schade ist dass dem Spiel kein Gehirn beiliegt, aber jedes Objekt, das man weiterreichen kann bietet einen guten Ersatz.

Wo ist das Gehirn? Diese Frage stellt sich bei diesem Spiel, weil es gibt nur ein Gehirn und das werdet ihr brauchen. Ihr arbeitet nämlich in einer Fastfood-Bude und müsst eine handvoll täglicher Aufgaben erledigen, bevor ihr nach Hause gehen könnt. Einige dieser Aufgaben sind jedoch so kompliziert, dass ihr ein Gehirn dafür braucht oder besser DAS Gehirn, denn es gibt nur eins. Der Spieler gewinnt, der zuerst keine Karten mehr auf der Hand hält.

Wo ist das Gehirn? ist ein recht schnell zu erlerndes Spiel. Es gibt drei Kartenarten, mit blauen Karten kann man das Gehirn ersteigern, immer nachdem es verloren gegangen ist. Mit rosa Karten, für die man das Gehirn braucht, kann man verschiedenen Jobs absolvieren und kann versuchen mittels Würfelwurf das Gehirn zu behalten und mit gelben Karten kann man Jobs auch ohne Gehirn absolvieren. Wem es gelingt alle Karten loszuwerden, der hat gewonnen.

Zu große Runden sind für dieses Spiel aber nicht zu empfehlen, da jede Runde bei dem Spieler beginnt welcher das Gehirn ersteigert, danach geht es zwar im Uhrzeigersinn weiter, aber wenn das Gehirn verloren geht, was recht oft passiert, startet man eine neue Runde. Die neue Runde beginnt aber nicht bei einem der letzten Spieler, sondern bei dem Spieler welcher das Gehirn ersteigert. So kann es durchaus passieren dass man bei großen Runden lange warten muss bis man wieder an die Reihe kommt.

Als Spielmaterial gibt es eine praktische kleine Schachtel, 100 Spielkarten, 1 Würfel und 1 Spielanleitung. Die Karten sind lustig gestaltet, die Schachtel scheint qualitativ hochwertig zu sein. Die Anleitung ist gut gemacht und es bleiben kaum Fragen. Das Spiel ist für 3-8 Spieler ab 12 Jahren geeignet und das Alter ist durchaus gerechtfertigt. Eine Runde ist recht schnell gespielt und dauert ca. 10-20 Minuten, je nachdem wie schnell die Spieler wissen welche Karte sie spielen.

Wo ist das Gehirn? erschien im September 2015 beim Heidelberger Spieleverlag und Truant Spiele in deutscher Übersetzung. Wir haben bei unserem Test mit 5 Spielern ungefähr 10 bis 15 Minuten pro Partie benötigt.
75% von 100%
Weltenraum WertungWertung
Positives
sehr witziges, unterhaltsames Zombikartenspiel
die Regeln sind schnell und einfach zu erlernen
die Karten sind recht witzig gestaltet
Negatives
es liegt leider kein Gehirn bei
in großen Runden längere Wartezeiten
manche Kartentexte bieten Interpretationsspielraum

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Category: Kartenspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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